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Rathenow Handgenähte Stofftiere zum Liebhaben
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13:59 11.09.2019
Nancy Schunke bei der Arbeit. Hier bekommt ein neuer Teddy gerade seine Augen. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Das richtige Stofftier ist ein Freund fürs Leben. Stiller Zuhörer, stets gut gelaunt und immer da, wo man ihn zuletzt verlassen hat. Nicht wenige Zeitgenossen dürften schon den Wunsch gehabt haben, sich selbst so einen verschwiegenen Partner nach eigenem Wunsch zu formen. Das jedoch ist eine anspruchsvolle Handwerkskunst. Die Rathenowerin Nancy Schunke (32 Jahre) hat es darin zur Meisterschaft gebracht.

„Kleine Knopflinge“ nennt die Rathenowerin Nancy Schunke ihre selbst genähten Schmusetiere.

Um ihr freudbetontes Hobby offiziell zum Beruf zu machen, hat sie 2016 ein Kleingewerbe angemeldet. In überschaubarer Menge darf sie seitdem mit staatlicher Genehmigung produzieren und verkaufen. Jede Menge süße Teddys, dazu auch Hunde, Schweine, Kühe, Elefanten, Einhörner und Drachen hat sie seitdem als Stofftiere geschaffen. Niedlichkeit ist garantiert. Ihre Figuren mit Knopfaugen, Stupsnasen und Schmuseohren muss man einfach liebhaben.

Auf ihrer Internetseite zeigt sie unter kleineknopflinge.jimdo.com Proben ihrer Kunst. Auch auf Facebook ist sie vertreten und per E-Mail unter kleineknopflinge@web.de zu erreichen. Schnell hatte sie mit diesen Medien großes Interesse geweckt. Wie sie erzählt, hat sie bald nach der Gründung jede Menge Aufträge erhalten. Ihre nach individuellen Wünschen der Kunden hergestellten Stofftiere hat sie deutschlandweit verschickt. Einige gingen sogar in die USA, nach Spanien, Österreich und Luxemburg.

Es soll immer Spaß machen

„Das hat dann bald Überhand genommen“, berichtet sie lächelnd. Es sei ihr zu viel geworden. Immerhin nehme sie sich für einen Teddy stets drei bis vier Tage Zeit. Sie habe ihr Pensum auf ein gutes Maß reduziert. Die Arbeit solle ihr ja immer auch Spaß machen. Außerdem wolle sie ausreichend Zeit für ihren zehnjährigen Sohn haben, wenn der aus der Schule kommt. Und für ihren Mann, der in vier Schichten arbeitet, will sie in seinen wenigen freien Stunden auch da sein können.

Schon als Schulkind habe sie gern gebastelt und gemalt, teilt Nancy Schunke mit. Einst ausgebildet zur Malerin und Lackiererin, hat sie 2011 das Teddynähen für sich entdeckt. Alle Ausgangsmaterialien gibt es bei den guten Fachgeschäften im Internet. Das Geheimnis, dass aus dem Rohmaterial ein liebenswertes Kuscheltier entsteht, liegt sowieso in der sachkundigen, kreativen Handarbeit.

Klangvolle Stoffnamen

Ihre Schnitte für Arme, Beine, Köpfe und so weiter entwirft sie mittlerweile zum großen Teil selbst. Bei den Stoffen – immer mit Fell – ist Hochwertigkeit Trumpf. Sie tragen so klangvolle Namen wie Mohair, Mikroplüsch und Alpaka. Grundsätzlich wird ein Teddy mit Watte gestopft. Damit er aber auf Wunsch auch stabil sitzen oder stehen kann, werden Teile seines Körpers (Füße, Po) mit schwerem Edelstahlgranulat gefüllt.

Weil der Blick richtig strahlen soll, werden von Nancy Schunke nur Glasaugen eingesetzt. Die Nasen modelliert sie selbst ins fertige Gesicht hinein. Spätestens jetzt versteht sich von selbst, dass ihre Stofftiere zum Spielen für kleine Kinder nicht geeignet sind.

Kurs an der Volkshochschule

Damit andere an ihrer Kunst teilhaben können, hat Nancy Schunke schon zweimal Kurse an der Kreisvolkshochschule gegeben. Am 23. Oktober beginnt wieder ein neuer Kurs. Anmeldung spätestens drei Wochen vorher. Einige wenige Plätze sind noch frei.

Nancy Schunke hat sogar schon ein eigenes Schmusetier entworfen und hergestellt, das „Wusel“. Es ist ein eher kleines Wesen mit großen Ohren, kleinen Hörnern und langem Schwanz. Eine ganze Menge Kunden haben schon so ein Wusel gekauft. Es sieht natürlich niedlich aus und ist absolut selten – weil nur Nancy Schunke welche macht.

Von Bernd Geske

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