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Rathenow 7,5 Millionen Euro: Wiederaufbau der Rathenower Kirche soll 2021 beginnen
Lokales Havelland Rathenow 7,5 Millionen Euro: Wiederaufbau der Rathenower Kirche soll 2021 beginnen
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10:09 21.12.2019
Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in der Vorweihnachtssonne. Bald soll bei ihrem Wiederaufbau der letzte große Abschnitt beginnen Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Sicher ist, dass der Bund im November 2018 stattliche 3,75 Millionen Euro für die Vollendung des Wiederaufbaus der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow zugesagt hat. Klar ist auch, dass anschließend das Land Brandenburg zugestimmt hat, die erforderliche andere Hälfte der Fördermittel beizusteuern, so dass die Gesamtsumme von 7,5 Millionen Euro erreicht wird.

Noch nicht so richtig klar ist indessen, wer wann genau welche Planungsschritte zu erledigen hat, damit das Projekt wunschgemäß ablaufen kann. Der Rathenower Pfarrer Andreas Buchholz sieht sich derzeit der schaurig-schönen Herausforderung gegenüber, bei der Vorbereitung der Vorplanung alle entscheidenden Weichen für das Mammut-Vorhaben zu stellen.

Pfarrer Andreas Buchholz. Quelle: Bernd Geske

„Das ist ganz viel Arbeit...“, schickt er vorweg. Aus dem Hause von Monika Grütters, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, habe er einen „riesigen Katalog“ bekommen, was jetzt alles zu tun ist, damit die Gelder fließen können, teilt er mit. Er habe dort regelmäßig mit einer für das Projekt benannten Ansprechpartnerin zu tun. Auch mit dem Kulturministerium des Landes sei er regelmäßig im Kontakt, berichtet der Pfarrer. Dort habe man ihm zwei feste Ansprechpartnerinnen zugeteilt. Der Denkmalschutz spiele ebenfalls eine wichtige Rolle und wolle beteiligt werden. Auch die Landeskirche solle einbezogen werden.

Andreas Buchholz atmet tief durch und sagt: „Wir gehen davon aus, dass es 2020 richtig losgeht.“ Zunächst solle Anfang des Jahres die Leistung des Planungsbüros ausgeschrieben und vergeben werden, das dann auch die Baubetreuung des Projektes übernimmt. Im Anschluss müssten die Ausführungsplanungen für die großen Teilabschnitte erstellt werden, die da sind: Neue Gewölbe und Anheben des Fußbodens im Chorraum, Wiedereinbau von Emporen, Installation einer neuen Orgel und Bau des Gemeindezentrums.

Zeit ist gar nicht mehr so viel übrig. Schließlich sind die fünf Jahre 2019 bis 2023 vom Bund eindeutig zur Ausreichung der Fördermittel genannt worden. Gegenwärtig ist vor allen Dingen festzulegen, in welchen Jahrescheiben welche Gelder fließen und was damit gebaut werden soll.

Baubeginn soll 2021 sein

Er gehe davon aus, dass 2021 Baubeginn ist, teilt Pfarrer Buchholz mit. Dann sei bis 2023 noch immer alles zu schaffen. Manche Teilprojekte könnten zur gleichen Zeit umgesetzt werden.

Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Kirche habe 450 000 Euro eingesammelt, die im Grunde genommen sofort eingesetzt werden können. Man gehe davon aus, dass die Landeskirche sich mit 200 000 Euro beteiligt. Vom Kirchenkreis Nauen-Rathenow gebe es die Zusage, einen Kredit von 200 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Andreas Buchholz bezeichnet es als denkbar, dass vom Bund und vom Land die Gelder ab 2021 abgerufen werden, um dann damit hier zu bauen. Im Potsdam hätten beim Land im Frühjahr und im Sommer dieses Jahres zwei große Sitzungsrunden mit Einbeziehung aller wichtigen Partner stattgefunden, um die große Linie abzustimmen. Es gehe also voran.

Für die künftige Gestaltung des Innenraums ist auf Wunsch des Denkmalschutzes im Jahr 2016 eine umfangreiche Konzeption erstellt worden. Quelle: Bernd Geske

Das Fundament aller Pläne, die jetzt folgen sollen, ist die umfangreiche Innenraumkonzeption für die künftige Gestaltung der Kirche, die auf Wunsch des Denkmalschutzes 2016 erstellt worden ist. Darin ist die große Linie schon festgelegt. Es werden aber auch noch Konzepte gebraucht, wohin die Heizung in der Kirche soll, wie die Sitzplätze neu geordnet werden und wie die Beleuchtung am besten passt. Es gibt also noch viel zu planen und der Teufel steckt wie so oft im Detail.

Von Bernd Geske

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