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Rathenow Für das Wohl der Armen packt die Tafel an
Lokales Havelland Rathenow Für das Wohl der Armen packt die Tafel an
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09:39 14.12.2019
Yves Retzdorf (links) und Stefan Retzdorf im Rathenower Tafelladen beim Einräumen der Lebensmittel. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

In den Läden der Rathenower Tafel, die in diesem Jahr durch die Sterntaler-Aktion der Lokalausgabe der Märkischen Allgemeinen Zeitung unterstützt wird, können gegenwärtig 650 Menschen aus rund 300 Haushalten kostengünstig Lebensmittel in Empfang nehmen. Ausgabestellen gibt es in Rathenow am Körgraben 1h, in Premnitz in der Liebigstraße 29, in Nennhausen auf dem Parkplatz nahe der Sparkasse und in Rhinow an der Gänsemäsche.

Kontonummer und Spendenbescheinigungen

Die Tafel in Rathenow benötigt dringend Teile für die Ladenausstattung, aber auch neue Winterreifen für das Abholfahrzeug. Unter anderem dafür wird das Geld aus der Sterntaleraktion verwendet.

Die Aktion Sterntaler läuft bis zum 31. Dezember. Bis dahin können alle, die etwas geben wollen, auf das Konto der Rathenower Tafel spenden.

Wichtig: Niemals das Kennwort „Sterntaler“ vergessen, damit wir die Spende der diesjährigen Advents-Aktion zuordnen und bekannt machen können.

Die IBAN (Kontonummer) lautet: DE02 1609 1994 0001 1448 80 bei der Volksbank Rathenow. Kontoinhaber: Verein Rathenower Tafel.

Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, senden Sie bitte eine E-Mail an info@tafel-rathenow.de mit Name, Anschrift, Spendensumme und dem Datum der Überweisung.

Die MAZ wird regelmäßig über die Arbeit der Tafel berichten und auch über besondere „Sterntaler“-Spendenaktionen unserer Leser informieren.

Alle Speisen, die an die Kunden ausgegeben werden, müssen aber zuvor in verschiedenen Geschäften der Region abgeholt werden. Das geht nicht ohne den Kühltransporter, den sich der Tafelverein im vergangenen Jahr dank Spenden und Zuwendungen kaufen konnte. Das war dringend notwendig, denn das alte Kühlfahrzeug war mächtig reparaturanfällig geworden.

Guido Steffenhagen (links) und Sascha Retzdorf beim Ausladen der in Lebensmittelmärkten der Region abgeholten Waren aus dem Kühltransporter. Quelle: Bernd Geske

Wie Britta Brüggemann von der Tafel berichtet, werden mit dem Kühltransporter täglich rund 40 Kilometer gefahren, um die Lebensmittel abzuholen. Gegenwärtig werden sieben Lebensmittelmärkte und drei Bäcker der näheren Umgebung angefahren. Wenn es bei den Tafelläden in Brandenburg/H. und Nauen reichlich Waren gibt, dann rufen deren Helfer in Rathenow an, um mitzuteilen, dass dort Lebensmittel für das Westhavelland abgeholt werden können. Das kommt allle paar Tage immer wieder mal vor. Manchmal werden auch Produkte aus Berlin, Werder und Finsterwalde geholt.

Die Rathenower Tafel hat nur Britta Brüggemann als angestellte Mitarbeiterin, die alle Arbeiten koordiniert. Die ehrenamtliche Vereinsvorsitzende ist Henriette Meier-Ewert. Gegenwärtig sorgen bei der Tafel elf Helferinnen und Helfer dafür, dass alle Aufgaben erledigt werden können.

Volkmar Mertens räumt den Kühlschrank ein. Quelle: Bernd Geske

Am Donnerstag sind sechs Männer im Einsatz gewesen. Einer ist über einen 1,20-Euro-Job beschäftigt, einer hat eine andere Fördermaßnahme, ein weiterer macht ein Praktikum und die drei anderen helfen komplett ehrenamtlich mit. Die meisten von ihnen sind schon viele Jahre dabei und haben sich stets sehr zuverlässig gezeigt.

Wenn man sie danach fragt, welche Mengen von Waren die Rathenower Tafel so bewegt, dann drückt das Britta Brüggemann in der Anzahl von vollen Kisten aus, die abgeholt werden. Wie groß die Kisten sind, ist auf dem Foto vom Ausladen gut zu sehen.

Britta Brüggemann von der Rathenower Tafel. Quelle: Bernd Geske

Fünf Kisten Tomaten und zwei Kisten Gurken sind es im Durchschnitt pro Woche. 20 bis 30 Kisten andere Gemüse kommen pro Woche zusammen: Paprika, Möhren, Blumenkohl, Wirsing- und Rotkohl, auch Pilze. An Obst sind es 50 bis 60 Kisten, die jede Woche auf die Reise gehen: Äpfel, Bananen, Mandarinen, Apfelsinen, Weintrauben, Him- und Blaubeeren, auch Melonen und Ananas.

40 bis 50 Brote am Tag, außer am Rathenower Schließtag Mittwoch, werden bewegt. Fünf Kisten Brötchen und fünf Kisten Kuchen am Tag werden außerdem gezählt. „Was immer reicht“, berichtet Britta Brüggemann, „sind die Backwaren.“ Obst und Gemüse könnte mehr sein, da müsse gut eingeteilt werden, damit es für alle reicht. Produkte wie Milch, Joghurt, Käse und Wurst sind knapp bemessen.

Dass eigentlich ziemlich fremde Menschen bereit sind, etwas zu spenden, haben die Helfer und Kunden der Tafel wieder einmal am letzten Sonntag erfahren. Eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten hatte angeboten, ein Adventsessen mit Wildgulasch, Wildkeule, Rotkohl und Kartoffeln zu kochen. Dazu gab es Glühwein in der alkoholfreien Variante. Der Vorschlag kam von der Inhaberin der „Logo-Praxis Sprechfreudig“, die mit ihrem Mann kochte.

Sascha Retzdorf beim Beladen des Transporters für Rhinow. Quelle: Bernd Geske

Mehrere Jäger wirkten mit und im „Jägerheim“ Kleinwudicke von Robert und Heidemarie Menzel wurde alles zubereitet. Unkostenbeitrag für Tafelkunden: null. Natürlich mussten sie sich vorher in eine Liste eintragen, damit die Spender die Mengen kalkulieren konnten. 70 Leute haben dann am 2. Advent im Tafelladen eine Wildmahlzeit verspeist. Das Haus war voll und es hat sehr gut geschmeckt.

Von Bernd Geske

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