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Rathenow Helga Pechstein stellt im Torhaus aus
Lokales Havelland Rathenow Helga Pechstein stellt im Torhaus aus
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16:29 28.04.2019
Helga Pechstein mit einem Glas Sekt bei der Ausstellungseröffnung. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

„Nun ist er endlich kommen / in grünem Knospenschuh“, zitierte Helga Pechstein passend zum Jubiläumsjahr aus Theodor Fontanes Gedicht „Frühling“. Unter den knapp 60 Aquarellen, die die Steckelsdorferin im Torhaus ausstellt, finden sich mit ihren zwei Tulpen-Darstellungen, „Krokus“ oder „Rapsfeld“ auch Bilder mit Frühlingsstimmung.

Das Aquarell „Rapsfeld“. Quelle: Uwe Hoffmann

 

Am Freitag wurde im Torhaus am Weinberg-Friedhof Helga Pechsteins Ausstellung „... endlich Frühling!“ eröffnet. Seit 2001, nach dem beruflichen Ruhestand, beschäftigt sich Helga Pechstein als Autodidaktin mit der Malerei, vor allem in Aquarelltechnik, und mit Fotografie. Bereits 2002 beteiligte sie sich an der traditionellen Weihnachtsausstellung im Kulturzentrum.

 „Wenn du eine innere Stimme hörst, die sagt: Du kannst nicht malen, dann male auf jeden Fall, damit diese Stimme zum Schweigen gebracht wird“, zitierte Diana Golze in ihrer Laudatio Vincent van Gogh. „Helga Pechsteins Aquarell mit der Weinbergbrücke hing in meinem Büro als Gesundheitsministerin. Ich schätze sie als gute Seele – empathisch und immer mit einem Lächeln im Gesicht.“

Der Bismarckturm. Quelle: Uwe Hoffmann

„Gesichter“ malt Helga Pechstein auch immer gern. So entstehen Porträts wie das einer Marktfrau auf ihrer Lieblingsinsel Lanzarote, die Helga gemeinsam mit ihrem Ehemann Manfred Pechstein 1994 für sich entdeckte. „Das Licht dort ist so toll“, schwärmt die Malerin, die die Kraft der Farben liebt. „Viele Maler hatten ihren Lieblingsort, wo sie wegen des besonderen Lichts malten. So fuhr August Macke immer wieder nach Tunesien, nahe Tunis.“ Auch während anderer Urlaubsaufenthalte, wie etwa in Nepal, entstehen immer wieder ihre Aquarelle. Viele Aquarelle Helga Pechsteins zeigen auch ihre Havelländer Wahlheimat. So entstanden erst in diesem Jahr die Bilder „Havelland“ und „Bismarckturm“.

Zur Buga 2015 stellte Helga Pechstein im Torhaus gemeinsam mit Manfred Pechstein, der bereits nach seiner Lehre mit dem Malen begann, aus. „In meinem Ehemann habe ich auch einen strengen Lehrer gefunden“, sagt Helga Pechstein. „Die Malerei ist zum kreativen Mittelpunkt meines Lebens geworden. Und aus meiner Erfahrung kann ich nur jedem raten, sich im Leben ein ihn ausfüllendes Hobby zu suchen.“

Neben einem Selbstporträt in Aquarell, porträtierte Helga Pechstein auch schon ihren Manfred. Zur Vernissage musizierte Thomas Kübler am Piano.

Helga Pechstein und ihr Ehemann Manfred. Quelle: Uwe Hoffmann

Helga Pechstein wurde 1939 in Halle (Saale) geboren. Nach einer Lehre und kurzen Tätigkeit als Fachverkäuferin studierte sie Betriebswirtschaft und war 1970 bis 1996 unter anderem als Betriebswirtschaftlerin tätig. Im Jahr 1983 zog sie mit ihrem Ehemann ins Havelland, nach Steckelsdorf.

Helga Pechsteins Ausstellung „... endlich Frühling!“ ist noch bis zum 24. Mai im Torhaus zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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