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Rathenow Im Zeichen der Brille: Aktionstag im Optik-Industrie-Museum
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12:08 27.10.2019
Frieda (3) ging mit ihrer Schwester Neele (5) auf Entdeckertour durchs Optik-Industrie-Museum. Quelle: Fotos: Uwe Hoffmann
Rathenow

Am zehnten Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“ lud das Optik-Industrie-Museum-Rathenow am Samstag die Besucher zu einer „Spannenden Zeitreise – nicht nur für Brillenträger“ ein.

Museumsmitarbeiterin Ute Lindemann begleitete die interessierten Gäste auf der Zeitreise der Geschichte der Brille – von der Glasschmelze vor über 2000 Jahren über die Forschungen arabischer Gelehrter und das Mittelalter bis hin zu Johann Heinrich August Duncker, der in Rathenow vor über 200 Jahren unter anderem mit der Brillenproduktion begann.

Interesse an der Historie der Brille

„Wir haben uns ganz gezielt für eine Führung zum Thema Brille entschieden“, so die Rathenowerinnen Waltraut Lerch und Helga Buchholz. „Es ist spannend, dass schon die Menschen in der Antike optische Experimente machten. Aber wie das Auge funktioniert doch noch nicht erklären konnten. Erst um 1870 legte Abbe in Jena und mit seinen mathematischen Berechnungen die Grundlagen zur Herstellung von exakten Brillengläsern. Und heute ist eine Brille für uns so etwas Normales.“

Museumsmitarbeiterin Ute Lindemann führte durch das Optik-Industrie-Museum. Die Rathenowerinnen Waltraut Lerch und Helga Buchholz waren sehr angetan. (v. li.) Quelle: Uwe Hoffmann

Aber auch für kleine Besucher des Kulturzentrums gab es einiges zu erleben. Am Nachmittag las die Potsdamer Kinderbuchautorin Grit Poppe eine musikalisch begleitete Geschichte über einen Wolf. Ganz viele Kinder kamen danach zum Marionettenpuppen-Stück der Havelländer Puppenbühne.

„Schon mit fünf, sechs Jahre habe ich meinen Eltern beim Puppenspielen geholfen“, erzählt Alexandra Schneider aus Rübehorst bei Rhinow. „Mittlerweile bin ich über 30 Jahre mit meinen Puppen unterwegs.“

Mit einem attraktiven Familienprogramm beteiligte sich das Rathenower Optik-Industrie-Museum am landesweiten Aktionstag „Feuer und Flamme“ für unsere Museen

Seit zwei Jahren wird sie dabei durch Marion Mischke unterstützt. Die leidenschaftliche Puppenspielerin und Geschichtenerzählerin Alexandra Schneider inszenierte das aufgeführte Stück „Die gestohlene Krone“ selbst.

Blumenfee und Wurzelzwerg

Auf einer wunderschönen Blumenwiese leben die Blumenfee und der kleine Wurzelzwerg. Doch eines Tages wird dem Wurzelzwerg seine Glocke gestohlen, mit der er jeden Morgen die Vögel und die Schmetterlinge wecken muss. Sofort macht er sich auf den Weg zu Kasper um ihn um Hilfe zu bitten. Doch plötzlich wird auch die Blumenkrone gestohlen und es kommt heraus, wer dahinter steckt – der Waldgeist, der schon seit langer Zeit Waldkönig werden will.

Aber die Kinder halfen dem Kasper mit all ihren Kräften, der sich auf den Weg in den dunklen Tannenwald machte, um die Glocke und die Krone zurückzuholen. Mit dabei war natürlich auch wieder die freundliche Schnecke „Meme“.

Nach dem Puppentheaterstück holte sich auch Amelie (6) von Puppenspielerin Alexandra Schneider ihren Schnecken-Stempel. Quelle: Uwe Hoffmann

Nach dem Stück konnten sich alle Kinder einen Schneckenstempel auf den Arm geben lassen. „Am besten hat mir der tapfere Kasper gefallen“, freute sich die sechsjährige Neele aus Rathenow, die mit ihrer drei Jahre alten Schwester Frieda das Puppenspiel besuchten. „Wir fahren viel gemeinsam ins Theater“, erzählt ihre Oma Sylvia Ceppok. So zum Beispiel auch ins Brandenburger Theater. Heute sind wir gerne hierher gekommen.“

Landesweiter Aktionstag seit 2005

Im Jahr 2005 fand der Tag der Museen im Land Brandenburg zum ersten Mal statt. Vor zehn Jahren kam das Event dann ins Havelland. Das Programm gestaltet sich dabei immer vielfältig und bietet unter anderem Dauer- und Sonderausstellungen, spezielle Führungen und zahlreiche attraktive Veranstaltungshighlights wie Konzerte, Lesungen und Mitmachaktionen.

Unter dem Motto „10 für 10“ beteiligten sich in diesem Jahr zehn Havelländer Kultureinrichtungen am Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“. Im Westhavelland öffneten am Samstag auch das NaturparkZentrum Milow, das Lilienthal-Centrum Stölln und die IL 62 „Lady Agnes“ sowie das Spielzeugmuseum Kleßen ihre Türen bei freiem Eintritt.

Die Havelländer Puppenbühne kann, auch mit ihrem Fontante-Stück „Herr von Ribbeck...“ für den Deutsch-Unterricht an Grundschulen, online unter www.havellaender-puppenbuehne.de gebucht werden.

Von Uwe Hoffmann

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