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Rathenow Poschmann sagt Unterstützung bei der Sanierung der Jederitzer Brücke zu
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10:57 13.02.2020
Rathenows SPD-Chef Hartmut Rubach (li.), die SPD-Langtagsabgeordnete Katja Poschmann und Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) auf der Jederitzer Brücke. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die SPD-Landtagsabgeordnete Katja Poschmann aus Mögelin hat sich am Mittwoch mit Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) auf der Jederitzer Brücke getroffen, um ihre Unterstützung bei der Lösung der Probleme anzubieten, die das Bauwerk den Rathenowern bereitet. „Ich weiß, dass die Kommune für die Brücke zuständig ist“, sagte Poschmann. Aber wenn sie als Landtagsabgeordnete helfen könne, werde sie das tun.

>>LESEN SIE AUCH: Die Jederitzer Brücke wird gesperrt

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Wie diese Hilfe genau aussehen könnte, muss sich noch herauskristallisieren. Möglicherweise könne sie Wege aufzeigen, Fördergeld für die Lösung des Brückenproblems aufzutreiben, sagte Poschmann. Schließlich gebe es Programme auf Landes- und Bundesebene, die in Anspruch genommen werden könnten.

Rost hat die stählerne Unterkonstruktion der Jederitzer Brücke so angegriffen, dass diese für den motorisierten Verkehr gesperrt werden musste. Quelle: Markus Kniebeler

Allerdings muss vorher geklärt werden, was grundsätzlich mit dem denkmalgeschützten Bauwerk, das den Stadtkanal überquert, geschehen soll.

Tatsache ist, dass die Brücke seit Anfang Januar wegen ihres miserablen baulichen Zustandes für den motorisierten Verkehr gesperrt ist. Der Prüfingenieur Roger Rüdiger hatte der Verwaltung dringlichst zu dieser Maßnahme geraten. Die Korrosionsschäden an der stählernen Unterkonstruktion seien so massiv, dass eine weitere Verkehrsnutzung nicht zu verantworten sei, so das Urteil Rüdigers.

Reparatur ausgeschlossen

Weil nach der Einschätzung des Experten eine Reparatur des Bauwerks technisch ausgeschlossen ist, muss die Stadt nun prüfen, ob und unter welchen Bedingungen ein Neubau installiert werden kann. „Wir haben es hier mit einem ausgesprochen komplexen Sachverhalt zu tun, der uns noch ein paar Jahre beschäftigen wird“, hatte Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus bereits Ende des vergangenen Jahres angedeutet.

Komplizierter Sachverhalt

Mehrere Faktoren machen die Sache kompliziert. Zum ersten handelt es sich bei der Jederitzer Brücke um ein Denkmal. Egal, was man mit ihr anstellen will – ohne Zustimmung der Denkmalbehörde läuft nichts. Zum zweiten ist jeder bauliche Eingriff an dieser Stelle eine Herausforderung. Der Platz ist begrenzt und die Wohnbebauung, die auf beiden Uferseiten bis an die Brücke heranreicht, macht Bauverfahren unmöglich, die mit großen Erschütterungen verbunden sind. Und zum dritten muss die Stadt klären, wie sie die nicht unerheblichen Kosten für die wie auch immer geartete Wiederherstellung eines Übergangs begleichen will.

Konstruktionsfehler: Durch das Holzpflaster dringt permanent Feuchtigkeit in den Unterbau der Jederitzer Brücke. Quelle: Markus Kniebeler

Damit in der Verwaltung niemand auf die Idee kommt, das Problem auf die lange Bank zu schieben, wird die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung am 25. Februar den Bürgermeister beauftragen, „die Grundlagen für den Neubau der Jederitzer Brücke und eine Kostenschätzung für die Planung bis zum Herbst 2020 zu ermitteln“, so der Beschlussvorschlag.

Das sei eine wichtig Voraussetzung für die Beantragung von Fördergeld, sagt Rathenows SPD-Chef Hartmut Rubach. Denn ohne einen ausgearbeiteten Plan mit einer belastbaren Kostenschätzung werde man keine Unterstützung bekommen.

Versprechen Poschmanns

Poschmann versprach, beim Thema im engen Austausch mit der Rathenower Verwaltung zu bleiben. „Ich weiß um die Bedeutung der Brücke für den Verkehr und als Wahrzeichen der Stadt“, sagte sie. Deshalb werde sie zur Stelle sein, wenn Hilfe benötigt werde.

Ronald Seeger freute sich über diese Zusage der SPD-Abgeordneten. „Es ist erfreulich, dass die Vertreter der Kommune mit den hiesigen Landtagsabgeordneten in dieser Sache an einem Strang ziehen“, sagte er. Das Parteibuch sei dabei zweitrangig. „Wichtig ist, dass wir etwas für die Rathenower Bürger erreichen. Und die meisten wollen, dass es hier auch künftig eine Brücke gibt.“

Von Markus Kniebeler

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