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Rathenow Jugend plant zweite Fridays for Future Demo
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17:08 30.08.2019
Juma Missfelder (links) beim Marsch durch die Innenstadt während der ersten Fridays for Future-Demo in Rathenow. Quelle: Markus Kniebeler
Rathennow

Seit einem Jahr geht die Jugend freitags auf die Straße, um gegen die Zerstörung der Umwelt und für den Klimaschutz zu protestieren. Auch in Rathenow gab es Anfang Juni inspiriert von der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg eine Fridays for Future-Demonstration. Nun soll es eine zweite Auflage geben.

„Leider hat sich nach unserer Demo nicht wirklich etwas verändert. Das Bewusstsein für die Umwelt ist einfach noch nicht so vorhanden, wie ich es mir wünschen würde. Deshalb wollen wir nun eine weitere Fridays for Future Kundgebung organisieren“, sagt Juma Missfelder.

Der 15-Jährige hatte schon die erste Demo gemeinsam mit seinem Kumpel John Mateke auf die Beine gestellt. Rund 200 Menschen folgten ihrem Aufruf, kamen zum Märkischen Platz und nahmen auch am Marsch durch die Innenstadt teil.

Umweltschutz ist nicht nur was für die Jugend

„Wir waren mit der Resonanz sehr zufrieden, aber natürlich wollen wir jetzt noch mehr Menschen erreichen“, erklärt der Schüler.

Fünf Freunde hat Juma bereits um sich gescharrt, die mithelfen wollen. Am 14. September soll ein Vorbereitungstreffen stattfinden. Weil Umweltschutz aber nicht nur etwas für junge Menschen ist, hofft der Rathenower Schüler, dass sich auch Erwachsene dafür einsetzen und die Jugendlichen bei der Planung unterstützen.

„Wir suchen für unsere zweite Demo noch weitere Mitstreiter und Unterstützer. Ich würde mir sehr wünschen, dass zu unserem Treffen auch Erwachsene kommen, die sich für dieses Thema interessieren“, betont Juma.

Der 15-Jährige Juma Missfelder möchte die Fridays for Future-Bewegung nach Rathenow holen. Quelle: Markus Kniebeler

Ein wenig Hilfe ist ihm schon sicher, denn die Stinknormalen Superhelden haben bereits verkündet, dass sie vom Engagement der Schüler begeistert sind.

„Wir finden das Vorhaben, diese Bewegung nach Rathenow zu holen, absolut unterstützenswert. Wir werden uns in den nächsten Tagen Gedanken machen, was geht und wie wir helfen können. In jedem Fall haben wir bereits Ideen, die Veranstaltung auch mit Aktivitäten zu bereichern“, sagt Superheld Katetschen Bernd.

Zur ersten Demonstration war sein Mitstreiter Rumpel Kalle, der Held im blauen Kostüm, dabei. Wenn alles klappt, werden die nächste Fridays for Future-Aktion mehr Helden bereichern.

Demo findet nach der Schule statt

Juma würde sich darüber jedenfalls sehr freuen. Der 15-Jährige besucht die zehnte Klasse des Jahngymnasiums und ist nicht nur Fan und Unterstützer der Stinknormalen Superhelden, er ist auch begeistert von Greta Thunberg: „Sie ist natürlich mein Vorbild. Ich finde es bemerkenswert, dass sie all das trotz ihrer Krankheit macht.“

Die Fridays for Future-Bewegung unterstützt Juma aus Überzeugung: „Wir müssen etwas ändern. Auch Jugendliche können ihre Stimme erheben. Leider ist all das den meisten bewusst, aber zu wenige handeln danach“.

Die Kritik, es gehe vielen nur darum die Schule zu schwänzen, weist Juma zurück: „Unsere Demo wird nach der Schule stattfinden.“ Wer ihn unterstützen möchte schreibt eine E-Mail an: jmissfelder2@gmail.com.

Von Christin Schmidt

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