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Rathenow KSB und Landkreis tun was für den Kinderschutz
Lokales Havelland Rathenow KSB und Landkreis tun was für den Kinderschutz
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12:50 25.10.2019
Jörg Wartenberg, Nicole Otzmann, Martin Skowronek und Wolfgang Gall (v.l.) stellen gemeinsam das neue Gütesiegel Kinderschutz vor. Alle Vereine, die die entsprechenden Vorgaben erfüllen, bekommen das Siegel. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Mit einer gemeinsamen Pressekonferenz haben der Kreissportbund Havelland (KSB) und der Landkreis Havelland am Donnerstagnachmittag ihre gemeinsame Initiative „Gütesiegel Kinderschutz“ vorgestellt. Ein Jahr lang haben Mitarbeiter des KSB und des Jugendamts daran gearbeitet. Nun liegen die Handlungsempfehlungen vor, die allen Sportvereinen im Landkreis – nicht nur denen, die Mitglied im KSB sind – kostenlos zur Verfügung stehen.

„Ziel ist es, die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen zu manifestieren sowie die Übungsleiter und Trainer zu sensibilisieren und ihnen mehr Handlungssicherheit im Umgang mit jungen Mitgliedern zu geben“, machte Norman Giese deutlich.

Er nahm in einer Doppelfunktion an dem Treffen teil. Giese ist Pressesprecher des Landkreises Havelland und ehrenamtlicher Vorsitzender der Kreissportjugend. Als solcher unterzeichnete er gemeinsam mit Jörg Wartenberg, Vorsitzende des KSB, und Wolfgang Gall, Sozialdezernent im Landkreis, eine entsprechende Vereinbarung.

Landkreis Havelland und KSB unterzeichnen Vereinbarung zur Umsetzung des gemeinsam erarbeiteten Gütesiegels Kinderschutz - Jörg Wartenberg, Wolfgang Gall und Norman Giese (v.l.). Quelle: Christin Schmidt

„Das ist ein Meilenstein“, betonte Gall. Seit das Kinderschutzgesetz des Bundes 2012 in Kraft trat, sind alle staatlichen Stellen verpflichtet, Standards zum Kinderschutz aufzustellen, zu vereinbaren und einzuhalten. Der ehrenamtliche Bereich ist davon ausgenommen.

„Mit dieser Vereinbarung und dem Engagement der Vereine weiten wir den Kinderschutz nun in eine Sphäre aus, die auch im Ehrenamt getragen wird“, so Gall.

In vielen Sportvereinen ist Kinderschutz längst ein Thema. Der Leichtathletik Verein Rathenow hat zum Beispiel ein Kinderschutzkonzept und sogar eine Kinderschutzbeauftragte. Auch der Seeburger SV widmet sich bereits dem Thema.

Nun können sie zusätzlich das Gütesiegel Kinderschutz verliehen bekommen und so nach außen hin erkennbar machen, dass der Verein darauf achtet, Kinder und Jugendliche gegen jegliche Art von Gewalt und Missbrauch zu schützen.

Um das Siegel zu erlangen, müssen die Vereine unter anderem an einer Schulung teilnehmen, einen Kinderschutzbeauftragten benennen, ein entsprechendes Konzept sowie erweiterte Führungszeugnisse der Übungsleiter vorlegen. Alle zwei Jahre muss das Siegel erneuert werden.

„Es ist auch ein Signal an vermeintliche Täter. Zudem wollen wir Unsicherheiten nehmen und die Verein schulen, woran man eine Kindeswohlgefährdung erkennt“, machte Nicole Oetzmann deutlich. Die Netzwerkkoordinatorin für frühe Hilfen und Kinderschutz im Jugendamt des Kreises war maßgeblich an der Entwicklung des Siegels beteiligt. Genau wie KSB-Jugendkoordinator Martin Skowronek.

„Eltern vertrauen uns ihre Kinder an. Dieses Siegel bringt mehr Sicherheit für alle und ist keine Symbolpolitik, sondern absolute Notwendigkeit“, hob Nico Streng, Vorsitzender des VfL Rathenow, hervor. Der Verein ist einer von 158, die dem KSB angehören. Rund 10 000 Kinder und Jugendliche im Kreis sind in Vereinen aktiv. Das ist etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen im Havelland.

Von Christin Schmidt

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