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Rathenow Keine Anzeichen für Kindeswohlgefährdung im Regenbogenhaus
Lokales Havelland Rathenow Keine Anzeichen für Kindeswohlgefährdung im Regenbogenhaus
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10:50 21.12.2019
In einem TV-Beitrag werden gegen die Einrichtungen Regenbogenhaus und Knolle Bolle Haus schwere Vorwürfe erhoben. Bisher haben sich diese nicht bestätigt. Quelle: Christin Schmidt
Kriele

Nach den Vorwürfen in der ZDF-Sendung „Frontal 21“ zu der Arbeit im Kinder- und Jugendheim „Regenbogenhaus“ in Kriele war die Aufregung groß. Indes sieht es so aus, als ob es keine Anzeichen dafür gibt, dass Kinder misshandelt wurden oder das Kindeswohl im Regenbogenhaus gefährdet ist.

Viele Gespräche

Das Jugendamt des Landkreises hat inzwischen Gespräche mit der Mehrzahl der Kinder und Erzieher sowie den Einrichtungsträgern selbst geführt. Das berichtet Norman Giese, Sprecher der Kreisverwaltung Havelland. „Außerdem wurden Gespräche mit einem Teil der Schulen, die Kinder aus der Einrichtung betreuen, geführt.“

Mit anderen Schulen seien Termine für die Gespräche festgelegt worden. „Außerdem haben wir Gespräche mit einigen Eltern geführt“, so Giese. Die Betriebsaufsichtsbehörde, das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, war ebenfalls vor Ort zu einer Prüfung.

Kinder fühlen sich wohl

Ein abschließendes Urteil zu dem Fall will die Kreisverwaltung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeben. Aber Giese erklärt: „Eine akute Kindeswohlgefährdung liegt nicht vor. Die befragten Kinder fühlen sich wohl in der Einrichtung.“

Im Jugendhilfeausschuss des Kreistages, der am 15. Januar wieder tagt, sei eine ausführliche Berichterstattung nach Abschluss aller Überprüfungen vorgesehen.

Keine Zeugen

Bei der Kreisverwaltung haben sich unterdessen keine Zeugen gemeldet, welche die im TV-Beitrag erhobenen Vorwürfe wiederholt oder bestätigt haben. Im Übrigen hat die Kreisverwaltung das Redaktionsteam des TV-Beitrages mehrfach aufgefordert, die konkreten Vorfälle - möglichst auch unter Angabe der Zeugen - zu benennen.

Wie Giese sagt, habe man die Vorwürfe konkret überprüfen wollen, um gegebenenfalls gegensteuern zu können. „Hierauf gab es jedoch leider keine Antwort“, so der Kreissprecher.

Anfrage beim ZDF

Der Leiter des Regenbogenhauses, Johannes Knickenberg, hatte bereits vorher in einem TV-Interview mit „Brandenburg Aktuell“ deutlich gemacht, an den Vorwürfen sei nichts dran. Aus seiner Sicht handele es sich bei dem „ Zeugen“, der in dem ZDF-Beitrag zu Wort kommt, um eine Person, die aus persönlichen Gründen einen Rachefeldzug gegen das Heim und das Umfeld führe.

Im Regenbogenhaus werden Kinder betreut, die aus oft schwierigen Verhältnissen kommen und die hier wieder zu einem normalen Leben zurückfinden sollen.

Von Joachim Wilisch

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