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Rathenow „Klassik populär“ in neuen Händen
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17:01 03.02.2020
Im Blauen Saal des Kulturzentrums spielten Urs-Michael Theus (Klavier), Konzertmeisterin Alexandra Paladi (Violine) und Peter Zimmermann (Bass). Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

Am Sonntagnachmittag startete ein Ensemble des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde unter dem Motto „Klassische Evergreens“ die Fortführung der populären Reihe „Klassik populär“ im Kulturzentrum.

Pianist Urs-Michael Theus, Musikalischer Leiter und Chefdirigent des Orchesters, wurde durch Konzertmeisterin Alexandra Paladi (Violine) und Peter Zimmermann (Kontrabass) begleitet. „Sie können uns glauben, dass wir ziemlich aufgeregt sind und in große Füße treten“, begrüßte Urs-Michael Theus die rund 160 Zuhörer im Blauen Saal.

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Urs-Michael Theus, Leiter des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde, moderierte das Konzert unterhaltsam. Quelle: Uwe Hoffmann

Dann begann das 75-minütige Konzert mit einem klassischen Werk eines brandenburgischen Komponisten. „Der preußische König Friedrich II. war nicht nur sehr kunstaffin. Er spielte selbst Querflöte sowie auch Cello und komponierte selbst. Übrigens haben wir ihm mit seinem Amtsantritt den Bau der Oper Unter den Linden zu verdanken, die Ende 1742 eröffnet wurde“, moderierte Theus den 1. Satz aus Friedrich II. Sinfonie in G-Dur an.

Es folgte eine Zusammenstellung populärer Stücke Joseph Haydns und das Menuett aus Bochorinis Streichquartett – als Referenz an den Cellisten Scheitzbach, den Begründer der Reihe. „Bochorini war übrigens für ein Jahresgehalt von 1.000 Talern als Kammerkomponist in Diensten Friedrichs II. Als der preußische König starb, musste sich Bocchorini einen neuen Mäzen suchen“, wusste Theus zu erzählen. „Übrigens wurde dieses Menuett in einem englischen Gangsterfilm verwendet, in dem die Gentleman-Gangster sich in einem Hotel als Streicher-Quartett getarnt einmieteten.“

Konzertmeisterin Alexandra Paladi spielte die Violine. Quelle: Uwe Hoffmann

„In unserer Reihe wollen wir den Begriff der Klassik nicht nur auf die Stilepoche der Klassik beschränken“, moderierte Theus mit einem Ausflug in die Oper ein Stück des Komponisten Jules Massenet an. „Der Elefant“ auf dem Kontrabass aus Camille-Saint Saéns „Karneval der Tiere“, Antonin Dvoraks Walzer für Klavier als Beispiel für die Romantik und Pietro Mascaagnis „Fantasie“ aus dessen „Sizilianische Bauernehe“ folgten. Auch aus dieser Oper findet sich ein Stück in dem bekannten Kino-Dreiteiler „Der Pate“ wider. Nach viel Applaus spielte das Trio noch Pablo de Sarates leidenschaftliche „Andalusische Romanze“ als Zugabe.

Die drei Musiker bekamen viel Beifall. Quelle: Uwe Hoffmann

„Wir haben die Reihe 'Klassik populär' in den letzten 18 Jahren immer gern besucht. Hans-Joachim Scheitzbach hat uns klassische Stücke mit seiner humorvollen Art und mancher Anekdote immer wieder nah gebracht und uns so in einer besonderen Weise die große Welt der Klassik zugänglich gemacht“, erzählte die Rathenowerin Karin Grähn, eine von vielen Stammzuhörern, die nach dem ersten Konzert der neuen Reihe ebenso begeistert waren. „Auch Urs-Michael Theus hat eine frisch-fröhliche Art der Moderation und manch Anekdote zu den Stücken gefunden. Es war ein tolles Konzert.“ – „Das Konzert jedes Vierteljahr gehörte einfach dazu“, ergänzte Ehemann Siegfried Grähn. „Wir werden auch weiter zu den Konzerten der Reihe kommen.“ Andere Gäste gratulierten den Musikern zur gelungenen Premiere.

Von Uwe Hoffmann

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