Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Klingende Kirche – Geld für ein Musikprojekt
Lokales Havelland Rathenow Klingende Kirche – Geld für ein Musikprojekt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:20 30.10.2019
Katechetin Silke Schmidt, Pfarrerin Katrin Brandt, Kirchenmusikerin Petra Nußbaum, Klaus-Martin Bresgott von der EKD und Bürgermeister Ronald Seeger pflanzten einen Baum auf dem Göttliner Dorfanger. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Musik verbindet. Sie kann Beziehungen herstellen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, sie trifft ins Herz, wenn der Verstand noch abwägt, sie spendet Freude, auch in schweren Zeiten. Nicht von ungefähr heißt es im Volksmund „Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“

All diese Eigenschaften spielen eine Rolle bei der Jugendarbeit der Evangelischen Hoffnungskirchengemeinde im Elb-Havel-Winkel. „Seit Jahren laden wir Kinder und Jugendliche ein, miteinander zu musizieren“, erzählt Pfarrerin Katrin Brandt. Drei Mal im Jahr kämen bis zu 30 junge Leute für zwei bis drei Tage zusammen, um neue Stücke zu proben. Beim nächsten Treffen werde etwas für das Weihnachtsfest einstudiert.

Musizieren in Gemeinschaft

Bei den Zusammenkünften geht es nicht so sehr um musikalische Perfektion. Im Mittelpunkt steht das Gemeinschaftserlebnis. In Zeiten, in denen exzessiver Medienkonsum zu Vereinzelung und Inaktivität verleiten, kann ein solches Angebot nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Das sieht auch die EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) so. Und deshalb hat sie sich entschlossen, die schon vorhandene Initiative im Elb-Havel-Winkel zu verstärken. Im Rahmen des Programms „Land:Gut 2019“ wird die Gemeinde – als eine von 15 Initiativen bundesweit – gefördert. 8000 Euro gibt es für das Projekt, dem Katrin Brandt und ihre Mitstreiter den Titel „Weitwinkel – klingende Kirche im Elb-Havel-Winkel“ gegeben haben.

Besuch aus Berlin

Am Dienstag war Klaus-Martin Bresgott aus Berlin nach Göttlin gekommen, um den Start des Projektes zu verkünden. Bresgott ist Mitarbeiter im Kulturbüro des Rates der EKD und hat das Programm „Land:Gut 2019“ ins Leben gerufen.

„Uns geht es darum, das gemeinschaftliche Leben auf dem Land zu fördern und Initiativen zu unterstützen, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben“, sagte er beim Ortstermin vor der Kirche. Die Förderung ziele darauf ab, vorhandene Energien zu stärken. Denn dann könne man sicher sein, dass das Geld gut angelegt sei und langfristig wirke.

Weil diese Kriterien zutreffen, wurde das Projekt der Evangelischen Hoffnungskirchengemeinde als förderwürdig betrachtet. Dort werden schon Pläne geschmiedet. „Mit dem Geld wollen wir unsere bisherige Arbeit intensivieren“, sagt Katrin Brandt.

Am Büro der Kirchengemeinde wurde eine Projektplakette angebracht. Quelle: Markus Kniebeler

Eine konkrete Idee gibt es auch schon. Mit Unterstützung der Katechetin Silke Schmitt und der Kirchenmusikerin Petra Nußbaum soll im kommenden Jahr mit den Kindern und Jugendlichen ein komplettes Musical einstudiert werden. Das Thema steht noch nicht fest. Aber klar ist, dass die jungen Leute von der Planung bis zur Aufführung alles selbstständig erarbeiten sollen.

Richtig los wird es im kommenden Jahr gehen. Am Dienstag brachten Klaus-Martin Bresgott und die Mitstreiter aus der Kirchengemeinde eine goldene Projekt-Plakette am Gemeindebüro an. Und pflanzten einen Baum auf dem Göttliner Dorfanger. Damit jeder sieht, dass hier etwas heranwächst.

Von Markus Kniebeler

Seit Anfang Oktober wird die L 96 zwischen Steckelsdorf und Schollene saniert. Bis Weihnachten soll alles fertig sein. Bis dahin müssen Verkehrsteilnehmer einen großen Umweg in Kauf nehmen. Mit einer Ausnahme.

29.10.2019

Der Kleintierzuchtverein Rathenow West ist mit einer vereinsoffenen Kleintierschau in die Ausstellungssaison 2019/2020 gestartet. 28 Aussteller zeigten am Wochenende in Großwudicke insgesamt 240 Tiere.

28.10.2019

In wenigen Tagen erscheint ein Buch über Rathenow als „Stadt der Optik“. Es hat 248 Seiten, enthält fast 270 Fotos und dürfte ein Standardwerk werden, das Fachleuten und Laien gefallen wird.

28.10.2019