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Rathenow Kneipennacht: Live-Musik und Partystimmung
Lokales Havelland Rathenow Kneipennacht: Live-Musik und Partystimmung
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16:15 11.08.2019
Vorm „American Monster“ tanzten Rockabilly-Fans zur passenden Musik – live und aus der Konserve. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Zur fünften Rathenower Kneipennacht, unter neuer Regie Rathenower Gastronomen, luden erneut sieben Locations zum Musik hören, Tanzen und Feiern ein. Ab 20 Uhr starteten am Samstag in Bars und Restaurants der Stadt die ersten Live-Acts.

Zum dritten Mal beteiligte sich der Optikpark an der Kneipennacht. Vor stimmungsvoll aufgestellten Fackeln unterhielt Jens Berse am „Speichercafé“ die Gäste, die seine Musik auch im Strandkorb genießen konnten. Berses abwechslungsreiches Repertoire reicht von Pop- und Rockklassikern, über Songs mit deutschen Texten von Udo Lindenbergs bis zu der britischen Kultband The Cure.

An sieben verschiedenen Orten konnten die Besucher der Rathenower Kneipennacht am Samstagabend Live-Musik erleben. Es war für jeden Geschmack etwas dabei.

Der in Hohennauen wohnende Musiker ist schon ein langjähriger Bekannter für Kneipennachtbesucher. „In der Kindheit fing ich an Keyboard zu erlernen. Gitarre und Schlagzeug folgten“, erzählt der gebürtige Rathenower.

Ein kurzes Intermezzo gab der Musiker bei den „Electrics“ und vor vielen Jahren auch im Rathenower Schalmeienzug Rathenower Optis. „Er singt die Songs, nur zur Gitarre, aber kann einen ganzen Saal damit bestens unterhalten“, schwärmte Mirko, einer der Zuhörer. „Auf dem Geburtstag meines Vaters hat er ein Repertoire von 40 verschiedenen Titel gespielt.“

Rockabilly am „American Monster“

Ihre festen Fans haben auch jedes Jahr die Bands am „American Monster“. Hier trifft sich, zu Live-Musik der 50s, die Rockabilly-Szene aus Rathenow und der weiteren Region wie aus Potsdam, Werder/Havel und Berlin. „Ich bin bereits seit 1982 in der Rockabilly-Szene. 1983 habe ich mein erstes Konzert dieser Musik, das der 'Stray Cats' besucht“, erzählt der Rathenower Tex, der mit seiner Freundin Ella da war, die im Jahr 2000 in die Rockabilly-Szene kam.

„Wir gehen gar nicht so häufig weg, zirka ein, zwei Mal im Monat. Aber in Berlin kann man jedes Wochenende in verschiedenen Clubs Live-Bands hören, die die Musik der 50/60er Jahre spielen. Die Rock’n’Roll-Bands zur Kneipennacht sind immer ein Pflichttermin für uns.“ In diesem Jahr spielten „Red Baron feat. by Hannes & The Vinyl Freaks“ am „American Monster“.

In der „PurPur“-Bar spielten „T.A.F.S. feat. Fred Zahl“ klassischen Rock. Quelle: Uwe Hoffmann

Im „Irish Pub Waldschloss“ unterhielt „Trubadur Henk“ die Gäste mit Irish Folk. In der „PurPur“-Bar spielten T.A.F.S. feat. Fred Zahl“ Rock-Klassiker. Am Schwedendamm trat die Potsdamer Partyband „Vier und Ich“ mit dem Rathenower Daniel Perlick an der Gitarre auf.

Ruhige Anfangsphase

In den ersten Stunden der Kneipennacht waren, im Vergleich zu den Vorjahren, noch nicht so viele feiernde Gäste unterwegs. Auch am Schwedendamm hatten die Gäste bis 23 Uhr ausreichend Platz zum Tanzen vor der Bühne. Am Platz vor der Hauptpost legte wieder DJ Patrick, in diesem Jahr gemeinsam mit DJs Sven und Dennis, auf. Hier trafen sich den Abend über wohl die meisten Gäste, die zur Musik tanzten.

Am Platz vor der Hauptpost legten die DJs Patrick, Sven und Dennis auf. Quelle: Uwe Hoffmann

Die von Bar zu Restaurant tingelnden Gäste zogen, wie auch im Optikpark, immer wieder auch den Vergleich zur im Jahr 2002 erstmals von Feres al Hakim organisierten Rathenower Musik- und Kneipennacht.

Aftershowparty in der Musikbrauerei

2015 zog sich al-Hakim mit seinem „Studio B“ zurück. Andere langjährig beteiligte Restaurants folgten ihm. Von über zehn Locations mit Live-Musik blieben so sechs Veranstaltungsorte und die „Musikbrauerei“ mit der Aftershowparty ab Mitternacht übrig.

„Durch das geschlossene Harlekin ist es in diesem Jahr noch eine Location weniger als im letzten Jahr. Und es sind auch weniger Menschen unterwegs“, bedauert ein Rathenower Kneipennachtbesucher. „Man könnte mehr draus machen. Die ehemaligen Musik- und Kneipennächte zogen mehr Menschen in die Innenstadt und in die Lokale. Schade!“

Von Uwe Hoffmann

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