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Rathenow Bauhof-Mitarbeiter retten alte Kastanie
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18:24 27.03.2019
Über diese Frühblüher an der Milower Landstraße freut sich Manfred Giese besonders. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Rathenow

 Vor fünf Wochen wählte Lothar Krümmling die Nummer des Lesertelefons und bat darum, die Löcher des Sandwegs zum Wassersportverein Kanu 1922 mit Schotter aufzufüllen.

Stadtsprecher Jörg Zietemann versprach daraufhin, dass der Weg noch im März geglättet und die Löcher gefüllt werden. „Passiert ist aber noch nichts“, beschwer sich Krümmling.

Wie Jörg Zietemann auf erneute Anfrage der MAZ mitteilt, hat die Stadt diese Aufgabe nicht vergessen. „Wir reparieren derzeit so viele Wege und kümmern uns auch noch um diesen“, so der Stadtsprecher.

Hundetoilette in Rathenow West verschwunden

In Rathenow West stand am Baumschulenweg / Ecke Clara-Zetkin-Straße bis vor einigen Monaten eine Hundetoilette. „Dann fuhr jemand den Behälter um, bald darauf verschwand er“, berichtet Inge Martens.

Sie bittet darum, dass der Behälter, der von den Hundebesitzern gern genutzt wurde, wieder aufgestellt wird. Genau das hat die Stadt auch vor, versichert der Stadtsprecher. Das Problem war der Verwaltung bereits bekannt und die nötigen Schritte sind bereits eingeleitet.

Und noch einen Hinweis hat Inge Martens: „Am Fußweg, der von der Friedensbrücke runter zum Baumschulenweg führt, liegt wieder jede Menge Müll. Plastikschüsseln, alte Farbeimer und dergleichen“, berichtet Inge Martens.

Stadt will „Müllsünder“ bestrafen

Sie hat einen Vorschlag, um das Müllproblem in den Griff zu bekommen: „Vielleicht könnte die Stadt eine Kooperation mit der Grundschule eingehen und die Kinder motivieren, für eine saubere Umwelt zu sorgen“. Auch die Anwohner müssten dafür sensibilisiert werden, so die Frau.

Eine Kooperation ist aber nicht im Sinne der Stadt. „Wir wollen nicht die Kinder verdonnern, den Müll anderer aufzuheben. Wir werden das selbst wegräumen“, verspricht Zietemann.

Und er hat noch einen Tipp: „Wir nehmen Hinweise auf Müllsünder jederzeit entgegen, denn das ist kein Kavaliersdelikt! Wir zeigen diese Taten an, so dass die Übeltäter ihre gerechte Straße bekommen.“

Lob für die Straßenmeisterei

Das Lesertelefon ist natürlich nicht nur zum Meckern da. Manfred Giese rief an, um die fleißigen Gärtner zu loben, die den Mittelstreifen in der Milower Landstraße mit Krokussen und Osterglocken bepflanzt haben.

„Das ist ganz wunderbar, eine wahre Pracht“, berichtet der Mann begeistert. Über das Lob freuen sich die Mitarbeiter des Landesbetriebs für Straßenwesen in Rathenow. Sie hatten letzten Herbst nach Arbeiten an der Mittelinsel, neues Gras angesät.

Weil das nicht gut gewachsen ist, brachten sie die Blumenzwiebeln in die Erde. So bald diese verblüht sind, soll neues Gras nachgesät werden, so Karsten Ziehm, Leiter der Straßenmeisterei.

Mitarbeiter des Bauhofs retten alte Kastanie

Ein weiteres Lob kommt von Hans-Jürgen Wodtke. Er berichtet von einer uralten Kastanie im Ortsteil Wilhelminenhof. Diese wurde im Januar bei einem Sturm so stark beschädigt, dass die Anwohner fürchteten, das Wahrzeichen ihrer Siedlung zu verlieren.

Ein Team der Stadt sah sich den Baum an, entfernte einzelne Äste und rettete den Baum vorerst“, freut sich Hans-Jürgen Wodtke. Damit nicht genug.

Die Mitarbeiter des Bauhofs kümmerten sich auch um den Zufahrtsweg zum Wilhelminenhof und besserten ihn mit Recyclingmaterial aus. „Dafür sind wir sehr dankbar. Das haben sie wirklich gut gemacht“, lobt Wodtke.

Von Christin Schmidt

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