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Rathenow Mehr Spenden für die Kirche als je zuvor
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17:40 23.06.2019
Gut besucht war die Jahresversammlung des Fördervereins zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Rund 60 Mitglieder des Förderkreises zum Wiederaufbau Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow trafen sich am Samstagvormittag in der Kirche zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Die weiteste Anreise hatten Mitglieder aus Wolfsburg und Hannover.

„Manch einer dachte, er wird die langwierige Fertigstellung des Wiederaufbaus nicht mehr erleben“, bemerkte Thomas Weisner in seiner Andacht und fügte optimistisch hinzu: „Mit der Zusage der hohen Fördermittelsumme im letzten Jahr werden wir es doch noch schaffen.“

Anfang November 2018 beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestags die weitere Sanierung von Sankt-Marien-Andreas mit 3,75 Millionen Euro zu fördern.

Bundesmittel in Höhe von 3,75 Millionen Euro

Entsprechend der 2015 erstellten Innenraumkonzeption sollen die Kreuzgewölbe im Chorraum, die Orgel, die Emporen, Heizung und Fußboden im Kirchenschiff saniert beziehungsweise neu errichtet werden.

Durch den nicht unumstrittenen Neubau eines Gemeindezentrums neben der Kirche für 1,2 Millionen Euro entfällt der Neubau der barocken Kanzel zunächst.

„Am 12. Juli findet die zweite Beratungsrunde in der Landesregierung zur Haushaltsplanung der entsprechenden hälftigen Kofinanzierung der Bundesmittel in Höhe von nochmals 3,75 Millionen Euro statt“, so der Förderkreisvorsitzende Dr. Heinz-Walter Knackmuß in seinem Jahresbericht 2018. Danach könne der weitere, abschließende Wiederaufbau beginnen.

Der Vorsitzende des Fördervereins zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche Dr. Heinz-Walter Knackmuß. Quelle: Uwe Hoffmann

„Mit insgesamt 108.754 Euro haben wir 2018 so hohe Einnahmen wie bisher in keinem Jahr“, so Schatzmeister Wolfgang Krüger in seiner Jahresbilanz. Mit 90.909 Euro kamen rund 57.000 Euro Spenden mehr als im Vorjahr zusammen. Neben einer Erbschaft in Höhe von 33.290 Euro betrug die höchste Einzelspende 20.000 Euro.

Mit der Wahl als Stadtverordneter hat Heinz-Walter Knackmuß eine weitere Aufgabe übernommen. „Der Förderverein hat die kleine Sorge, dass unser Vorsitzender nicht alles bewältigen kann“, so Moderator Peter Kurth.

Die Öffentlichkeitsarbeit durch den Verein sei durchaus verbesserungswürdig, stellte der Schatzmeister bezüglich der zeitaufwendigen Arbeit zur Umstellung der Homepage durch Knackmuß fest.

Der Chef der Staatskanzlei, Martin Gorholt (SPD), während der Jahresversammlung des Fördervereins zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Quelle: Uwe Hoffmann

„Dass wir die Kirche in der Woche nicht offen halten können verprellt viele Besucher und schadet dem Ansehen der Stadt“, sprach Krüger ein weiteres Problem an.

„Wie schnell geht zerstören – wie lange dauert das Aufbauen“, so Landtagsvizepräsident Dieter Dombrowski in seinem Grußwort.

Dieter Dombrowski (CDU) sprach ein Grußwort zur Jahresversammlung des Fördervereins zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Quelle: Uwe Hoffmann

„Das Motto des gerade stattfindenden 37. Evangelischen Deutschen Kirchentags 'Was für ein Vertrauen' trifft auch für einen mehrere Jahrzehnte dauernden Wiederaufbau eines Gotteshauses wie diesem zu“, so Martin Gorholt, Chef der Staatskanzlei, in seinem Grußwort.

Dem 1996 gegründeten Förderkreis gehören derzeit 261 Mitglieder an. Elf mehr als im Vorjahr.

Von Uwe Hoffmann

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