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Rathenow Mikroskop Technik für Zukunftspreis nominiert
Lokales Havelland Rathenow Mikroskop Technik für Zukunftspreis nominiert
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17:00 11.10.2019
Über das neue Firmennetz wissen bei Askania alle Beschäftigten über die Abläufe Bescheid. Im Lager ist für Harald Kienscherf die Suche nur kurz. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Wenn der wichtigste Wirtschaftspreis des Landes im November das nächste Mal vergeben wird, dann hat Askania Mikroskop Technik Rathenow gute Chancen, unter den ausgezeichneten Unternehmen zu sein. 75 Firmen hatten sich in diesem Jahr um den „Zukunftspreis Brandenburg“ beworben und eine Jury hat zwölf von ihnen in die Endauswahl genommen. Sieben Preise werden vergeben.

Digitalisierung“ ist das Zauberwort der modernen Gegenwart. Und mit der Digitalisierung seiner Firma will es Askania-Geschäftsführer Tilo Happich unter die Preisträger schaffen. Das Besondere hier: Seit Beginn dieses Jahres wird der ganze Betrieb mit all seinen Prozessen und Produkten durch eine einzige Unternehmenssoftware abgebildet. „Wir haben alles aus einem Guss gekauft“, teilt Tilo Happich mit, „und die Software selbst eingerichtet.“

Die alte, zweidimensionale Konstruktion ist durch einen neuen 3D-Konstruktionsarbeitsplatz ersetzt worden, an dem Martin Lange tätig ist. Quelle: Bernd Geske

Wie es vorher war, soll nur kurz umrissen werden: Veraltete 2D-Konstruktion, ein Programm für den Vertrieb, ein anderes für die Preiskalkulation. „Wir haben enorm viel Papier verbraucht“, berichtet der Chef, „und wir hatten sehr viele Medienbrüche.“ Vieles habe nicht zusammen gepasst.

Heute sei vom Telefonverzeichnis bis zum Jahresabschluss und Zahlungsverkehr alles in dem einen System zu finden, erklärt Tilo Happich. Und jeder habe auf alles Zugriff. „Über alle Bereiche hinweg haben wir rund 30 Prozent Effizienzgewinne“, berichtet er, „die Zeitersparnis ist groß.“ Die Abläufe seien zudem deutlich weniger fehleranfällig.

Tilo Happich, Geschäftsführer von Askania Mikroskop Technik Rathenow. Quelle: Bernd Geske

Ein Baustein dieser Digitalisierung ist die Umstellung auf eine neue 3D-Konstruktionssoftware gewesen. Diese kann jetzt Dateiformate ausgeben, die von modernen Maschinen umstandslos gelesen werden können. Ganz neu angeschafft hat Askania vor kurzem außerdem einen 3D-Drucker. Der erschließt eine weitere Möglichkeit, um Prototypen aus Kunststoff anzufertigen. „Man kann alles drucken“, sagt Tilo Happich, „Gehäuse, Knöpfe und so weiter.“

Nicht zuletzt hat das Unternehmen noch einen neuen Laser gekauft, der vielseitig verwendbar ist. Er schneidet, graviert und kann Oberflächen behandeln.

Mikroskop Technik Rathenow baut auch eigene Software-Entwicklungskompetenzen auf. Dann kann das Unternehmen seine selbst produzierten Mikroskope mit einer für die Kunden maßgeschneiderten Software anbieten.

Das ganze Unternehmen ist zudem in den letzten zwölf Monaten komplett auf LED-Beleuchtung umgestellt worden. Für das Lager wurde in diesem Zuge ein neues Beleuchtungskonzept umgesetzt. Nicht zuletzt wurde ein spezieller Server gekauft, mit dem zwei Home-Office-Arbeitsplätze eingerichtet worden sind.

Firma soll bekannter werden

Nach dem Lesen all dieser Aktivitäten sollte klar sein, dass die Chancen von Askania auf einen Zukunftspreis nicht schlecht stehen sollten. Dem Chef geht es bei der Teilnahme an dem Wettbewerb vor allem darum, sein Unternehmen bekannter zu machen.

Bei aller Digitalisierung wird übrigens ein Bereich des Unternehmens ausgespart: die Montage, vom Chef auch gern Manufaktur genannt. Von Hand werden die Mikroskope zusammengebaut. „Hier wird es keine Fließbandarbeit geben“, stellt Tilo Happich fest. „Die Flexibilität soll erhalten bleiben.“

Von Bernd Geske

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