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Rathenow Nachbildung der Weltzeituhr noch nicht sicher
Lokales Havelland Rathenow Nachbildung der Weltzeituhr noch nicht sicher
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18:04 20.05.2019
Soll nur das Planetensystem der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz für Rathenow en miniature nachgebildet werden? Quelle: Gregor Fischer/dpa
Rathenow

Kann die Berliner Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz nun doch nicht als verkleinertes Format in Rathenow aufgestellt werden? Rolf Merkel ist fest davon überzeugt, dass es eine Miniatur-Weltzeituhr in Rathenow nicht geben wird. Merkel ist Mitglied im Verein zur Förderung, Pflege und Erhaltung der Optischen Traditionen in Rathenow.

Der Prüfauftrag

Zur Erinnerung: in der letzten Sitzung der Rathenower Stadtverordneten in dieser Wahlperiode hatte Horst Schwenzer für die FDP einen Antrag eingebracht, mit dem die Stadtverwaltung den Auftrag bekommt zu prüfen, inwieweit eine Nachbildung der Weltzeituhr in der Kreisstadt aufgestellt werden kann.

Erich John (rechts) mit Hans-Joachim Kunsch. Quelle: Uwe Hoffmann

Hintergrund ist, dass die Weltzeituhr seinerzeit von Erich John in Rathenow entwickelt und gebaut wurde. Horst Schwenzer ist deshalb der Überzeugung, dass es ein schöner Touristenmagnet wäre, wenn es in Rathenow eine kleine Weltzeituhr gäbe. Zudem würde an die technische Leistung von Erich John erinnert.

Der Widerspruch

Schwenzer hatte in der Stadtverordnetensitzung erklärt, John habe die Uhr bereits in ein verkleinertes Format heruntergerechnet. Schwenzer weiter vor den Stadtverordneten: „Da ist gar nicht so leicht.“ Rolf Merkel widerspricht: „Von einer kompletten Nachbildung der Weltzeituhr war nie die Rede und es kann sie auch aus rechtlichen Gründen nicht geben.“

Besprechung im Jahr 2012

Vielmehr habe Erich John, so Merkel weiter, den verkleinerten Nachbau des auf der Weltzeituhr befindlichen Planetensystems einschließlich Rohrgestell, Träger, Antrieb und Beleuchtung der Planeten gestattet. Das war bei einer Beratung am 3. Juni 2012 in der Pension „Zur Stadtmauer“.

Rolf Merkel Quelle: B. Geske

An diesem Treffen habe auch Hans-Joachim Kunsch aus Rathenow teilgenommen, der ebenfalls an der Herstellung des Weltzeituhr-Originals beteiligt war. „Am 6. Juni 2012 habe ich die Ergebnisse der Beratung der Stadtverwaltung übergeben“, erinnert sich Merkel. Zu den Ergebnissen kam im August 2012 noch mehrere Skizzen von Erich John hinzu. Bereits damals, so Merkel, habe man sich Gedanken gemacht, wer als Sponsor bei dem Projekt helfen könne.

Keine Reaktion

Allerdings habe es zu den Aufzeichnungen und Skizzen keine Reaktion aus dem Rathenower Rathaus gegeben, so Merkel. Horst Schwenzer findet es traurig, dass eine Idee, die von den Stadtverordneten in der vergangenen Woche einstimmig auf den Weg gebracht wurde, im Nachhinein zerredet wird. „Wir haben doch erst einmal einen Prüfauftrag erteilt, mit dem wir erfahren wollen, ob das überhaupt geht.“

Vielleicht verhört

Es könne durchaus sein, so Schwenzer, dass er bei einem Gespräch mit Personen, die am Bau der Uhr beteiligt waren, etwas falsch verstanden habe und Erich John die Nachbildung noch nicht errechnet habe. Vielleicht sei nur von der Rechnung zu dem Planetensystem die Rede gewesen.

Erich John (links) an der Weltzeituhr. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Letztlich, so Schwenzer, gehe es aber um die Ankurbelung von Tourismus in Rathenow. Er verstehe nicht, warum Rolf Merkel so reagiere, denn bei der Debatte in der Stadtverordnetensitzung seien die vielfachen Verdienste von Rolf Merkel zum Thema Optik ausdrücklich und mehrfach gewürdigt worden.

Auf dem Weg

Wichtig, so Schwenzer, sei, dass der Antrag auf den Weg gebracht wurde.

Von Joachim Wilisch

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