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Rathenow Schüler packen Geschenke für bedürftige Kinder ein
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09:39 06.11.2019
Die großen Bürgelschüler haben mit den kleinen Schollschülern gemeinsam Päckchen gepackt. Quelle: Bernd Geske
Rathenow

Das große Päckchenpacken war am Montag im Speisesaal der Grundschule Geschwister Scholl in Rathenow angesagt. Die Klasse 3c der Schollschule und die Klasse 10c der Gesamtschule Bruno H. Bürgel haben gemeinsam kleine Geschenkpakete für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gepackt.

Der Berliner Verein „Die barmherzigen Samariter“ ist seit vielen Jahren der Träger dieser Initiative. Überall in der Bundesrepublik werden in diesen Tagen Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder in aller Welt gepackt.

Schön einwickeln musste sein. Quelle: Bernd Geske

„Das ist ein schönes soziales Projekt in der Vorweihnachtszeit“, sagt Angelina Hoffmann, die Klassenlehrerin der 3c. „So können die Kinder gemeinsam etwas Gutes tun.“ Sie, in Rathenow geboren, war zusammen mit ihrem Ehemann Martin Hoffmann, der aus dem Spreewald stammt, vor vier Jahren nach beruflicher Tätigkeit in Berlin wieder in ihre Heimatstadt zurück gekehrt. In der Kita ihres Sohnes in der Hauptstadt hatten die Familie die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ kennen gelernt.

Angelina Hoffmann sprach auf einer Elternversammlung ihrer Klasse über das geplante Vorhaben und gab Flyer der „Samariter“ mit Informationen aus. Die Zustimmung der Eltern war groß. Die Lehrerin hatte den Plan, dass ihre Kinder durchaus selbst die Päckchen packen sollen, doch schienen sie für diese Aufgabe noch etwas klein. Wer würde helfen können? Denn schon das Packen sollte ein gemeinsames Erlebnis sein.

Angelina und Martin Hoffmann, die Klassenlehrer der 3c und 10c. Quelle: Bernd Geske

Da traf es sich gut, dass ihr Ehemann der Klassenlehrer von der Klasse 10c der Bürgelschule ist. Beide Schulen sind schon seit vielen Jahren durch einen Kooperationsvertrag verbunden. „Meine Klasse ist eine sehr soziale Klasse“, teilt Martin Hoffmann mit. Als er das Projekt mit der Klasse 3c vorstellte, habe er schnell Zustimmung bekommen.

Der Titel „Weihnachten im Schuhkarton“ gibt ganz klar vor, wie die Größe der Päckchen sein soll: Klein und fein, keine riesigen Pakete. Das Format Schuhkarton erleichtert zudem das Stapeln für den Transport. Etwas Spielzeug soll hinein, war der Wunsch der Organisatoren. Kosmetik oder Hygieneartikel. Süßigkeiten sollten auch dabei sein und vielleicht etwas Kleidung.

Man sieht: Das Einpacken hat Spaß gemacht. Quelle: Bernd Geske

Damit die Eltern und Kinder ihre Geschenke etwas zielgerichteter aussuchen können, stellt der Verein „Die barmherzigen Samariter“ Aufkleber zur Verfügung. Gepackt werden soll für Mädchen oder Jungs in den drei Altersbereichen zwei bis vier, fünf bis neun und zehn bis 14 Jahre. Wer wollte, durfte eine oder zwei Grußkarten hinlegen. Eine auf Englisch, in der allgemeinen Verständigungssprache, oder auf Deutsch, das in Osteuropa viele Kinder lernen.

Päckchen packen und schön einwickeln, dazu Weihnachtskarten schreiben. Damit wären die Kleinen von der 3c wohl überfordert gewesen. Doch mit Hilfe der Großen von der 10c ging alles gut von der Hand. Manche Kinder sollen ja zum ersten Mal erlebt haben, wie man ein Geschenkpäckchen packt.

Angelina und Martin Hoffmann werden mit ihrem Auto nun bald die 41 Päckchen, die es geworden sind, zu einer Annahmestelle der „Samariter“ bringen. Die nächsten sind in Brandenburg an der Havel oder Schönhausen an der Elbe. Bis zum 15. November müssen alle Päckchen abgegeben sein. Dann verteilt sie der Trägerverein auf die Länder der Welt. In letzter Zeit soll aus der hiesigen Region viel nach Osteuropa und Afrika gegangen sein.

Abschlussfoto am Ende der großen Packaktion. Quelle: privat

Unter der Postleitzahl 14712 für Rathenow kann dann später auf der Internetseite des Vereins nachgeschaut werden, wo die Päckchen gelandet sind. Es war übrigens für die Kinder auch möglich, ihre Adresse mit hinein zu legen. Es kommen auch Dankesbriefe zurück und manchmal sind schon Brieffreundschaften entstanden.

Die Hoffmanns waren mit den Ergebnissen ihrer ersten Aktion sehr zufrieden. Das hat sie ermutigt, an ihrem Plan festzuhalten und im nächsten Jahr wieder bei „Weihnachten im Schuhkarton“ mitzumachen. So hoffen und wünschen, dass dann noch mehr Schulen, Kitas oder andere Interessierte mitmachen.

Von Bernd Geske

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