Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Parteien wollen Förderprogramm „offene Jugendarbeit“ behalten
Lokales Havelland Rathenow Parteien wollen Förderprogramm „offene Jugendarbeit“ behalten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 15.08.2019
Rund um den Märkischen Platz sollte der neue Streetworker in Rathenow unterwegs sein. Nun wird sie Stelle vorerst nicht besetzt. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Nachdem die Pläne der Kreisverwaltung, das Förderprogramm „Offene Jugendarbeit“ ab 2020 zu streichen, bekannt geworden sind, regt sich nun Protest dagegen. Kreissozialdezernent Wolfgang Gall hat den Bürgermeistern und Amtsdirektoren inzwischen schriftlich mitgeteilt, dass sie den Einschnitt bei ihren Haushaltsplanungen berücksichtigen sollen.

Besonders betroffen

Rathenow ist mit drei Stellen besonders betroffen. Im Jugendzentrum Oase wird eine Betreuerin mit Fördergeld des Kreises finanziert, ebenso im Freizeithaus Mühle. Außerdem wollte die Stadt eine weitere Streetworkerstelle mit dem Förderprogramm schaffen. Sie war bereits ausgeschrieben.

Erste Kritik

Das hatte Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger nun gestoppt. Die Reaktionen einiger Kreistagsfraktionen machen aber deutlich, dass die Pläne der Kreisverwaltung so nicht vom Kreistag bestätigt werden. „Das kreisliche Förderprogramm für offene Jugendarbeit ist sehr wichtig für die Verbesserung der Sozialstruktur und bleibt,“ ließ Dieter Dombrowski von der CDU-Kreistagsfraktion wissen. Auch der Vorsitzende der christdemokratischen Kreistagsfraktion, Michael Koch, will über die Sparpläne reden. „Ich denke, wir setzen ein falsches Signal“, sagt er. Zudem könne er sich nicht vorstellen, dass mit dem Geld, das in dem Programm zur Verfügung steht, wesentliche Einsparpotenziale frei werden.

Daniel Golze will das Förderprogramm erhalten. Quelle: Uwe Hoffmann

Daniel Golze (Die Linke) ist Kreistagsabgeordneter und Stadtverordneter in Rathenow. Auch er kündigte bereits an, sich in den Gremien des Kreistages mit aller Kraft gegen den Plan, das Förderprogramm zu streichen, einzusetzen. Unterstützung dürfte er dabei von Diana Golze – seiner Ehefrau – erhalten, die in Rathenow den Sozialausschuss der SVV leitet. In dem Zusammenhang hatte auch sie ihre Bedauern über die Entscheidung der Kreisverwaltung geäußert.

Schwierige Gespräche

Landrat Roger Lewandowski dürfte, wenn er an den Vorschlägen festhält, ein heißer Herbst bevorstehen. Denn er kann sich im Kreistag seit der Kommunalwahl im Mai nicht mehr auf die Mehrheit einer Zählgemeinschaft stützen. Da wird Lewandowski viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, wenn das Programm doch vom Netz genommen werden soll.

Wo wird noch gespart?

Nicht zuletzt erwarten alle Kreistagsfraktionen gespannt weitere Hinweise, ob auch noch andere freiwillige Leistungen des Kreises gekürzt werden.

Von Joachim Wilisch

Rocco Buchte ist für seine Arbeit im Naturschutz und als Projektleiter zur Renaturierung der Unteren Havel mit dem Naturschutzpreis des Landes Brandenburg geehrt worden. Bei der Preisvergabe wurden auch noch andere Vorlieben von Rocco Buchta erwähnt.

15.08.2019

Die Stadt Rathenow will die Erschließung des Gewerbegebietes an der B 188 vorantreiben, um die Chancen für die Vermarktung zu erhöhen. Im Wirtschaftsausschuss wurde der Plan einhellig begrüßt.

15.08.2019

Auch die Grünen wollen in der Debatte um die Geburtenstationen im Havelland ein Wörtchen mitreden. Sie positionieren sich mit einer Anfrage an den Kreis.

15.08.2019