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Rathenow Politische Parolen im Bahnhofstunnel
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16:32 26.11.2019
Graffiti im Bahnhofstunnel Rathenow. Quelle: privat
Rathenow

Graffiti-Schmierereien am Rathenower Bahnhof sind keine Seltenheit. Vor allem der weiß gekachelte Fußgängertunnel scheint eine große Anziehungskraft auf die illegalen Sprayer auszuüben. Die Palette der Graffiti reicht vom großflächigen Gekleckse bis zum Minifleck.

Die Botschaft, die seit Anfang der Woche an der Kopfseite des Bahnhoftunnels prangt, ist nicht zu übersehen. Offenbar wollten die Sprayer politische Botschaften verkünden.

„Free Kurdistan“ und „Free Palestine“ hat jemand in schwarzen Lettern auf die Wand gesprüht. Hinzu kommen Schriftzüge, die sich auf den ersten Blick nicht erschließen, aber möglicherweise Hinweise auf die Täter geben. „Wolf“ steht dort und „Azzak“. Dass der oder die Urheber politisch informiert sind, beweist die Tatsache, dass die Nationalflaggen Kurdistans und Palästinas in Farben und Formen korrekt an die Wand gesprüht wurden.

Bahn prüft den Fall

Ein Sprecher der Bahn sagte gestern auf MAZ-Anfrage, der Vorfall werde geprüft. Auf jeden Fall werde der Schriftzug in den kommenden Tagen entfernt. „Sind die Inhalte von Graffiti erkennbar verfassungsfeindlich oder grob ehrverletzend werden die Zeichnungen so schnell wie möglich beseitigt“, so der Sprecher weiter. Aber das könne erst nach einer Inaugenscheinnahme entschieden werden.

Bei allen anderen Verunreinigungen kann es schon mal ein paar Tage dauern, bis sie beseitigt werden. Seitdem sich im vergangenen Jahr die Klagen über den Zustand des Rathenower Bahnhofs – und insbesondere über den Fußgängertunnel häuften – findet drei Mal in der Woche eine Grobreinigung statt. Außerdem rücken die Reiniger drei Mal im Monat mit Reinigungsmaschinen, Schwämmen und Lösungsmitteln an. Dann werden auch die Schmierereien an den Wänden beseitigt.

In allen Fällen bringt die Deutsche Bahn mutwillige Beschädigungen zur Anzeige. Dazu zählen auch Graffiti. „Es handelt sich um Strafdelikte, die wir anzeigen, auch wenn uns der Urheber nicht bekannt ist“, so der Sprecher.

Von Markus Kniebeler

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