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Rathenow Nächtlicher Angriff auf Märkischem Platz: Polizei ermittelt weiter
Lokales Havelland Rathenow Nächtlicher Angriff auf Märkischem Platz: Polizei ermittelt weiter
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16:18 14.05.2019
Auf dem Märkischen Platz soll es am frühen Ostersonntag zu einer Gewalttat gekommen sein. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Die Polizei bestätigt weiterhin nicht, dass es auf dem Märkischen Platz in Rathenow in der Nacht zum Ostersonntag zu einer Gewalttat durch Ausländer gekommen sein soll. Der örtliche NPD-Politiker Michel Müller hatte das in einem Post auf Facebook behauptet.

Die Polizei geht einer Strafanzeige wegen Körperverletzung nach. Ein 26-jähriger Rathenower soll am Morgen des Ostersonntags zwischen 4 und 6 Uhr auf dem Märkischen Platz durch einen Angriff zu Schaden gekommen sein.

Geschädigter sagt aus

Wie die Polizei jetzt auf Nachfrage mitteilt, haben sich aus den Aussagen des Geschädigten, eines ihn zur Tatzeit begleitenden Zeugen und weiteren Ermittlungen bislang keine Hinweise ergeben, dass der Geschädigte, „aus einer Gruppe von Ausländern heraus attackiert“ wurde, wie es Michel Müller auf Facebook behauptete.

Die Befragung der Zeugen durch die Polizei sei noch nicht abgeschlossen, teilt Pressesprecher Heiko Schmidt mit. Verschiedene Rückmeldungen stünden noch aus, so dass er derzeit keine konkreten Details der vorliegenden Aussagen veröffentlichen könne. Das würde die Verfahrensergebnisse möglicherweise gefährden.

Müller meldet sich

Ohne seinen Namen zu nennen, bestätigt die Polizei, dass sich Michel Müller als Urheber des Facebook-Posts nach dem ersten Bericht in der MAZ telefonisch bei der Polizei gemeldet hat. Er habe eingeräumt, dass er selber kein direkter Zeuge des von ihm geschilderten Sachverhalts gewesen sei.

Er habe lediglich von dem Sachverhalt gehört und diesen dann auf Facebook wiedergegeben, informiert die Polizei. Michel Müller habe den Ermittlern gegenüber angegeben, ihm habe eine mit dem Geschädigten verwandte Person von dem Sachverhalt noch vor der Bekanntgabe und der Strafanzeige bei der Polizei erzählt. Er habe jedoch beteuert, die ihm übermittelte Darstellung ohne Weglassen oder Hinzufügen von Inhalten in seinem Facebook-Post dargestellt zu haben.

Zuerst keine Information

Der Polizei hatten unmittelbar nach der Gewalttat überhaupt keine Informationen darüber vorgelegen. Erst nach dem Facebook-Post stießen die Ermittler bei einer Nachfrage im Klinikum von Brandenburg/H. auf den geschädigten Rathenower. Sie nahmen eine Strafanzeige auf und begannen mit Ermittlungen. Sie sind bislang noch nicht abgeschlossen.

Von Bernd Geske

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