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Rathenow Polizei greift auf dem Märkischen Platz durch
Lokales Havelland Rathenow Polizei greift auf dem Märkischen Platz durch
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15:49 13.04.2018
Um die Lage auf dem Märkischen Platz in den griff zu bekommen und das Sicherheitsgefühl zu stärken, setzt die Polizei Bereitschaftskräfte ein. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Die Polizei will das Sicherheitsgefühl in der Rathenower Innenstadt stärken und hat nun die Präsenz rund um den Märkischen Platz deutlich erhöht.

Vergangene Woche Donnerstag und Freitag führten Kräfte der Bereitschaftspolizei Personenkontrollen durch. Sechs bis neune Beamte waren jeweils mit zwei Einsatzfahrzeugen am späten Nachmittag vor Ort. Am Freitag griffen die Beamten zudem eine Person am Körgraben auf und stellten dabei Betäubungsmittelreste sicher.

„Wir haben das als Problemfeld erkannt, ein Konzept erarbeitet und verschiedene Maßnahmen festgelegt. Dazu gehört, dass wir künftig zu bestimmten Zeiten, verstärkt Präsenz durch die Bereitschaftspolizei zeigen wollen. Wenngleich die objektive Kriminalitätslage im Rathenower Stadtzentrum – auch im Landesvergleich – das eigentlich nicht rechtfertigen würde“, erklärt Lutz Gündel, Leiter der Polizeiinspektion Havelland.

Dass sich Jugendliche im Stadtzentrum aufhalten, sieht Gündel an sich nicht als Problem. Auch dass es dabei zu Auseinandersetzungen kommt, sei nicht ungewöhnlich. Allerdings hat der Einsatz von Messern eine andere Qualität. „Das müssen wir ernst nehmen und deshalb schauen wir jetzt genauer hin“, so Gündel.

In Rathenow gibt es keine Verhältnisse wie in Cottbus

In nächster Zeit ist also vermehrt mit Einsätzen im Stadtzentrum zu rechnen. Die Beamten führen Personenkontrollen durch und ordnen im Verdachtsfall auch Drogentests an.

„Wir haben die Möglichkeit Bereitschaftskräfte im sogenannten Unterstützungsdienst anzufordern. Wenn wir mehr Präsenz zeigen wollen, müssen wir auf solche Kräfte zurückgreifen, denn in Rathenow haben wir nicht so viele Streifenwagen im Einsatz“, sagt Gündel.

Wenngleich die Anzeigen und Straftaten im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen sind, Verhältnisse wie in Cottbus oder Doberlug-Kirchhain gebe es in Rathenow nicht, betont der Leiter der Polizeiinspektion.

Was sich derzeit im Stadtzentrum abspielt, sei ein gesamtgesellschaftliches Problem. Deshalb arbeite die Polizei eng mit der Stadt und Streetworkern zusammen.

Unternehmer fordert Alkoholverbot auf dem Märkischen Platz

Wie Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) am Donnerstag im Hauptausschuss erklärte, ist die Stadt bemüht, Mitarbeiter des Ordnungsamts auch am Wochenende einzusetzen. Allerdings sind die Befugnisse der Mitarbeiter begrenzt.

Deshalb sei die Zusammenarbeit mit der Polizei unerlässlich. Ein nächstes Gespräch zwischen dem Bürgermeister und Lutz Gündel ist für Ende April geplant. Dabei soll es unter anderem um die Auswertung der verstärkten Kontrollen gehen.

Einzelhändlern und Gastronomen im Stadtzentrum begrüßen die Polizeieinsätze. „Ich bin der Meinung, dass das Problem nur durch verstärkte Präsenz der Polizei und des Ordnungsamtes gelöst werden kann“, so der Inhaber eines Lokals am Märkischen Platz.

Auch sein Geschäft wurde von Randalierern beschädigt. Er hat einen Vorschlag: „Man sollte mal über ein Alkoholverbot auf dem Märkischen Platz nachdenken.“ Lutz Gündel rät Betroffenen in jedem Fall Anzeige zu erstatten. „Wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.“

Von Christin Schmidt

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