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Rathenow Post-Shop macht nach 20 Jahren dicht
Lokales Havelland Rathenow Post-Shop macht nach 20 Jahren dicht
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09:47 08.01.2019
Der kleine Schreibwarenladen mit Post-Filiale im Bruno-Baum-Ring ist seit 1. Januar 2019 geschlossen. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Als der Wochenmarkt am Fontaneplatz Ende 2013 eingestellt wurde, schimpfte so mancher Bürger aus Rathenow-Ost. Schließlich gab es auf dem Markt allerhand frische Lebensmittel und der Weg dorthin war nicht weit. Nun geht dem Stadtteil ein weiteres Geschäft verloren. Die Postfiliale im Bruno-Baum-Ring ist seit 1. Januar 2019 geschlossen.

„Das ist sehr schade. Ich bin immer dort zur Post gefahren und war überrascht, als ich nun vor verschlossener Tür stand“, berichtet eine Kundin. Sie mochte das kleine Geschäft und bedauert, dass sie nun zur Hauptfiliale ins Stadtzentrum fahren muss. Der Besuch dort sei leider häufig mit langen Wartezeiten verbunden.

Leerstand in trostlosem Gebäudekomplex wächst

20 Jahre lang hatten Uwe und Gundula Kirschner in dem kleinen Geschäft zwischen Schwimmhalle und Supermarkt Schreib- und Schulbedarf, Geschenkzubehör, Zeitungen, Zeitschriften, Geschenk- und Postkarten sowie Bücher verkauft. Außerdem konnten die Kunden hier ihre Lotto-Scheine abgeben und den Post-Service nutzen.

Mit der Schließung vergrößert sich der Leerstand in dem trostlosen Gebäudekomplex. Schon vor Jahren zog die Apotheke an der Ecke aus. Seither steht die größte Ladenfläche in dem Gebäude leer.

Berliner Eigentümer zeigt wenig Interesse für das Gebäude

Derzeit gibt es hier noch ein Bekleidungsgeschäft und eine Filiale der Bäckerei Thonke sowie die Kneipe „Ritschi’s Treff“. Zudem befinden sich im hinteren Teil des Gebäudes zahlreiche Räume, die seit Jahren ungenutzt sind.

Verwaltet wird die Immobilie von einer Rathenower Hausverwaltung. Eigentümer ist der Immobilienmakler Ingo Pyko aus Berlin. Er hat das Gebäude, das zusehends verfällt, vor einigen Jahren erworben. Was er damit vor hat, ist unklar.

In dem Gebäudekomplex gibt es neben einem Bäcker und einem Bekleidungsgeschäft nun nur noch die Kneipe „Ritschi’s Treff“. Quelle: Christin Schmidt

„Ich hatte ihm verschiedene Vorschläge gemacht. Zum Beispiel könnte man die ungenutzten Räume jungen Musikern und kreativen zur Verfügung stellen. Es gab auch schon Anfragen für die Gewerbefläche auf der Ecke, wo einst die Apotheke drin war. Es gibt also durchaus Möglichkeiten das Gebäude zu entwickeln, wenn die dafür nötigen finanziellen Mittel vorhanden sind“, erklärt Doreen Genzel, Geschäftsführerin der zuständigen Hausverwaltung Rüthning und Genzel. Der Eigentümer selbst war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Gründe der Schließung bleiben offen

Die Räume des Post- und Schreibwarenladens stehen erst einmal leer. Die letzten Regale werden gerade ausgeräumt. Ein letzter Gruß steht auf einem A4-Blatt im Schaufenster: „Wir bedanken uns für Ihre 20-jährige Treue und wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft.“ Zu den Gründen der Schließung wollten sich die Inhaber nicht äußern. Derweil hat der Besitzer des Imbiss-Stands nebenan bereits Interesse signalisiert.

Die Anwohner werden künftig etwas weiterfahren müssen, um ein Paket abzugeben oder Briefmarken zu kaufen. Die Deutsche Post will am 16. Januar eine Partner-Filiale im „Schreibwarengeschäft Rühle“ in der Goethestraße 25 eröffnet. Die Filiale ist dann von Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, am Freitag von 9 bis 17 Uhr und am Samstag von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet.

Von Christin Schmidt

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