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Rathenow Puccinis „Tosca“ im Kulturzentrum
Lokales Havelland Rathenow Puccinis „Tosca“ im Kulturzentrum
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07:19 28.12.2019
Finale des 1. Aktes in der Sant’Andrea della Valle, in Rom. Quelle: Uwe Hoffmann wort+bild
Rathenow

Die Handlung in „Tosca“ führt nach Rom, in das Jahr 1800, vor dem Hintergrund des erneuten Feldzugs Napoleons gegen Italien. Im Februar 1798 hatten französische Truppen den Kirchenstaat erobert und die Römische Republik errichtet.

Rache und Verfolgung

Nach dem Sieg der russisch-österreichischen Koalitionstruppen 1799 zogen sich die Franzosen aus Rom zurück. Vertreter der ehemaligen Republik waren in der Folgezeit blutigen Racheakten sowie Verfolgung ausgesetzt.

Polizeichef Baron Scarpia (Insu Hwang) verhört Floria Tosca (Annebelle Pichler). Quelle: Uwe Hoffmann

Im Frühjahr 1800 begann Napoleon erneut einen Feldzug gegen Österreich und überschritt mit seiner Armee auch die Alpen nach Norditalien, wo es am 14. Juni im Piemont zur Schlacht bei Marengo zwischen den Truppen Frankreichs und Österreichs kam.

Die Täuschung

Auch Maler Mario Cavaradossi soll schließlich als Anhänger der Republik hingerichtet werden. Seine Geliebte Tosca gibt sich dem Polizeichef Scarpia hin, um Mario zu retten. Doch Scarpia täuscht Tosca. Als sie diesen Betrug erkennt springt sie selbst in den Tod, um sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen. Eine dramatische Handlung mit der wunderbaren Musik Puccinis.

Maler Mario Cavaradossi (Max An) in der Kirche Sant’Andrea della Valle; Schauplatz des ersten Aktes. Quelle: Uwe Hoffmann

Nicht nur für das Kulturzentrum Rathenow gehört es zur Tradition am zweiten Weihnachtstag ein klassisches Stück anzubieten. Auch für viele Zuschauer gehört der Besuch um Kulturzentrum zur Tradition an Weihnachten. So zum Beispiel die Familie Hoeft aus Nennhausen, die mit den beiden erwachsenen Kindern unter den rund 250 Zuschauern im Theatersaal saß.

Schon in „Cabaret“

Oder für Cara Vollenschier und ihre Mutter. Die gebürtige Premnitzerin, die während ihrer Schulzeit in vier Musical-Aufführungen der Musik- und Kunstschule Havelland in Rathenow mitwirkte, studiert in Stendal, wo sie nun im Ensemble des Jugendclub des Theaters der Altmark auf der Bühne steht. „Am 26. Dezember 2018 haben die Vorstellung des Musicals ‚Cabaret’ im Kulturzentrum besucht“, sagt die 23-Jährige.

Maler Mario Cavaradossi (Max An) mit seiner Geliebten, der Sängerin Floria Tosca (Annabelle Pichler). Quelle: Uwe Hoffmann

„Vor fünf Wochen haben wir ‚Tosca’ bereits in der Deutschen Oper in Berlin gesehen. Es ist immer interessant, mal eine andere Inszenierung eines Stücks zu sehen“, erzählt die Rathenowerin Heidi Granzow. „Die Darbietung des Tenors und die Sopranistin in den Hauptrollen gefallen mir. Und im Gegensatz zur Aufführung in Berlin gibt es hier einen großen Chor.“

Viel Beifall

Nach der zweistündigen Aufführung gab es für das neunköpfige Gesangsensemble, den verstärkten Opern- und Kinderchor, die Statisten sowie die über 30 Sinfoniker viel Applaus.

Musikdirektor Johannes Rieger dirigierte die Harzer Sinfoniker Quelle: Uwe Hoffmann

Mit „Tosca“ vertonte Puccini Victorien Sardous 1887 in Paris uraufgeführtes Drama „La Tosca“. Seine Oper wurde im Januar 1900 in Rom uraufgeführt. Bereits im Oktober 1902 erfolgte die erste Aufführung in Deutschland. „Tosca“ gehört seit der Uraufführung Jahr für Jahr zu den fünf weltweit am häufigsten gespielten Opern. Unter den zwölf Opern, die der italienische Komponist Giacomo Puccini (1858 bis 1924) komponierte, gehören noch „La Bohème“ (1896), „Madama Butterfly“ (1904) sowie „Turandot“ (unvollendet, 1926) zu seinen bekanntesten.

Von Uwe Hoffmann

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