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Rathenow RCC zündet seine erste Prunkrakete
Lokales Havelland Rathenow RCC zündet seine erste Prunkrakete
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18:17 16.02.2020
Gruppenbild mit Elferrat – die Aktiven der ersten RCC-Prunksitzung bedanken sich beim Publikum. Quelle: fotos: Uwe Hoffmann
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Rathenow

Der Grund: Das RCC-Prinzenpaar, „ihre Lieblichkeit“ Manuela I. und „seine Tollität“ Uwe III., weilte noch im Urlaub.

Der Auftakt

Doch vor Beginn der karnevalistischen Sitzung heizte Elferratsmitglied Paul Schönfeld den Gästen als „Warm-Up“ so richtig ein. Angeführt durch Zeremonienmeister Roger Sengespeick marschierten alle Programmmitwirkenden, gemeinsam mit dem Jugendprinzenpaar, zum Beginn in den Saal. Das knapp dreistündige Programm eröffneten die jüngsten Aktiven des RCC – die „Milchstraße“.

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In die Alpen

Das Tanzensemble wurde vor zwei Jahren neu gegründet und entführte die Gäste in diesem Jahr als „Heidis“ in die schweizerische Alpenwelt. Schon etwas größer, aber immer noch im Grundschulalter sind die „Schnuppen“.

Die Narren des Rathenower Canevalsclubs hatten am Samstag zu ihrer ersten Prunksitzung eingeladen und zündeten ein Feuerwerk der guten Laune. Dabei waren Musik- und Tanznummern ebenso tragend wie die vielen Büttenreden. Die Besucher im Festsaal des Havelrestaurants „Schwedendamm" hatten ihren Spaß.

Mit Peter Schillings „Terra Titanic“ stachen sie tänzerisch in See. Gardetänzerinnen gehören zu jedem Karnevalsverein. Die „Grüne Garde“ des RCC trat im Januar bereits live im Programm von „Hier steppt der Spatz“, der Kinderkarnevalsveranstaltung des Karnevalsverbandes Berlin-Brandenburg zur TV-Gala „Hier steppt der Adler“, in Cottbus auf.

Beim Auftritt verletzt

Ihre Trainerin Josephine Fischer tanzte im RCC-Programm anschließend mit Jo-Anne Kadach als „Tanzmariechen“ auf. Bei ihrer, akrobatisch anspruchsvollen, Choreografie verletzte sich Jo-Anne am linken Knie und musste mit dem Rettungswagen in die Klinik gefahren werden.

Zum Finale wieder da

Doch schon zum Finale war die Tänzerin, nach Röntgenuntersuchung, bandagiert und auf zwei Krücken gestützt, glücklicherweise wieder zurück. Trotz Schrecks und ein paar Tränen konnte Josephine zumindest inzwischen mit ihren „Sternchen“ auftreten.

Tradition: die Sternchen tanzen den Can Can. Quelle: Uwe Hoffmann

Das Tanzensemble des RCC, „das private Finale und I-Tüpfelchen des Abends“ des Elferratsmitglieds Paul, der als langjähriger Freund von „Sternchen“ Maria da allerdings nicht ganz „unvoreingenommen“ ist.

Kostümpreisträger

Im Anschluss an die Tanzrunde in der Mitte des Programms zeichnete der Elferrat die besten Kostüme aus. „Jack Sparrow“ mit seiner Partnerin aus Rathenow (1. Platz) und ein „teuflisches“ Pärchen aus Kriele auf Platz 2 bekamen jeweils einen Karnevalsorden.

Neues Gespann

Als ‚Flotter Dreier’ erfinde sich RCC-Präsident Mario Lienig mit seiner Ehefrau Claudia Lienig und RCC-’Rakete’ Diana Schmidt immer wieder neu und lassen sich jedes Jahr eine neue Choreografie einfallen. Nach der „Zugabe“ der „Sternchen“ zum Culcha-Candela-Medley luden dann die „Raketen“ tänzerisch auf eine Reise quer durch Europa ein – von Russland mit „Moskau“ bis zu Italien mit „Felicita“.

Die Grüne Garde. Quelle: Uwe Hoffmann

Bevor die „Sternchen“ das Programm mit dem Pariser Can Can beenden, ist der Auftritt des RCC-Männerballetts einer der Höhepunkte der Prunksitzung – natürlich nicht ohne Zugabe. Zu jeder Prunksitzung gehört der Auftritt der Büttenredner. Hier hat der RCC in den letzten Jahren Zuwachs bekommen.

Merlin und Mario

Als jüngster nahm der ehemalige Kinderprinz Merlin in seiner zweiten Bütt nach 2019 RCC-Präsident Mario Lienig aufs Korn: „Der Mario ist ein lustiger Knopf / hat’s ganze Jahr nur Karneval im Kopf“, so Merlin. Ebenfalls zum zweiten Mal in die Bütt stieg Ex-RCC-Prinz Paul Schönfeld. Als „Pater Paul“ sang er ein Loblied auf das Bier und beendete seine Bütt mit seinem „Gebet“: „Bier unser, das du bist im Glase / Gesegnet sei dein Erfinder / ...“

Der Stadtkämmerer

Als „Stadtkämmerer Karl-Heinz Spieß“ machte in seiner, ebenso zweiten, Bütt Elferratsmitglied Mirko Wodtke seinem Namen alle Ehre und nahm die Karnevalisten selbst auf die Schippe.

Wieder da und so gut wie selten: Der Große Kurfürst. Quelle: Uwe Hoffmann

Nach zwei Jahren Pause nahm sich Mario Lienig als „Großer Kurfürst“ unter anderem dem Motto der 52. Session „Wahlkoma und Dieselfahrverbot – der RCC feiert bis zum Morgenrot“ in seiner Bütt vor. Marios Ehefrau Claudia Lienig hatte als „Clown Hilde“ ihre ersten Soloauftritt in der Bütt. Nach dem gemeinsamen Finale tanzten und feierten die Gäste noch ausgelassen – wenn auch nicht ganz „bis zum Morgenrot“ – zur Musik mit DJ Jago Bötel.

Es geht weiter

Beim RCC geht es in dieser Woche fröhlich weiter. Und volle Zuschauerreihen sind garantiert. Die 10. Weiberfastnacht am 20. Februar sowie die 2. Prunksitzung am 22. Februar sind bereits ausverkauft.

Von Uwe Hoffmann

Unter den 286 Musikschülern, die Ende Januar am Regionalwettbewerb West „Jugend musiziert teilnahmen, waren auch 17 des Rathenower Standortes der Musik- und Musikschule Havelland. 15 spielten am Samstag im Konzertsaal der Alten Mühle beim Konzert der Preisträger.

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