Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Rathausfassade wird repariert
Lokales Havelland Rathenow Rathausfassade wird repariert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 25.10.2018
Die Reparatur der Rathausfassade hat begonnen. Quelle: Markus Kniebeler
Anzeige
Rathenow

Gerüstbauer haben sich am Donnerstag an der Fassade des Rathenower Rathauses zu schaffen gemacht. Bis zum Abend war die gesamte Front vom Bürgersteig bis zum Dach eingerüstet. Damit sind die Voraussetzungen für die seit langem geforderte Reparatur diverser Schadstellen im Fassaden- und Dachbereich geschaffen.

Beauftragt wurden die Arbeiten von der Fielmann AG. Diese war bis Ende 2017 Eigentümerin des Rathauses. Dann kaufte die Stadt dem Unternehmen das Gebäude, das einst als Verwaltungsgebäude der Rathenower Optischen Werke diente, ab. Dem Kauf vorausgegangen war ein langer und erbitterter Streit in der Stadtverordnetenversammlung. Der Plan, die Verwaltung wegen der hohen Mietkosten von 350 000 Euro im Jahr in einem eigenen Gebäude unterzubringen, wurde zwar unterstützt. Allerdings wollte eine Mehrheit der Abgeordneten die Verwaltung auf zwei Dienstsitze aufteilen – das Dresdner Bank Gebäude und das TGZ. Per Bürgerentscheid wurde dieses Ansinnen gestoppt.

Anzeige

Rund 5 Millionen Euro muss die Stadt für das Rathaus mit dem rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem es steht, bezahlen. Und weil vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages noch Mängel an Fassade und Dach festgestellt worden waren, sicherte die Fielmann AG die Reparatur zu.

Aufträge sind vergeben

Ein Teil der Schäden ist mit bloßen Augen zu erkennen. Am Gesims sind Teile des Außenputzes abgeplatzt. Außerdem sind nach Auskunft von Hauptamtsleiter Jörg Zietemann Dachrinnen defekt. Diese Schäden sollen nun auf Kosten der Fielmann AG behoben werden. Die Aufträge an die Putzer und Dachklempner sind vergeben. In den nächsten Tagen werden sie mit den Reparaturarbeiten beginnen.

Einige Stadtverordnete werden das mit Erleichterung feststellen. Immer wieder hatten sie Bürgermeister Ronald Seeger in den zurückliegenden Monaten nach dem Stand des Reparaturauftrages befragt. Und musste stets vertröstet werden.

Ursache der Verzögerung war nach Auskunft von Jörg Zietemann die gute Auftragslage in der Bauwirtschaft. Weil nahezu alle Baufirmen momentan gut zu tun haben, sei es der Fielmann AG nicht möglich gewesen, Firmen auf die Schnelle zu finden.

Doch nun hat es ja geklappt. Wie lange es dauern wird, bis die Schäden repariert sind, weiß derzeit niemand so genau. Ein Frosteinbruch würde die Putzer zum Stillstand verdammen. Doch ein solcher ist derzeit nicht in Sicht. „Ein paar Wochen wird das Gerüst aber sicher stehen“, mutmaßt der Hauptamtsleiter. Sollte es schneller gehen, wird sich freilich niemand beklagen.

Von Markus Kniebeler