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Rathenow 50 neue Kita-Plätze in der Villa Kunterbunt
Lokales Havelland Rathenow 50 neue Kita-Plätze in der Villa Kunterbunt
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19:33 27.11.2019
Nach der offiziellen Eröffnung durfte nach Herzenslust gespielt werden. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Wandel, den das Märkische Haus in der Berliner Straße erlebt hat, könnte größer kaum sein. Lange Jahre war in dem Gebäude eine Begegnungsstätte für Senioren untergebracht. Jetzt werden dort Kinder auf die alltäglichen Herausforderungen des Lebens vorbereitet.

„Villa Kunterbunt“ lautet der Name der Kindertagesstätte, die am Mittwochvormittag offiziell eingeweiht wurde. Träger des Hauses ist das Institut für Kommunikation und Wirtschaftsbildung (IKW). 50 Plätze gibt es: zehn Krippenplätze für Kinder im Alter von bis zu drei Jahren. Und 40 Kitaplätze für diejenigen, die zwischen drei und sechs Jahre alt sind.

14 Kitas für über 800 Kinder

In der Stadt Rathenow gibt es derzeit 14 Kindertagesstätten.

Sieben Kitas befinden sich in Trägerschaft der Stadt Rathenow: Weinberg, Jenny Marx, Neue Schleuse, Kleine Philosophen, Olga Benario, Mittendrin, Spatzennest.

Sieben Kitas werden von freien Trägern betrieben: Seesternchen, St. Maria, Regenbogen, Havelkinder, Kinderhaus Kindermund, Zwergenland und Kunterbunt.

Insgesamt werden in diesen Kitas über 800 Kinder betreut.

Kristina Kohn, Geschäftsführerin des IKW, erinnerte in ihrer Eröffnungsrede an die Anfänge des IKW im Märkischen Haus. Im Sommer 2017 habe man in den Räumlichkeiten eine Eltern-Kind-Gruppe eröffnet.

IKW-Geschäftsführerin Kristina Kohn. Quelle: Markus Kniebeler

Das Konzept, einen Treff zu schaffen, in dem Eltern ungezwungen in Kontakt treten können, während die Kleinen professionell betreut werden, sei sofort gut angenommen worden. Schnell habe sich aber herausgestellt, dass es einen großen Bedarf nach regulären Kita-Plätzen gebe. Daraufhin habe das IKW mit Vertretern aus Stadt und Kreis Kontakt aufgenommen – mit dem Ziel, eine Kita zu eröffnen.

Ein Jahr Vorbereitung

Zwischen den ersten Gesprächen im November 2018 und der Eröffnung der Kita verging gerade mal ein Jahr. Eine rekordverdächtige Zeit, wenn man bedenkt, wie hoch die behördlichen Anforderungen an die Eröffnung einer Kindertagesstätte sind.

„Ich wünsche der neuen Kita viel Glück“, sagte Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger. Und betonte, dass das IKW sich in der bisherigen Zusammenarbeit mit der Rathenower Verwaltung als verlässlicher Partner erwiesen habe.

Erleichterung in der Stadtverwaltung

Bei dem Glückwunsch schwang auch eine gehörige Portion Erleichterung mit. Denn mit der Eröffnung der neuen Kita wird es auf dem seit Jahren extrem angespannten Feld der Kinderbetreuung eine spürbare Erleichterung geben.

Noch Anfang des Jahres gab es in der Stadt weit über 100 Eltern mit Kindern, denen trotz Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz kein entsprechendes Angebot gemacht werden konnte.

„Mit der Eröffnung der Kita tritt eine merkliche Entspannung ein“, sagte Ingrid Struwe, Leiterin des Sachgebiets Bildung und Kindereinrichtungen im Rathenower Rathaus. Allerdings reichen die Kitaplätze immer noch nicht, um alle Ansprüche zu erfüllen. Doch weitere Angebote sind bereits in der Vorbereitung.

Zwei weitere Kitas in Vorbereitung

Ende des Jahres wird das IKW im Lutherhaus eine zweite Kindertagesstätte eröffnen. Der Umbau der Räume, die früher bereits als Kita genutzt wurden, ist in vollem Gange. 33 weitere Plätze wird es dann geben: 15 für Krippenkinder (0-3 Jahre) und 18 für die Älteren (3-6 Jahre). Und wenn im kommenden Herbst eine neue Kita gegenüber der Schollschule eröffnet wird, dann ist die Stadt die größten Betreuungssorgen los.

Kinder, Erzieher und Eltern waren bei der Eröffnung dabei. Quelle: Markus Kniebeler

Nach den kurzen Eröffnungsreden übernahmen diejenigen das Heft des Handelns, um die sich in einer Kita alles dreht. Kinder sangen fröhliche Lieder, tanzten und schwärmten dann aus in die verschiedenen Räume des Hauses.

Und tatsächlich gibt es ein Angebot, das kaum Wünsche übrig lässt. Ein Zimmer ist reserviert für die Fans des Turnens und Krabbelns. Es gibt Bau- und Bastelräume und natürlich jede Menge Spielsachen.

Viele Eltern waren zur Eröffnung gekommen. Ihnen war anzumerken, dass sie froh sind, ihren Nachwuchs gut untergebracht zu wissen. Anja Wenzel, die Leiterin der Kita, hatte in ihrer kleinen Begrüßungsrede das gute Verhältnis herausgestellt, das sich bereits zwischen Eltern, Erziehern und Kindern entwickelt habe. „Hier geht es sehr partnerschaftlich zu“, sagte sie. „Und das soll so bleiben.“

Von Markus Kniebeler

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