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Rathenow Betonwerk-Brache soll erschlossen werden
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07:36 25.11.2019
Die Flächen links und rechts des Viertellandsweges sollen für gewerbliche Ansiedlungen vorbereitet werden. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Der Raum für Gewerbeansiedlungen in Rathenow ist begrenzt. Das Gewerbegebiet Grünauer Fenn ist nahezu komplett belegt, und auch im Gewerbegebiet Heidefeld werden die freien Flächen rar.

Nun haben die Mitglieder des Rathenower Hauptausschusses den Weg für weitere Gewerbeansiedlungen frei gemacht. In ihrer Sitzung am Donnerstag vergaben sie den Planungsauftrag für die Erschließung der ehemaligen Betonwerkflächen auf der Südseite des Rathenower Bahnhofes.

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Gute Verkehrsanbindung

Riesengroß ist das vom Viertellandsweg durchschnittene Areal freilich nicht. Nach dem Motto „klein, aber fein“ soll mit der rund 40 000 Quadratmeter umfassenden Fläche dennoch ein attraktives Angebot geschaffen werden. Denn verkehrstechnisch ist das Gelände mit der Auffahrt auf die B 188 und dem Bahnanschluss in unmittelbarer Nähe optimal angebunden.

Der Planungsauftrag hat ein Volumen von rund 120 000 Euro. Erarbeitet werden soll, welche Verkehrsanlagen zur Erschließung des Geländes nötig sind und welche Versorgungsmedien (Wasser, Abwasser, Strom etc.) wo verlegt werden müssen.

Förderung möglich

Nach einer ersten Schätzung werden die Kosten für die Erschließung des Gebietes bei rund 1,2 Millionen Euro liegen. Rathenows Wirtschaftsamtsleiter Alexander Goldmann macht sich berechtigte Hoffnung auf eine Förderung durch das Land. Ein Fördersatz von rund 60 Prozent sei möglich, hatte Goldmann vor einiger Zeit im Wirtschaftsausschuss gesagt.

Es gibt guten Grund für die Annahme, dass die Stadt mit der Investition nicht am Markt vorbeiplant. Nach Auskunft Goldmanns haben sich in den letzten Jahren immer wieder Interessenten für die Flächen, die seit Jahren als Gewerbegebiet vorgesehen sind, gemeldet. Und sich dann, als sie erfuhren, dass das Gebiet noch nicht erschlossen sei, abgewandt. Mit der Erschließung will die Stadt die Flächen nun aktiv vermarkten.

Die Suche nach Pkw-Stellplätzen

Auf dem Areal südlich des Bahnhofs stand bis zum Jahr 2008 die Ruine des Betonwerks. Nach dem Abriss der Bauten wurde auf dem Gelände ein Parkplatz mit rund 160 Stellplätzen angelegt. 2015, im Jahr der Bundesgartenschau, wurde der Parkplatz temporär erweitert. 2700 Stellplätze für Buga-Besucher kamen hinzu.

Die Parkplätze rund um den Bahnhof Rathenow sind heiß begehrt. Die Stadt sucht nach alternativen Stellflächen für Pendler. Quelle: Markus Kniebeler

Die wurden nach der Gartenschau wieder zurückgebaut. Weil aber die Zahl der Pendler, die ihre Fahrzeuge am Bahnhof abstellen, zunimmt, wird weiterhin auf den unbefestigten Flächen geparkt – mit Duldung der Stadt. So lange die Flächen nicht anderweitig genutzt werden, hat die gegen das wilde Parken nichts einzuwenden.

Sobald aber die Vermarktung der Flächen beginnt, haben Pkw dort nichts mehr zu suchen. Die Stadt bemühe sich, Flächen für zusätzliche Stellplätze zu erwerben, so Goldmann. In Frage käme vor allem die Gartensparte im Birkenweg, in der es viele verwaiste Grundstücke gibt. Man sei im Gespräch mit dem Eigentümer, so Goldmann. Einen Durchbruch habe man aber noch nicht erzielt.

Von Markus Kniebeler

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