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Rathenow Dieser Mann reiste als Tiersitter um die Welt
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16:40 12.06.2019
Autor Markus Huth stellte in Rathenow sein Buch „Mit 80 Viechern um die Welt vor" und signierte im Anschuss einige Exemplare. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Rathenow

 Schafe scheren auf der australischen Känguruinsel. Elefanten pflegen auf einer Zimtfarm in Sri Lanka oder in einem Reha-Zentrum für Schneeleoparden in Kirgisistan jobben.

Markus Huth hat all das und einiges mehr getan. Seine Erlebnisse als Tiersitter auf Fünf Kontinente und in sieben hat er in seinem neuen Buch „Mit 80 Viechern um die Welt“ zusammengefasst, das seit Montag im Handel ist.

Und weil Markus Huth gerade seine Eltern in Nennhausen besucht, nutzte er die Gelegenheit sein Werk Dienstagabend in einer Premierenlesung vorzustellen. Dazu hatte die Buchhandlung Tieke in das Havelrestaurant Schwedendamm eingeladen.

Das Abenteuer beginnt in La Gomera

Rund 30 Gäste wollten mit dem Autor um die Welt reisen, statt bei drückender Hitze den Feierabend im Garten zu verbringen. Belohnt wurden sie mit beeindruckenden Bildern, die Markus Huth während seiner Reisen aufnahm und einem gedanklichen Ausflug nach La Gomera. Auf der zweitkleinsten Kanarischen Insel begann seine Karriere als Tiersitter und hier beginnt auch sein Buch.

Über ein Internetportal hatte sich Huth als Haus- und Tiersitter beworben und nach vielen Absagen schließlich den ersten Kunden auf La Gomera in Spanien gefunden.

Martin, ein Rentner aus Sachsen, der sich auf der Insel mit seiner Frau eine Finka gekauft hatte, suchte jemanden, der fünf, sechs Wochen oder länger auf Hund, Katze, vier Hühner und sechs Kois aufpasst und sich um den Garten kümmert.

Nackt in der Hängematte

„Meine erste Station war zugleich auch die paradiesischste. La Gomera ist ein Sehnsuchtsort für Hippies, die hier gern nackt ums Feuer tanzen. Auch Angela Merkel liebt die Insel. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass sie auch nackt ums Feuer tanzt. Sie kommt eher wegen der tollen Wandermöglichkeiten“, verriet der Autor bevor er aus dem ersten Kapitel seines Werks vorlas und Hund Mini sowie „Glückskatze“ Miez vorstellte.

Passend dazu schlich sich eine Katze durch die Reihen der Zuhörer im Lesesaal und brachte selbst den Gastgeber zum Schmunzeln.

Auf La Gomera hatte Markus Huth weit und breit nur wildes Bergland um sich. Von Nachbarn keine Spur. Hier fühlte er sich frei, nutzte die Zeit, um sämtliche Klassiker der Weltliteratur zu lesen und nackt in der Hängematte zu liegen.

Auf der Reise die Frau fürs Leben kennengelernt

Das tat er allerdings nur bis zu dem Tag, an dem plötzlich ein Mann und eine Frau vor ihm standen. Huth hatte vergessen, dass die Finca zum Verkauf stand und sich hin und wieder Interessenten meldeten.

Seinen Job als Babysitter auf La Gomera hat der Weltenbummler dennoch gut gemeistert. Alle Tiere überlebten. Nur der Garten sah danach „furchtbar“ aus, wie Martin bei seiner Rückkehr feststellte.

Von den vielen anderen abenteuerlichen und witzigen Begegnungen, die er in seinem Buch beschreibt, las er am Dienstag nicht vor. Allerdings konnten die Gäste beim anschließenden Gespräch erahnen, dass das Buch noch einige Anekdoten zu bieten hat und längst nicht alle Aufenthalte so entspannt waren wie der in Spanien.

Während seiner Reisen hat Markus Huth nicht nur Tierfreundschaften geschlossen. Auf La Gomera hat er auch seine Freundin kennengelernt. Das Paar lebt heute mit dem gemeinsamen Sohn auf der Insel. Zwei, dreimal im Jahr besucht Markus Huth seine Eltern im Havelland. Ansonsten genießt er das Leben auf La Gomera. Das sei der perfekte Ort, wenn man die Abgeschiedenheit liebt.

Von Christin Schmidt

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