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Rathenow Fielmann will sich selbst um ROW-Brache kümmern
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09:31 28.01.2019
Blick vom Dach des „060“-Gebäudes auf die ROW-Brache. Der Backstein-Block vorne ist für den Abriss vorgesehen. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Die Fielmann AG wird ihr Grundstück hinter dem Rathenower Rathaus nicht an die Optikquartier Rathenow GmbH verkaufen, sondern selber vermarkten. Das, was die Konzernspitze bereits Ende des vergangenen Jahres angedeutet hatte, wurde nun im Rathenower Rathaus noch einmal bestätigt.

Fielmann-Spitze beim Bürgermeister

Michael Ferley, Vorstand der Fielmann AG, und sein Vorgänger Günter Schmid hatten Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) Mitte der Woche in einem persönlichen Gespräch über ihre Vorstellungen zur Entwicklung des rund 15 000 Quadratmeter großen Grundstücks informiert.

Details zu den Plänen wollten die Fielmann-Vertreter noch nicht bekannt geben. Zuerst werde man sich mit Vertretern der Optikquartier GmbH zusammensetzen, um die Pläne abzugleichen, hieß es.

Brache mit Entwicklungspotenzial

Die ROW-Brache wird eingefasst von Berliner Straße, Puschkinstraße, Geschwister-Scholl-Straße und Friedrich-Engels-Straße. Das gesamte Grundstück ist fast 30 000 Quadratmeter groß.

Der Fielmann AG gehört die größte Fläche. Diese ist fast 15 000 Quadratmeter groß.

Die Optikquartier Rathenow GmbH hat im vergangenen Herbst das ehemalige Askania-Areal erworben. Größe: Gut 11 000 Quadratmeter.

Der Stadt Rathenow gehören rund 3000 Quadratmeter, die als Parkplatz genutzt werden. Der bleibt unangetastet.

Die Optikquartier GmbH ist Eigentümer der ehemaligen Askania-Liegenschaft hinter dem Rathaus. Der Rathenower Christian Wernicke ist einer von vier geschäftsführenden Gesellschaftern der Optikquartier Rathenow GmbH. Diese wurde gegründet, um die ROW-Brache hinter dem Rathenower Rathaus zu einem lebendigen Stadtquartier zu entwickeln.

Der ursprüngliche Plan sah vor, neben der Askania-Fläche auch das Fielmann-Grundstück zu erwerben. Das hätte der Optikquartier GmbH die Möglichkeit eröffnet, die gesamte, fast 30 000 Quadratmeter große Brache aus einem Guss zu entwickeln.

Stadtverordnete wollen einheitliche Entwicklung

Nach den gescheiterten Kaufverhandlungen mit der Fielmann AG stellt sich die Frage, ob eine einheitliche Entwicklung auch mit zwei Eigentümern möglich ist? Eine einheitliche Entwicklung hat bei den Stadtverordneten oberste Priorität.

Diese hatten im vergangenen Jahr mehrfach betont, dass es für ein Grundstück in derart zentraler Lage nur ein einheitliches Konzept geben könne. Unabgestimmten Alleingängen auf dieser Fläche, so der Konsens, werde man die Zustimmung verweigern.

Treffen Mitte Februar geplant

Das Treffen zwischen Vertretern der Fielmann AG und der Optikquartier GmbH soll dem Vernehmen nach Mitte Februar stattfinden. Dann wird sich klären, ob die beiden Eigentümer ihre Pläne unter einen Hut bekommen und die Brache – in welcher Form auch immer – gemeinschaftlich entwickeln werden.

Das ungeliebte "060"-Gebäude soll auf jeden Fall abgerissen werden. Quelle: Markus Kniebeler

Obwohl die beiden Akteure sich bei ihren Planungen noch nicht in die Karten gucken lassen, sind einige grundsätzliche Entscheidungen bereits getroffen. So wird die Fielmann AG den ungeliebten Block „060“ an der Berliner Straße abreißen lassen. Auch der hinter dem „060“-Block quer verlaufende Backsteinriegel ist wohl für den Abriss vorgesehen.

Die Optikquartier GmbH beabsichtigt dagegen, einen Teil ihrer Gebäude für Wohnzwecke umzubauen. Dabei handelt es sich um die Backsteinbauten entlang der Geschwister-Scholl-Straße.

Supermarkt-Frage muss geklärt werden

In den Planungen beider Eigentümer spielen Supermärkte eine zentrale Rolle. Hier wird es voraussichtlich den größten Klärungsbedarf geben. Ist tatsächlich Platz für zwei Märkte vorhanden? Oder verzichtet eine Partei auf den Markt? Diese und viele andere Fragen müssen geklärt werden.

Von Markus Kniebeler

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