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Rathenow Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
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15:37 27.01.2019
Kranzniederlegung auf dem Platz der Freiheit. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

„Es geht darum, aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen. Wir wollen nicht unser Entsetzen konservieren. Wir wollen Lehren ziehen, die auch künftigen Generationen Orientierung sind“, zitierte der Rathenower Bürgermeister Ronald Seeger Roman Herzog aus seiner Rede 1996 zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Der Bundespräsident von 1994 bis 1999 erklärte den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Am Sonntag legten der Bürgermeister und die Vertreter der Stadt-Fraktionen am Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Platz der Freiheit zum Gedenken Blumengebinde nieder.

Das Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Platz der Freiheit. Quelle: Uwe Hoffmann

Auschwitz, das deutsche Vernichtungslager im heutigen Oswiecim, das die Rote Armee am 27. Januar 1945 befreite, steht auch für alle anderen Vernichtungslager, in denen menschliches Leid und Tod allgegenwärtig waren“, so Ronald Seeger. „Wir haben uns heute hier versammelt, um die Geschehnisse und die Erinnerung daran öffentlich zu machen und ihr Platz zu geben. An uns allen liegt es, dass das Gebot ‚Nie wieder’ in der Gegenwart und Zukunft beachtet wird.“

So forderte der Bürgermeister, dem Schüren von Vorurteilen, der Verherrlichung von Gewalt und der Ausgrenzung von Andersdenkenden entschieden entgegenzutreten. „Wachsamkeit und vor allem Zivilcourage gegen jede Form von Gewaltherrschaft und Radikalismus sind geboten“, erinnerte Seeger auch an die Lichterkette von Rathenowern vor wenigen Tagen auf dem Märkischen Platz auf Initiative des Aktionsbündnisses „Rathenow miteinander füreinander“.

Den Blick der Jungen schärfen

Wie Bundespräsident Herzog 1996 in seiner Rede formulierte: „Das allerwichtigste ist es, den Jungen den Blick dafür zu schärfen, woran man Rassismus und Totalitarismus in den Anfängen erkennt. ... Die Erfahrung der NS-Zeit verlangt von uns und allen künftigen Generationen, nicht erst aktiv zu werden, wenn sich die Schlinge schon um den eigenen Hals legt.“

Bereits seit 1951 wird in Israel den Opfern der Shoa mit dem israelischen Nationalfeiertag und Gedenktag Jom haScho’a begangen. Auch in anderen Staaten gedachten die Menschen bereits vor 1996 den Opfern des Holocaust. 2002 beschloss der Europarat, den 27. Januar als „Tag des Gedenkens an den Holocaust und der Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu begehen. Dabei wird auch an weitere Genozide in der Welt gedacht. Seit 2006 wird der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ auf Beschluss der Vereinten Nationen weltweit begangen.

Von Uwe Hoffmann

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