Rathenow: Genthiner Straße sechs Wochen lang gesperrt
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Rathenow: Genthiner Straße sechs Wochen lang gesperrt

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17:20 21.10.2020
Flickenteppich: Die Genthiner Straße wird bis Anfang Dezember saniert.
Flickenteppich: Die Genthiner Straße wird bis Anfang Dezember saniert. Quelle: foto: Markus Kniebeler
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Rathenow

Am Montag startet in Rathenow-West das größte innerstädtische Straßenbauvorhaben dieses Jahres. Bis Anfang Dezember wird die Oberfläche der Genthiner Straße saniert. Während der Arbeiten wird es zu Vollsperrungen und Umleitungen kommen.

Nach Auskunft von Jens Hubald, dem Leiter des Sachgebietes Stadtentwicklung im Rathenower Rathaus, wird die Sanierung der Genthiner Straße in zwei Abschnitten erfolgen. Vom 26. Oktober bis zum 13. November wird der Abschnitt von der Friedensbrücke bis zur Friedensstraße erneuert. Vom 16. November bis zum 3. Dezember kommt das Teilstück zwischen Friedensstraße und dem Kreisverkehr am westlichen Ende der Genthiner Straße an die Reihe.

Rund 1,6 Kilometer lang ist die Genthiner Straße. Im Zuge der Sanierung werden die beiden obersten Schichten abgefräst und durch eine neue Oberfläche ersetzt. Rund 600.000 Euro lässt die Stadt Rathenow sich die Straßensanierung kosten.

Auf die Anwohner der Genthiner Straße kommen einige Unannehmlichkeiten zu. Während der Bauarbeiten werden sie ihre Grundstücke nicht mit dem Pkw erreichen können. Über die genauen Einschränkungen werden sie vom Baubetrieb in einem gesonderten Schreiben informiert.

Aber auch die Anwohner der Pfarrer-Fröhlich-Straße müssen sich auf unangenehme Veränderungen einstellen. Denn ein Teil des Umleitungsverkehrs wird an ihren Haustüren vorbeirollen. In den ersten Wochen wird der Verkehr von der Genthiner Straße über die Göttliner Straße, die Pfarrer-Fröhlich-Straße und die Friedensstraße zurück auf die Genthiner Straße geführt. Beim zweiten Bauabschnitt läuft der Verkehr über Friedensstraße, Pfarrer-Fröhlich-Straße und Gebhardtsiedlung an der Baustelle vorbei.

Der örtliche Verkehr wird über die Pfarrer-Fröhlich-Straße umgeleitet. Quelle: Markus Kniebeler

Der Betonplattenbelag in der Pfarrer-Fröhlich-Straße schließt ein lautloses Vorbeirollen der umgeleiteten Fahrzeuge aus. Immerhin darf dort nicht schneller als 30 km/h gefahren werden. Aller Voraussicht werden in den Kreuzungsbereichen Parkverbotszonen eingerichtet, um insbesondere den Bussen und Lkw die Passage zu ermöglichen.

Die beschriebene Umleitungsstrecke betrifft den Verkehr im engen Zielraum von Rathenow-West. Die großräumige Umfahrung der Baustelle erfolgt hingegen über die B 188 Ortsumgehung. Wer etwa aus Stendal kommt und ins Rathenower Zentrum will, der wird am Kreisverkehr in Rathenow West auf die L 98 und von dort auf die B 188-Umgehungsstraße in die Innenstadt geleitet. Der detaillierte Bauablauf wird nach Auskunft Hubalds noch vom Baubetrieb festgelegt. Ob die Sanierung, wie geplant, innerhalb von sechs Wochen erledigt sein wird, hängt auch von der Witterung ab. Ein früher Wintereinbruch etwa könnte die Sache verzögern.

Dass an der Straße etwas geschehen muss, sieht selbst der Laie. Die letzte grundliegende Sanierung der Ausfallstrecke nach Westen liegt mehr als 20 Jahre zurück. Risse im Asphalt, Absenkungen, Ausbesserungen – die Abnutzungsspuren sind offenkundig.

Und nimmt man die Sache jetzt nicht in die Hand, drohen nach Meinung von Baufachleuten Schäden, deren Behebung um ein Vielfaches teurer wird als die jetzt veranschlagten Kosten. Denn sobald Wasser in tiefere Schichten des Straßenkörpers dringt und diesen angreift – etwa bei Minusgraden im Winter – wird man der Schäden mit einer Oberflächensanierung nicht mehr Herr.

Dann wird ein grundhafter Ausbau nötig. Und der geht bei einer 1,6 Kilometer langen Straße in die Millionen.

Von Markus Kniebeler