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Rathenow Hortumbau in der Jahnstraße wird 150.000 Euro teurer
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16:20 08.05.2019
Das ehemalige Rathenower Rathaus in der Jahnstraße 34 wird zum Hort für die Jahngrundschule umgebaut. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der Umbau des ehemaligen Rathenower Rathauses in der Jahnstraße 34 zum Schulhort wird erheblich teurer als geplant. Rund 1,65 Millionen Euro wird die Sanierung des Gebäudes nun aller Voraussicht nach kosten – 150000 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen. Ursache der Kostensteigerung sind Mängel in der Dachdämmung, die erst jetzt festgestellt wurden.

Mängel bei Fensterreparatur bemerkt

Nach Aussage von Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus hatten Bauarbeiter bei der Reparatur eines Dachfensters bemerkt, dass mit der Dämmung etwas nicht stimmt. Offenbar sei bei der Installation der Dämmschicht vor Jahren unsachgemäß gearbeitet worden, so Remus. Unter dem Dämmmaterial liege eine durchgehende Plastikplane. Diese habe die notwendige Belüftung der Isolierschicht verhindert, die nun von Kondenswasser durchfeuchtet sei und komplett ausgetauscht werden müsse.

Ende Januar hatte der Umbau des Gebäudes mit Entkernungsarbeiten begonnen. Quelle: Markus Kniebeler

Ende Januar hatten die Arbeiten an dem Gebäude begonnen. Bis zum Herbst soll der Umbau des ehemaligen Rathauses zum Hort abgeschlossen sein. Dann werden dort 180 Jahngrundschüler betreut werden können.

Die Mängel an der Dachdämmung waren erst vor wenigen Tagen entdeckt worden. „Eigentlich wollten wir das Dach gar nicht anfassen, weil wir davon ausgegangen sind, dass die Dämmung in Ordnung ist“, so Remus. Erst im Zuge der Fenster-Reparatur seien die Arbeiter auf die genannten Mängel aufmerksam geworden.

Zeitplan nicht beeinträchtigt

Am Zeitplan wird sich nach Aussage von Matthias Remus trotz der zusätzlichen Arbeit am Dach nichts ändern. „Wir gehen davon aus, dass der Hort im Herbst bezogen werden kann“, sagt er.

Es ist nicht die erste böse Überraschung, die bei dem Bauvorhaben aufgetreten ist. Im Sommer 2016, kurz vor dem Start der Arbeiten, hatte die Bauverwaltung die Stadtverordneten darüber informiert, dass der Umbau erheblich teurer werden würde als ursprünglich geplant. Daraufhin hatten die Abgeordneten das bereits durchgeplante und genehmigte Bauvorhaben mit großer Mehrheit gestoppt.

Umbau ist in vollem Gange

Seit diesem Januar wird nun gebaut. Die Herausforderung besteht darin, das für Verwaltungszwecke errichtete Gebäude den Bedürfnissen eines Schulhorts anzupassen.

Die ehemaligen Büros, viele nicht größer als zehn Quadratmeter, sind für die Betreuung von Kindern viel zu klein. Um für die einzelnen Hortgruppen Platz zu schaffen, müssen Grundrisse verändert und Zwischenwände entfernt werden.

Neue kindgerechte Toiletten

Natürlich müssen auch die Sanitäranlagen so umgebaut werden, dass sie von Kindern genutzt werden können. Außerdem werden die Heizungs- und Elektroanlage, die Fußböden und die Fenster ausgetauscht. Auf der Rückseite des Gebäudes wird ein Aufzug installiert.

1,5 Millionen Euro waren ursprünglich für den Umbau veranschlagt. 90 Prozent werden über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz bereit gestellt. Den Rest trägt die Stadt. Die wegen der Dachdämmung anfallenden Mehrkosten muss die Stadt allerdings komplett aus der eigenen Kasse zahlen.

Von Markus Kniebeler

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