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Rathenow Pläne für einen Bildungscampus
Lokales Havelland Rathenow Pläne für einen Bildungscampus
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16:00 12.02.2019
Blick auf das Gelände der Schollschule. Das flache Hortgebäude (re.) und der freistehende Sanitärtrakt (li.) sollen abgerissen werden. Ein neues, dreigeschossiges Hortgebäude soll sich L-förmig an die nördliche Giebelseite des Schulgebäudes anschließen. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Die Idee, das Gelände rund um die Rathenower Grundschule „Geschwister Scholl“ zu einer Art Bildungscampus auszubauen, nimmt konkrete Formen an. Am Dienstagabend präsentierte die Stadtplanerin Cathleen Koroschetz den Mitgliedern des Rathenower Bildungsausschusses eine Machbarkeitsstudie.

Die Botschaft nach dem informativen Vortrag: Die Voraussetzungen für eine Entwicklung des Geländes sind gut. Allerdings wird die millionenschwere Investition nur etappenweise realisiert werden können.

Koroschetz, die den Rathenower Stadtumbau seit Jahren fachlich begleitet, hatte das Vorhaben in drei Segmente aufgeteilt. Oberste Priorität hat nach Wunsch der Stadt die Erweiterung des Schulgeländes durch einen Hortneubau. Die von der Architektin vorgestellte Lösung sieht einen dreistöckigen Neubau vor, der sich L-förmig an das Schulgebäude anschließen soll.

Abriss und Neubau

In diesem Neubau wäre nicht nur Platz für die Hortbetreuung. Auch könnten Räume für die schulische Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Und schließlich gäbe es die Möglichkeit, zeitgemäße Sanitärräume einzurichten.

Die Studie sieht den Abriss des alten, maroden Hortgebäudes vor. Auch der freistehende Sanitärtrakt mit dem Essensraum soll abgerissen werden. Der bestehende Schulhof würde um die Freifläche erweitert, die sich östlich an den kleinen Schulsportplatz anschließt. Mit gut 5 Millionen Euro bezifferte die Planerin die Kosten für das genannte Vorhaben.

2,5 Millionen Euro für Kitabau

Rund die Hälfte müsste ausgegeben werden, um eine neue Kita zu errichten. Idealer Platz für den Neubau ist der Studie zufolge die Freifläche, die nördlich der Havellandhalle nach dem Teilabriss des alten Reitstalls entstanden ist. Die Fläche wurde jüngst von der Stadt erworben. Das rund 2000 Quadratmeter große Grundstück böte Platz für eine Kita mit Außenanlagen.

Auf dieser Fläche könnte eine Kita errichtet werden. Quelle: Markus Kniebeler

Auf Rang 3 der Prioritätenliste steht die Entwicklung des alten Reitstalls, der an der Längsseite der Havellandhalle steht. Das marode, aber denkmalgeschützte Gebäude befindet sich seit Ende des vergangenen Jahres ebenfalls im Besitz der Stadt.

Rund 3,5 Millionen Euro müssten nach ersten Schätzungen aufgebracht werden, um das Gebäude zu modernisieren. Angedacht ist, Stadtbibliothek und Stadtarchiv in dem Gebäude unterzubringen. Ins Konzept eines Bildungscampus würde das jedenfalls passen, sagte die Planerin.

Der Umbau des Reitstalls steht auf Rang 3 der Prioritätenliste. Quelle: Markus Kniebeler

Studie ist Grundstein für mögliche Fördergelder

Die Mitglieder des Ausschusses folgten den Ausführungen mit großem Interesse. Alle waren sich einig, dass das Konzept Hand und Fuß habe. Das fand auch Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. Und er deutete an, dass das Projekt vom Land wohlwollend begleitet werden könnte.

„Investitionen in die Bildungsinfrastruktur stehen momentan hoch im Kurs“, sagte er. Um Fördergeld zu bekommen, sei ein schlüssiges Konzept unersetzlich. Mit der Machbarkeitsstudie sei der Grundstein dafür gelegt.

Langer Atem benötigt

Trotz aller Freude über die Perspektive für einen Scholl-Campus waren sich am Dienstag alle einig, dass es für die Umsetzung einen langen Atem braucht. Auch mit Unterstützung durchs Land werde man ein Vorhaben dieser Dimension nicht auf einen Schlag umsetzen können, so die einhellige Meinung. Oder, wie Matthias Remus es formulierte: „Wir müssen kleine, appetitliche Häppchen draus machen.“

Von Markus Kniebeler

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