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Rathenow Polizei rettet Frau aus dem Rathenower Stadtkanal
Lokales Havelland Rathenow

Rathenow: Polizei holt Frau aus dem Stadtkanal

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11:34 09.09.2020
An der Stadtschleuse wurde eine Frau aus dem Wasser geholt. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Am Montagabend musste sich die Polizei in Rathenow um eine offenbar hilflose Person kümmern, die im Wasser des Stadtkanals gesichtet wurde.

Zeugen hatten die Polizei darüber informiert. An der Stadtschleuse in Rathenow befinde sich eine Person im Wasser. Die Beamten stellten eine vollständig bekleidete Frau fest, die sich zunächst im Wasser im ufernahen Bereich aufhielt und offenbar unterkühlt war.

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Gemeinsam rausgeholt

Die Polizisten alarmierten den Rettungsdienst und die Feuerwehr und versuchten die Frau zu überzeugen, freiwillig aus dem Wasser zu kommen. Als die Frau jedoch immer weiter ins Wasser ging, folgte ihr ein Polizeibeamter. Ihm gelang es schließlich, die Frau gemeinsam mit den Rettungssanitätern aus dem Wasser zu holen.

Sie wurde anschließend in eine Fachklinik gebracht. Es handelt sich um eine 62-jährige Berlinerin. Der durchnässte Beamte wechselte nach dem Einsatz seine Uniform und setzte seinen Dienst fort.

Öl auf Wasser – solche Einsätze hat die Feuerwehr Rathenow immer wieder. Quelle: Kay Harzmann

Zum Rathenower Stadtkanal wird die Feuerwehr Rathenow immer wieder gerufen. Ab und an verlieren Boote Öl, das dann abgebunden werden muss.

Zuletzt hatte es im Juli Aufregung am Stadtkanal gegeben. Ein toter Hund im Wasser, ein paar verlassene Schuhe am Ufer und weit und breit kein Mensch in Sicht. Die Indizien ließen auf ein Unglück zu schließen: Hund ins Wasser gesprungen und in Not geraten, Herrchen hinterher und nicht mehr aufgetaucht.

Mit der Drohne

Dieses mögliche Szenario war der Grund für das Spezialaufgebot, dass sich unweit der Jederitzer Brücke auf die Suche machte. Neben Einsatzkräften der Feuerwehren Rathenow und Semlin mit Rettungsboot war auch die Taucherstaffel des ASB alarmiert worden. Und sogar die neue Drohne der Rathenower Feuerwehr kam zum Einsatz.

Personensuche auf dem Stadtkanal Rathenow im Juli. Quelle: Kay Harzmann

Als die Suchaktion in vollem Gange war, tauchte plötzlich ein Radfahrer auf, der Licht in die Situation brachte. Er habe zwei Stunden zuvor an besagter Stelle geangelt und einen toten Marderhund, der im Wasser trieb, an Land gezogen. Auch das Schuhpaar habe er unbeabsichtigt vom Boden des Kanals geangelt und am Ufer abgestellt.

Mit dem Auto reingerutscht

Im September vergangenen Jahre ist ein 65-Jähriger mit seinem Auto von seinem Grundstück in den Stadtkanal gefahren. Zeugen, die das Geschehen beobachteten sagten, der Wagen sei immer weiter rückwärts Richtung Böschung gefahren, um einem anderen Auto Platz zu mache. Irgendwann sei das Fahrzeug dann in den Havel-Kanal gerutscht.

Im vergangenen Jahr rutschte ein Auto in den Kanal. Quelle: Kay Harzmann

Von Joachim Wilisch