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Rathenow Rätselraten um den Güterbahnhof
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15:21 14.02.2019
Der Güterbahnhof in der Verladestraße. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Der alte Güterbahnhof in der Verladestraße könnte bald abgerissen werden. Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus teilte den Mitgliedern des Bauausschusses jüngst mit, die Deutsche Bahn habe die Stadtverwaltung über die Abrisspläne informiert.

Bei der Deutschen Bahn hält man sich bei einer Anfrage der MAZ mit derart konkreten Feststellungen indes zurück. Der Abriss erfolge erst nach einer eventuellen Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt, so die Antwort einer Sprecherin des Konzerns. Und dieses Eisenbahnbundesamt beteilige das Denkmalamt, sowie Stadt und Kreis, bevor es die Abrissentscheidung treffe. Die Aussage, dass der Güterbahnhof abgerissen werden soll, könne somit nicht bestätigt werden.

Vom Verfall bedroht

Unbestritten ist, dass sich der seit der Wende nicht mehr genutzte Bahnhof in einem bedenklichen Bauzustand befindet. Seit Jahren sichert ein Bauzaun das Grundstück ab, um Passanten vor herunterfallenden Bauteilen zu schützen.

Doch einfach abgerissen werden darf das Gebäude nicht. Denn es steht unter Denkmalschutz. Nach Auskunft aus dem Landesamt für Denkmalpflege handelt sich bei dem Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, um ein wichtiges Zeugnis der Rathenower Stadtgeschichte.

Die Bahnhofsanlagen – insbesondere der Hauptbahnhof und der Güterbahnhof – seien damals als Ensemble errichtet worden. Und erinnerten an den wirtschaftlichen Boom, den die Stadt vor mehr als 120 Jahren erlebte. Die Bahnhofsgebäude mit ihrer filigranen architektonischen Gliederung sind nach Einschätzung der Denkmalschützer Ausdruck dieses Aufschwungs. Deshalb wurden sie 1991 unter Schutz gestellt.

Stadt würde Grundstück gerne kaufen

Sollte es dennoch zu einem Abriss kommen, hätte die Stadt großes Interesse, das Grundstück zu erwerben. Denn es würde sich anbieten, um den Parkplatz an der Verladestraße zu erweitern und so den chronischen Mangel an Stellplätzen rund um den Bahnhof zu lindern.

Allerdings hat die Bahn einem solchen Ansinnen bereits eine Absage erteilt. Auf die Frage, ob ein Verkauf oder eine Nutzungsänderung beabsichtigt sei, könnte die Antwort deutlicher nicht sein. „Derzeit ist keine Nutzungsänderung beabsichtigt“, heißt es in der schriftlichen Antwort der Bahnsprecherin auf die MAZ-Anfrage. Die Fläche sei „betriebsnotwendig“. Warum das so ist, wurde allerdings nicht erläutert.

Von Markus Kniebeler

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