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Rathenow Schwerer Abbruch in der Berliner Straße
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16:00 28.03.2019
Derzeit werden die Balkone demontiert. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

In der Berliner Straße, schräg gegenüber vom Rathenower Rathaus, kommen Schaulustige derzeit auf ihre Kosten. Immer wieder halten Passanten an, um das Baugeschehen mit dem Kopf im Nacken zu verfolgen.

Anfang des Jahres begann die Entkernung des KWR-Blocks in der Berliner Straße 61-66. Seit Montag läuft der schwere Abbruch. Unter anderem werden die Balkone demontiert.

Es gibt ja auch jede Menge zu sehen. Seit Montag werden mithilfe eines mächtigen Krans die Balkone demontiert. Eine nach der anderen werden die schweren Betonplatten aus ihren Verankerungen gelöst und schweben dann am Kranhaken zu Boden, wo sie gesammelt und für die Entsorgung vorbereitet werden.

Danny Harwardt, Geschäftsführer KWR. Quelle: Markus Kniebeler

Schwerer Abbruch lautet der in Baukreisen geläufige Fachbegriff für das, was momentan an dem Wohnblock passiert, der kurz vor der Wende im Jahr 1989 eingeweiht wurde. In den kommenden Wochen werden alle Balkone auf die beschriebene Art und Weise demontiert. Der Erker auf der östlichen Kopfseite ist bereits verschwunden. Und auch die Vordächer vor den Eingängen gibt es nicht mehr.

Die künstlerisch gestalteten Keramikelemente der Hauseingänge sollen nach Auskunft von KWR-Geschäftsführer Danny Harwardt aber gesichert und später wieder aufgestellt werden. Nach einem geeigneten Ort für die Präsentation der Arbeiten werde noch gesucht.

Entkernung seit Anfang des Jahres

Während der schwere Abbruch erst seit wenigen Tagen läuft, hält der so genannte leichte Abbruch die Bauarbeiter seit Anfang des Jahres auf Trab. Wobei man sich von dem Fachbegriff nicht täuschen lassen sollte. „Leicht“ ist an den Arbeiten gar nichts. Mit Vorschlaghämmern, Pressluftmeißeln und anderen groben Instrumenten wird die Platte entkernt. „Das ist eine extrem kraftraubende Arbeit“, sagt Danny Harwardt. Vor allem das Aufstemmen der Estrichböden verlange den Männern alles ab.

Knochenharte Arbeit: Die Entkernung läuft seit Anfang des Jahres. Mehr als die Hälfte ist bereits geschafft. Quelle: Markus Kniebeler

Bis auf die Grundwände ist vor dem Abriss-Experten im Inneren des Gebäudes kaum etwas sicher. Trennwände, Türen, Sanitäranlagen, Heizkörper, Rohre und Kabel – alles kommt raus. In den Hauseingängen 61-63 haben die Zerstörer ihren Auftrag bereits erledigt. Die Nummern 64-66 sollen bis Mitte April entkernt sein.

60 Wohnungen werden saniert

Damit wird der Weg frei gemacht für den Innenausbau, der bis Mitte des kommenden Jahres erfolgen soll. 60 Wohnungen werden danach kaum wieder zu erkennen sein. Küchen, Bäder, Boden, Fliesen, Türen, Fenster sowie Sanitär- und Elektroleitungen werden erneuert. Nur die Grundrisse der mittelgroßen 2- und 3-Raum-Wohnungen bleiben weitestgehend unangetastet.

Die Betonteile werden gesammelt und zur Abholung bereit gelegt Quelle: Markus Kniebeler

Die allerwichtigste Neuerung kann mit einem Schlagwort beschrieben werden – Barrierefreiheit. Nach dem Einbau von sechs Aufzügen (einer je Hauseingang) werden alle Mieter ihre Wohnungen stufenlos erreichen können.

Investition von neun Millionen Euro

Neun Millionen Euro investiert die KWR in die Modernisierung der Berliner Straße 61-66. „Wir liegen ganz gut in der Zeit“, sagt Danny Harwardt. „Von bösen Überraschungen sind wird bislang glücklicherweise verschont geblieben.“

Übrigens hat man, wenn man von der Großbaustelle in der Berliner Straße nach Norden blickt, die nächste Großbaustelle der KWR vor Augen. In der Forststraße 1-2 wächst ein Neubau in die Höhe. Eine Demenz-WG und zwölf Wohnungen entstehen. Mal sehen, wer das Wettrennen gewinnt?

Von Markus Kniebeler

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