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Rathenow Seeger räumt Kommunikationsproblem ein
Lokales Havelland Rathenow Seeger räumt Kommunikationsproblem ein
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13:40 16.05.2019
Die Kundgebung des Bürgerbündnisses Havelland fand gleichzeitig mit der Jugendweihe statt. Quelle: Privat
Rathenow

Die Kundgebung des Bürgerbündnisses Havelland am vergangenen Sonnabend auf dem Märkischen Platz, durch die eine Jugendweihefeier gestört wurde, hatte nun noch ein Nachspiel in der Sitzung der Rathenower Stadtverordneten.

Nicht optimal

Während Vertreter des Bürgerbündnisses in der Einwohnerfragestunde einmal mehr erklärten, durch die Kundgebund sei niemand gestört worden, räumte der Bürgermeister ein, die Abstimmung im Vorfeld der Kundgebung zwischen den Beteiligten sei nicht optimal gelaufen.

Fast eine Nationalhymne

Der Reihe nach. Mitglieder des Bürgerbündnisses erklärten am Mittwoch, einige der Jugendweiheteilnehmer seien sogar erfreut gewesen, als die Brandenburghymne gespielt worden sei. Christian Kaiser betonte, das sei so etwas wie eine Nationalhymne des Landes Brandenburg. „Zu meiner Jugendweihefeier wurde sogar die DDR-Hymne gespielt.“

Christian Kaiser (Bürgerbündnis): Niemand wurde gestört. Quelle: Uwe Hoffmann

Andere Sprecher verwiesen auf eine Erklärung von Polizeidirektor Peter Meyritz, der erklärt hatte, die Lautstärke bei einer Kundgebung dürfe keine Rolle spielen. Die Veranstaltung sei ordnungsgemäß angemeldet worden und es habe keine Anzeichen gegeben, dass durch weitere zeitgleich stattfindende Veranstaltungen – etwa die Jugendweihe – Gefahr für die öffentliche Ordnung heraufbeschworen worden wäre.

Beleidigende Töne

Bürgermeister Ronald Seeger machte dennoch deutlich: „Ich fand das total daneben. Die Jugendlichen wurden bei ihrer Jugendweihefeier gestört.“ Das sei von den Organisatoren auch so mitgeteilt worden, unter anderem in den sozialen Netzwerken.

Auflagen sind möglich

Gleichzeitig nahm Ronald Seeger seine Stadtverwaltung in Schutz. Denn in den sozialen Netzwerken habe es auch beleidigende Äußerungen gegen ihn und die Stadtverwaltung gegeben. Einige äußerten sich dahingehend, dass Seeger und seine Verwaltung selbst in die Nähe der Rechtsextremisten zu rücken sei und sie deshalb gar kein Interesse daran hatten, die Kundgebung des Bürgerbündnisses mit Auflagen zu versehen.

Ronald Seeger, Bürgermeister von Rathenow Quelle: Anika Teubner

Zwar hätte man die Kundgebung nicht verbieten dürfen. Allerdings hatte die Rathenower Stadtverwaltung im Vorfeld offenbar auch keinen Überblick über die Jugendweihetermine oder andere Veranstaltungen im Kulturzentrum. Darum hatte es eine ausführliche Abstimmung dazu gar nicht gegeben.

Nie mehr wieder

Nur so lässt sich erklären, dass Ronald Seeger am Mittwoch vor den Stadtverordneten sagte: „Im Nachhinein besehen gebe ich zu, dass da einige Dinge im Vorfeld hätten besser laufen können.“ In Zukunft wolle sich die Stadtverwaltung insbesondere mit dem Kulturzentrum eng über Termine austauschen. „Dann kommt so etwas nicht mehr vor“, so der Bürgermeister.

Von Joachim Wilisch

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