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Rathenow Traktoren bringen Gestank in die City
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16:19 27.06.2019
Ein Feldhäcksler erntet Maispflanzen für eine Biogasanlage und befördert diese auf einen Traktor. Auf dem zur Anlage fahren die Traktoren durch die Rathenower Innenstadt. Quelle: dpa
Rathenow

Hundekot ist unbestritten ein Dauerbrenner am Lesertelefon. Reinhardt Koch hat festgestellt, dieses Problem nimmt zur Zeit wieder zu. „Ein ganze Weile war es weitgehend in Ordnung.

Nun liegen wieder viele Tretminen in der Innenstadt. Das Ordnungsamt sollte wieder verstärkt ein Auge darauf haben“, so der Anrufer. Das soll auch passieren, verspricht Rathenows Bau- und Ordnungsamtsleiter Matthias Remus.

Arbeit für die Mitarbeiter der Stadt gibt es auch am Stellplatz für Wohnmobile unweit des Stadtkanals. Dort liegt seit Wochen vertrockneter Baumschnitt, weiß Sabine Otto zu berichten. Matthias Remus war das nicht bekannt. Er lässt das prüfen und gegebenenfalls beseitigen.

Neue Fahrbahn nicht in Sicht

Klaus Ullrich wundert sich, warum die Gullideckel im Fuchsweg und nun auch im Habichtsweg erhöht wurden. „Sind das die Vorboten für eine Tränkdecke?“, möchte der Mann wissen. Diese Hoffnung nimmt ihm Remus. Die Stadt habe damit nichts zu tun. Hier sei lediglich der Wasser- und Abwasserverband tätig.

Über Gestank, der am Morgen durch die Innenstadt zieht, ärgert sich Renate Krensel. Schuld daran seien Traktoren, die Mais zur Biogasanlage transportieren. „Können die Fahrer nicht die Umgehungsstraße nutzen?“ fragt die Anruferin.

Tatsächlich können sie das nicht, denn für Traktoren ist die Kraftfahrstraße nicht ausgewiesen, weiß Matthias Remus. Der Landkreis habe sich lange um eine Ausnahmegenehmigung bemüht, jedoch vergeblich. „Wir würden das auch begrüßen, es liegt aber leider nicht in unserer macht“, betont der Ordnungsamtsleiter.

Unterstand muss repariert werden

Renate Streich aus Mögelin wandte sich an die MAZ, weil ihr Hinweis an die Stadtverwaltung Premnitz im Sande verlief. Die Frau macht darauf aufmerksam, dass der Unterstand für Radler und Fußgänger in Mögelin an der Ecke B 102 / Ortseingang in einem bedenklichen Zustand ist.

„Zur Laga 2006 wurde die Überdachung aufgestellt. Eine tolle Idee, nur leider löst sich inzwischen die Pappe und das Dach ist marode. Im Januar hatte ich die Verwaltung darauf aufmerksam gemacht.“ Weil sich nichts tat, rief sie vor fünf Wochen noch einmal an.

Das Problem sollte an die zuständige Stelle weitergeleitet werden, aber das Dach sieht noch immer genauso aus. „Beim nächsten Sturm wird sich vermutlich wieder etwas mehr Pappe lösen“, so Renate Streich.

Der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling (SPD). Quelle: Bernd Geske

Wie der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling versichert, sei der Verwaltung das Problem sehr wohl bekannt. Auch der Hinweis der Frau wurde weitergegeben. Die Stadt hat inzwischen auch einen Kostenvoranschlag eingeholt.

Der steht allerdings mit 5000 Euro in keinem Verhältnis zum Nutzen. „Wir werden versuchen, ein günstigeres Angebot von einem regionalen Partner einzuholen. In jedem Fall wird es repariert“, betont Tebling

Und noch einen Hinweis hat Renate Streich: „Der Waldmännchenpfad am Premnitzer Dachsberg ist leider größtenteils zerstört. Wenn man es nicht reparieren kann, sollte man das Ganze zurückbauen. So sieht es jedenfalls schlimm aus.“ Ähnlich sieht das die Verwaltung, die die restlichen Fragmente des Pfads entfernen wird, so Tebling.

Die neue Pumpe ist das Problem

Seit Herbst gibt es immer mal wieder kein Wasser auf dem Premnitzer Waldfriedhof, kritisiert Brigitte Knape. Sie hatte sich im Mai in der Friedhofsverwaltung erkundigt, wo das Problem liegt.

Die Mitarbeiter erklärten ihr, die Pumpe sei kaputt. „Aber das muss doch irgendwann mal repariert werden. Mit über 70 Jahren Wasserkannen dort hin zu schleppen, ist kein Spaß!“

„Wasser muss niemand zum Friedhof schleppen“, stellt der Bürgermeister klar. Es stehen mehrere Wasserbehälter auf dem Gelände, die PGW-Service sorge dafür, dass diese gefüllt sind. Richtig ist, dass es kein Wasser aus dem Hahn gibt.

Gebäude 060 schon wieder beschmiert

„Das scheint daran zu liegen, dass die neue Pumpe zu leistungsfähig ist und nicht genug Wasser abgenommen wird. Wir haben eine Firma beauftragt, die nun einen Ausgleichsbehälter installiert, der das Problem lösen soll“, erklärt Tebling.

Dankeschön an das Lesertelefon kommt in dieser Woche von Inge Martens. Sie und andere Hundebesitzer aus Rathenow West freuen sich, dass nach einem Hinweis an die MAZ-Redaktion der Hundebehälter am Baumschulenweg/ Ecke Clara-Zetkin-Straße wieder aufgestellt wurde.

Derweil ärgert sich Reinhardt Koch über die erneuten Schmierereien am Fielmann-Gebäude neben dem Rathaus. Erst vor wenigen Wochen wurde die Fassade von Graffiti befreit. „Nun ist der Sockel schon wieder beschmiert. Das ist doch eine Sauerei“, empört sich der Anrufer.

Stadt Rathenow verweist an die Polizei

Er hat einen Vorschlag: „Solche Taten werden doch nur am Abend oder nachts verübt. Kann das Ordnungsamt nicht in dieser Zeit verstärkt präsent sein. Jetzt beginnen die Ferien, da geht es doch erst richtig los.“

„Tatsächlich ist hier die Polizei zuständig, denn es handelt sich um eine Straftat“, stellt Rathenows Ordnungsamtsleiter Matthias Remus klar. Zudem seien die vier Mitarbeiter des Ordnungsamtes bereits in der Woche bis 22 Uhr und am Wochenende bis Mitternacht unterwegs. Erwischen sie einen Sprayer, würde der ohnehin wegrennen. „Wir können nicht mehr tun als jeder andere Bürger auch“, so Remus.

Wolfgang Schmidt hat eine Dreckecke entdeckt. Er möchte wissen, wer die Stellen reinigt, an denen die Kehrmaschine nicht hinkommt. Schmidt wohnt in der Karl-Gehrmann-Straße und beobachtet seit einiger Zeit, dass sich dort in der Kurve immer mehr Dreck ansammelt. Eine Absperrung verhindert, dass die Maschine dort alles kehrt.

Hindernis auf dem Radweg

„An der Stelle ist eine Handreinigung erforderlich. Diese werden wir nun veranlassen“, verspricht Matthias Remus. Er weist auch darauf hin, dass die Absperrung aufgestellt wurde, um zu verhindern, das Autos dort parken und den Verkehr behindern.

Klaus Ullrich weist daraufhin, dass der Gehweg in der Semlinerstraße etwa 200 Meter hinter dem Kreisverkehr vor einem Bauzaun so ausgetreten ist, dass zwischen Baumscheibe und Gehweg eine acht Zentimeter tiefe Kante entstanden ist. „Die muss dringend aufgefüllt werden, bevor jemand stürzt“, warnt Ullrich.

Mitarbeiter der Stadt schauen sich das Problem am Donnerstag an.Auch auf dem Gehweg in der Curlandstraße/ Ecke Rhinower Straße lauert ein Hindernis. „Hier wächst an einem Baum, der zwischen Geh- und Radweg steht, schon wieder so viel Grün, dass man kaum noch vorbei kommt“, berichtet Sabine Otto. Das hat auch Matthias Remus bemerkt. Noch in dieser Woche soll das Grün verschwinden

Von Christin Schmidt

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