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Rathenow Das einzig Richtige: Hilfe zur Selbsthilfe
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10:59 12.02.2019
Elke Dartsch mit Kindern im gambischen Dorf Kitty. Quelle: Foto: Privat
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Rathenow

Orangenbäume wachsen Dank der Unterstützung vieler Rathenower in Gambia. Auch die Brunnen, die das Wasser für die Bäume liefern, konnten die Menschen vor Ort unter anderem Dank der Hilfe der Havelländer bauen. Nun schickt Elke Dartsch die nächste Hilfsgüter gen Süden.

Die umtriebige Göttlinerin, die mit unermüdlichem Elan dafür sorgt, dass die Menschen im gambischen Kitty und im havelländischen Rathenow immer enger zusammenwachsen, hat wieder in enger Zusammenarbeit mit dem Verein „Hand in Hand“ einen Transporter voll mit Hilfsgütern beladen.

Auch das Auto selbst ist eine Spende und soll im März nach Gambia verschifft werden. Eigentlich sollte es längst auf dem Weg sein, doch der nicht mehr ganz neue Wagen kam nicht rechtzeitig aus der Werkstatt.

Hilfsgüter sollen Ostern in Gambia eintreffen

Nun müssen sich die Menschen in Kitty noch etwas gedulden. Etwa vier Wochen wird das Schiff unterwegs sein. Elke Dartsch hofft inständig, dass es bis zum 16. April ankommt, denn dann ist auch sie wieder in Gambia.

Wenn alles klappt, kann sie zu Ostern jede Menge Schuhe, Schulmaterialien, Malfarben, Kreide, Brillen für die Augenklinik in Brikama und einiges mehr auspacken. Die Spendenbereitschaft der Rathenower war wieder einmal überwältigend. „Sehr viele Menschen verfolgen unsere Aktivitäten in der Presse und reagieren auf unsere Aufrufe. Das hilft natürlich sehr“, freut sich Elke Dartsch.

Sie hat in den letzten drei Jahren durch die unterschiedlichen Hilfsprojekt für Gambia viele interessante Menschen kennengelernt und von den Spendern auch sehr persönliche Geschichten erfahren. „Eine ältere Damen beispielsweise schreibt jeden Monat einen Brief und spendet fünf Euro“, berichtet Elke Darsch.

Kita-Kinder spenden Schuhe für Gambia

Auch aus Ketzin kam ein Brief an, mit der Bitte, beim Spenden helfen zu dürfen. Eine Frau aus Berlin interessiert sich ebenfalls für die Projekte. „Es zieht inzwischen immer größere Kreise. Schon länger dabei ist die Kita Zwergenland in Rathenow West.

Die Mädchen und Jungen helfen, das Projekt „Kinder der halben Sonnen“ fortzuführen. Zudem haben sie unheimlich viele Kinderschuhe gespendet und sogar eine kleine Gambia-Ecke eingerichtet, so Dartsch.

Rathenower Autohäuser spendeten Verbandskästen. Die Lehrlinge aus dem Lehrlingswohnheim für Auszubildende des Landkreises Havelland, in dem Elke Dartsch seit November 2017 arbeitet, interessieren sich ebenfalls für die Hilfsaktionen und haben bereits Orangenbäume gespendet.

Eine Zahnbürste ist ein Luxusartikel

In dem Transporter, der nun nach Gambia verschifft wird, befinden sich auch zwei große Kisten aus der Bürgelschule. „Ich werde im April ein T-Shirt der Bürgelschule mitnehmen, denn die Menschen wollen wissen, wer ihnen hilft und zeigen das auch stolz“, erklärt die Göttlinerin.

Unheimlich große Resonanz gab es auch auf ihren Aufruf, Zahnbürsten für Gambia abzugeben. Innerhalb kürzester Zeit hatte sie 400 Zahnbürsten und jede Menge Zahnpasta gesammelt. Was Elke Dartsch damit will? Den Kindern in Kitty und in den anderen Dörfern das Zähneputzen schmackhaft machen.

„Eine Zahnbürste ist dort ein absoluter Luxusartikel. Die Menschen müssen erst einmal satt werden. Viele ernähren sich von billigem Zucker, um nicht zu hungern. Da sind Mangelernährung und Zahnprobleme vorprogrammiert. Ich will die Kinder spielerisch aufklären, in der Hoffnung, dass sie es in ihre Familie weitertragen“, sagt Elke Dartsch.

Nie hätte sie gedacht, dass ihre Aktionen einmal solche Ausmaße annehmen. „Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass ich mein Herz ein Stück weit an Gambia verliere. Das ist vor allem ,Hand in Hand’ zu verdanken. Sie tun das einzig Richtige. Hilfe zur Selbsthilfe nicht für die Menschen, sondern mit ihnen.“

Von Christin Schmidt

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