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Rathenow Bürgerstiftung knackt die halbe Million
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15:44 02.12.2019
Die Vorstandsmitglieder der Stiftung übergeben auf dem Bürgerbrunch Schecks an gemeinnützige Vereine und Projekte. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Wenn es darum geht, etwas für einen guten Zweck zu spenden, tönt so mancher, man solle doch erst einmal an die Menschen vor Ort denken.

Wer genau das möchte, sollte sich unbedingt mit der Bürgerstiftung für die Region Rathenow befassen. Die unterstützt nämlich seit mittlerweile zwölf Jahren ausschließlich gemeinnützige Projekte im Westhavelland.

Gerade hatte der Vorstand der Stiftung zur zwölften Sitzung des Stiftungsforums eingeladen, um Bilanz zu ziehen und die fiel äußerst positiv aus.

40.600 Euro für gemeinnützige Projekte

„Wir haben die halbe Million geknackt. Das heißt, die Stiftung verfügt nun über ein Stiftungsgrundvermögen in Höhe von rund 500.500 Euro. Mit rund 140.000 Euro sind wir 2007 an den Start gegangen“, verkündete Mario Schwalme freudig.

Seit 2018 steht er an der Spitze des Stiftungsvorstands und kümmert sich gemeinsam mit Ute Arndt, Werner Galys, Evelin Schulz und Daniela Werner um die Vorstandsarbeit. Dazu gehört neben der Spendenakquise, der Öffentlichkeitsarbeit und der Akquise neuer Förderprojekte vor allem auch die Steuerung der Finanzen.

Die ist wesentlich für die Stiftung, da die Förderung ausschließlich aus Zinserträgen erfolgt. Je mehr Geld also im Grundstock der Stiftung steckt, umso mehr kann an gemeinnützige Projekte verteilt werden. Seit 2007 flossen so insgesamt rund 40.600 Euro in gemeinnützige Projekte.

Die Bürgerstiftung und ihr Zweck

Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger.

Sie engagiert sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geografisch begrenzten Raum und ist in der Regel fördernd und operativ für alle Bürger ihres definierten Einzugsgebiets tätig.

Eine Bürgerstiftung unterstützt mit ihrer Arbeit bürgerschaftliches Engagement und baut kontinuierlich Stiftungskapital auf.

Alle Bürger können sich mit einer Zustiftung oder einer Spende beteiligen.

Eine Bürgerstiftung ist wirtschaftlich und politisch unabhängig. Sie ist konfessionell und parteipolitisch nicht gebunden.

„2019 konnten wir sogar noch mehr investiert als je zuvor. Insgesamt haben wir rund 5400 Euro für verschiedenste Vorhaben im Westhavelland ausgereicht“, verkündete Mario Schwalme.

Unter anderem unterstützte die Stiftung den Jugendclub Premnitz, eine Tagesmutter im Milower Land und den Sommerleseclub der Rathenower Stadtbibliothek. Auch in den neuen Freizeitplatz am Körgraben in Rathenow floss ein Zuschuss von 1000 Euro.

„Das Geld soll in eine Sitzgelegenheit, die zugleich auch Sportgerät ist, investiert werden. „Ein Holzkünstler wird das Ganze zusammen mit Jugendlichen bauen. So soll bei den jungen Menschen, die den Platz nutzen, die Wertschätzung für das Geschaffene erhöht werden“, erklärte Vorstandsmitglied Ute Arndt.

Vorstand spart zudem Kosten ein

Nicht zuletzt freuten sich auch die Stinknormalen Superhelden und der Kampfsportverein Seiken über finanzielle Hilfe durch die Bürgerstiftung. „Wir sind auf ganz viel Dankbarkeit bei den Menschen, die wir unterstützt haben, gestoßen“, bemerkte Mario Schwalme.

Er hatte noch mehr gute Nachrichten für die Mitglieder des Stifterforums: Dem Vorstand ist es gelungen, bei den Ausgaben kräftig zu sparen. „Wir hatten uns entschlossen, die Büroräume zu kündigen. Für unsere regelmäßigen Sitzungen stehen uns jetzt kostenfrei Räume zur Verfügung, was die Ausgaben deutlich senkt“, so Schwalme.

Er nutzte die Gelegenheit auch für Selbstkritik. „Was das Netzwerken angeht, haben wir uns deutlich gesteigert. Wir müssen aber in Sachen Social Media und Internet noch deutlich besser werden. Das fällt uns zugegebenermaßen schwer, aber wir arbeiten jetzt daran!“, versprach Mario Schwalme.

Einen Sitz im Stifterforum haben übrigens all jene Bürger, die 1000 Euro und mehr in das Stiftungskapital eingezahlt haben und sich nach spätestens zehn Jahr mit weiteren 500 Euro oder mehr beteiligen. Als Mitglied des Stifterforums kann man auch Einfluss auf die Schwerpunkte der Stiftungsarbeit nehmen.

Von Christin Schmidt

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