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Rathenow Die Stadt ins rechte Licht gerückt
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19:12 25.11.2019
Der Rathenower Kirchberg: Motiv aus dem aktuellen Stadtentwicklungskalender, der jetzt im Handel ist. Quelle: Henry Mundt
Rathenow

Wer in Rathenow lebt, der läuft Gefahr, im Alltagstrott den Blick für die baulichen Fortschritte zu verlieren, die in den vergangenen drei Jahrzehnten das Stadtbild verändert haben. Oft sind es Besucher von auswärts, die Einheimische auf die Schönheiten der Stadt aufmerksam machen.

Zu der letztgenannten Gruppe gehört auch Henry Mundt. Der Berufsfotograf aus Neuruppin kommt seit 19 Jahren in die Stadt, um liebevoll sanierte Gebäude, gelungene Neubauten und behutsam hergerichtete Plätze ins rechte Licht zu rücken. An seinem Blick auf die Entwicklung der Stadt können alle teilhaben. Die Fotografien Mundts sind im Stadtentwicklungskalender zu bewundern, der jährlich erscheint.

Der Fotograf Henry Mundt. Quelle: privat

Gerade ist die 19. Auflage in den Handel gekommen. Und in gekonnter Weise ist es dem Fotografen wieder gelungen, den Blick auf jene Orte zu lenken, die sich im vergangenen Jahr zu „liebevollen Oasen des städtischen Lebens“ entwickelt haben, wie Bürgermeister Ronald Seeger im Vorwort zum Kalender schreibt.

Kita und Skate-Anlage

So ziert zum Beispiel die Kita am Weinberg, die im vergangenen Jahr eine rund 500 000 Euro schwere Schönheitskur verpasst bekam, das Kalenderblatt für den Monat März. Die neue Skate-Anlage auf dem Ride-Platz ist auf dem Juni-Blatt zu sehen – ein Biker im Sprung verleiht dem Foto Dynamik. Und wer den Dezember aufschlägt, auf dem die neuen Häuser auf dem Kirchberg in warmen Farben leuchten, der bekommt spontan Lust auf einen Spaziergang über einen der ältesten Plätze der Stadt.

Erste Sichtungstour im Winter

Wer sich ein bisschen mit Fotografie beschäftigt, der weiß, wie viel Arbeit in solch einem Werk steckt. Los geht es meist im Winter. Dann kommt Mundt erstmals nach Rathenow, um mit Vertretern aus dem Bauamt der Stadt eine Tour zu jenen Orten zu machen, welche die Stadt für den künftigen Kalender auserkoren hat.

Bei dieser Tour macht Mundt erste Fotos und jede Menge Notizen. Was ist das Besondere an dem vorgeschlagenen Motiv? Gibt es interessante Details, die man als kleine Fotos zum Hauptbild stellen kann? Von wo scheint die Sonne zu welcher Zeit aufs Motiv?

Warten auf das richtige Licht

Dieser letzte Punkt ist besonders wichtig. „Ich versuche, meine Fotos möglichst in warmem Licht zu machen“, sagt der 58-Jährige, der lange Jahre als Fotograf in einem Architekturbüro gearbeitet hat. Wenn die Sonne im Zenit stehe, gebe es harte Schlagschatten und eine unromantische Stimmung. Deshalb bevorzuge er im Sommer die frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden, in denen das Licht wärmer und die Farben satter sind.

Die Stadt gibt den Kalender in Auftrag. Referentin Anne Kießling präsentiert das aktuelle Exemplar.- Quelle: Markus Kniebeler

Anhand seiner Notizen stellt Mundt sich seine Touren zusammen. Vier bis fünf Mal kommt er in den Sommermonaten in die Stadt, um seine Fotos zu machen. Am heimischen Computer stellt er dann die Kalenderblätter zusammen, die aus einem Haupt- und zwei Nebenmotiven bestehen.

Die ersten Entwürfe gehen dann zur Prüfung an das Bauamt, das als Auftraggeber natürlich ein Wort mitzureden hat. Aber in der Regel gibt es an den Vorschlägen des Fotografen nichts auszusetzen.

Ungeliebte Mülltonnen

Bei der Fototour kann es Unwägbarkeiten geben, die nicht zu planen sind. Manchmal zieht sich der Himmel zu und verwandelt die zuvor strahlende Fassade in ein graues Einerlei. Auch wenn die Mülltonnen vor der Tür stehen oder die Wäsche über der Balkonbrüstung hängt, ist es ums perfekte Foto geschehen. Aber irgendwann klappt es immer – der aktuelle Kalender ist dafür der beste Beweis.

Die Herstellung des Kalenders wird mit Geld aus der Städtebauförderung unterstützt. Zum Preis von 5 Euro kann er erworben werden beim Tourismusverein Westhavelland (Freier Hof 5), in der Buchhandlung Tieke (Berliner Str. 4) und bei Schreibwaren Rühle (Goethestraße 25).

Von Markus Kniebeler

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