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Rathenow Rita König schreibt in Rhodos an neuem Werk
Lokales Havelland Rathenow Rita König schreibt in Rhodos an neuem Werk
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18:07 11.04.2019
Rita König genießt den Ausblick aufs Meer. Zum dritten Mal weilt sie Dank eines Stipendiums im Schriftsteller- und Übersetzerzentrum auf Rhodos.
Rita König genießt den Ausblick aufs Meer. Zum dritten Mal weilt sie Dank eines Stipendiums im Schriftsteller- und Übersetzerzentrum auf Rhodos. Quelle: Foto: Privat
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Rathenow

Eine Auszeit am griechischen Meer, um sich voll und ganz dem Schreiben zu widmen – davon träumt so mancher kreative Geist. Für die Rathenower Schriftstellerin Rita König ist das Wirklichkeit und das schon zum dritten Mal.

Nach einem ersten Aufenthaltsstipendium im Internationalen Schriftsteller- und Übersetzerzentrum auf Rhodos 2008 kehrte sie im Frühjahr 2018 auf die Insel zurück und weilt gerade wieder für vier Woche dort.

Sie hat sich vorgenommen, die Zeit intensiv zu nutzen, um an einem neuen Buch und einem neuen Text zu arbeiten. „Ich schreibe recht viel, werde aber erst in einigen Wochen wissen, was davon zu gebrauchen ist“, so Rita König mit einem Schmunzeln.

Arbeiten im Café, entspannen am Strand

Sie genießt es, frei vom Alltag schreiben zu können. Egal ob mitten in der Nacht oder früh am Morgen – wenn ihr danach ist, greift sie zur Tastatur.

Zwischendurch erholt sie sich am Meer. Der Strand eignet sich allerdings weniger zum Schreiben. Dafür hat Rita König die Cafés auf der Insel zum Schreiben für sich entdeckt.

„Die Gespräche der anderen Gäste verstehe ich ja nicht – und die Geräuschkulisse der Stimmen klingt somit wie Meeresrauschen“, erklärt die Autorin.

Schreiben mit Blick auf die Akropolis

Noch bis zum 16. April genießt die gebürtige Havelländerin die Auszeit im sonnigen Griechenland. Das Stipendiaten-Haus im italienischen Baustil nahe der Akropolis ist bis dahin ihr Wohn- und Arbeitsort. Natürlich ist dort nicht allein. Unter anderem traf sie einen britischen Jugendbuchautor.

Auch ein Kollege aus der Heimat weilt dort – der Übersetzer und Moderator Bernhard Robben, der in der Nähe von Neuruppin lebt. Natürlich tauschen sich die Kreativen auch untereinander aus.

„Wir sprechen hin und wieder über politische Themen und vergleichen die Strukturen in den einzelnen Ländern. Sehr spannend“, verrät die Rathenowerin. Sie durfte dieses Mal sogar ihr Werk auf Rhodos vorstellen.

Griechische Lokalpresse berichtet über die Havelländerin

Eleftheria Binikou, die Leiterin des Internationalen Schriftsteller- und Übersetzerzentrums, nahm mit dem Ökumenischen Begegnungszentrum Kontakt auf, der König zu einem "Kulturabend" einlud.

„Die Vielfalt der Darbietungen war beeindruckend – von einem Schüler des Musikgymnasiums, der Lyra, Gitarre und Saxophon spielte, bis zum ,Ein-Frau-Theaterstück’ über die schwierige Arbeit der Sekretärin Gottes“, berichtet König.

Sie nutzte die Gelegenheit um ihre Romane „Rot ist schön“ und „Fast schon ein ganzes Leben“ vorzustellen. Für Rita König ein besonderer Moment.

Die erste Lesung im Ausland

Immerhin war es ihre erste Lesung in Griechenland, über die auch die lokale Presse berichtete. „Dafür bin ich dankbar und ich habe mich natürlich besonders gefreut, in einem ganz anderen Umfeld so viel Lob zu erfahren.“

Ihre Zuhörer waren vor allem Deutsche, die der Liebe wegen in Griechenland leben. Aber auch zwei ältere Griechen mit guten Deutschkenntnissen lauschten aufmerksam.

Noch ein paar Tage kann Rita König die mediterrane Luft und die griechische Gastfreundschaft genießen. Nach Ostern ist sie dann wieder in der Heimat unterwegs um ihren aktuellen Roman „Fast schon ein ganzes Leben“ vorzustellen. Die Termine zu den Lesung und mehr zur Autorin gibt es auf www.rita-koenig.de

Von Christin Schmidt