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Rathenow Rote Schuhe auf dem Märkischen Platz: Rathenow tanzt gegen Gewalt an Frauen
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06:57 12.02.2020
Am 14. Februar sollen 122 Paar rote Schuhe aufgestellt werden, ein Paar für jede Frau, die 2018 von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet wurde. Quelle: Christin Schmidt
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Rathenow

Junge Frauen, Schülerinnen, engagierte Ehrenamtlerinnen und Seniorinnen – sie alle haben in den letzten Wochen in ihrem Schuhschrank gekramt und nach roten Schuhe gesucht, die sie am Valentinstag auf dem Märkischen Platz aufstellen wollen.

Nein, es geht ihnen nicht darum, am Tag der Liebe Männer zu beeindrucken. Wohl aber darum, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Denn die Schuhen sollen deutlich machen, wie viele Frauen allein 2018 hierzulande durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet wurden.

Ziel ist es, 122 Paar Schuhe im Stadtzentrum symbolisch aufzustellen, ein Paar für jede getötete Frau.

Von New York nach Rathenow

Zu der Aktion aufgerufen hatte der Rathenower Frauenverein, Träger des einzigen Frauenhauses im Havelland. Der Verein holte 2014 erstmals die weltweite Aktion „One Billion Rising“ – „Eine Milliarde erhebt sich“ nach Rathenow.

Diese rief die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler 2012 ins Leben, um mit Musik, Tanz und positiver Stimmung auf ein ernstes Thema aufmerksam zu machen: Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Auch 2020 beteiligt sich Rathenow an der Protestaktion, die ein Symbol weltweiter Frauensolidarität ist.

Die Frauenhaus Mitarbeiterinnen Catrin Seeger und Jana Reinhardt sammeln 122 Paar rote Schuhe. Jedes Paar steht für ein Femizid-Opfer in 2018. Quelle: Christin Schmidt

In diesem Jahr hat sich die Vorsitzende des Frauenvereins, Catrin Seeger, für die Aktion am 14. Februar etwas Besonderes einfallen lassen und bereits vor Wochen dazu aufgerufen, rote Schuhe zu sammeln und diese am Freitag spätestens um 14 Uhr auf dem Märkischen Platz aufzustellen.

„Ich bin überwältigt, wie viele Menschen sich daraufhin gemeldet haben. Alle Generationen haben mitgeholfen. Das Interesse ist groß und auch das Bedürfnis, auf dieses Thema aufmerksam zu machen“, sagt Catrin Seeger.

Sie hofft, dass dem Aufruf am Freitag so viele Menschen wie möglich folgen und damit zeigen, dass ihnen das Thema am Herz liegt. Die Chancen, dass das Ziel, 122 Paar Schuhe aufzustellen, erreicht wird, stehen jedenfalls gut.

Um 15 Uhr wird dann am Freitag Brandenburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) die Veranstaltung eröffnen, bevor gemeinsam die einstudierte Choreographie mit professioneller Unterstützung der Tänzerinnen von Family Fitness getanzt wird. Wer diese nicht kann, tanzt einfach so mit. Was zählt ist die Botschaft, nicht die Performance.

Von Christin Schmidt

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