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Rathenow Schießübungen trotz extremer Trockenheit
Lokales Havelland Rathenow Schießübungen trotz extremer Trockenheit
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19:10 10.07.2019
Niederländisches Bataillon auf dem Klietzer Truppenübungsplatz Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Kritik an den Schießübungen auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Klietz kommt von Hans-Joachim Specht. Er kann nicht verstehen, dass trotz der extremen Trockenheit dort täglich geschossen wird.

„Und das nur wenige Kilometer von Ortschaften entfernt“, betont der Mann. Vergeblich habe er versucht, den Beauftragten für Katastrophenschutz des Landkreises Havelland diesbezüglich zu erreichen. Der Anrufer möchte wissen, ob sich der Landkreis gegen diese Übungen nicht wehren kann?

„Wenn ich die Nachrichten mit den zahlreichen Waldbränden verfolge, wird mir angst und bange. Diese Schießerei ist nichts anderes als Brandstiftung“, so Specht.Auf MAZ-Anfrage hat Norman Giese, Pressesprecher des Landkreises Havelland, dazu Stellung genommen.

Keine Waldbrände aufgrund von Schießübungen

Wie er erklärt, dienen die regulären Schießübungen der Bundeswehr dem Erhalt der Wehrfähigkeit der Bundeswehr sowie deren Bündnispartnern.

Bei erhöhten Waldbrandwarnstufen - vorrangig in den Sommermonaten - sei die Bundeswehr-Feuerwehr bei allen Schießübungen involviert, um etwaige Brandgefährdungen bereits in der Entstehungsphase zu beseitigen.

„Die Waldbrände, die in den vergangenen Jahren in Brandenburg entstanden, sind nach unseren Informationen nicht auf Schießübungen der Bundeswehr zurückzuführen“, macht Giese deutlich.

Landkreis hat keinen Einfluss

Zugleich stellt er klar, dass der Landkreis Havelland, ebenso wie die Ämter und Gemeinden, keinen Einfluss auf den Übungsbetrieb der Bundeswehr haben.

„Die Zuständigkeit liegt hier klar beim Bundesministerium der Verteidigung. Alle umliegenden beziehungsweise vom Übungsverlauf betroffenen Kommunen erhalten ausschließlich zeitnahe Informationen über das Stattfinden und die Form der Durchführung der Übungen“, so der Pressesprecher.

Ein Pflaumenbaum an der Göttliner Dorfstraße gedeiht so prächtig, dass er inzwischen nicht nur die Laterne vor dem Haus mit der Nummer 26 umwächst. „Der Baum ragt auch auf die Fahrbahn, so dass größere Autos inzwischen ausweichen müssen“, schildert Udo Wegner.

Bäume werden zeitnah gestutzt

Er meint, der Baum müsse zeitnah beschnitten werden. Das sieht auch die Stadtverwaltung so.Wie Rathenows Stadtsprecherin Anne Kießling mitteilt, müssen sogar mehrere Bäume in dem Bereich gestutzt werden. Die Arbeiten werden nun eingeplant, so Kießling.

In der Großen Milower Straße und der Brandenburger Straße bis hin zur Bergstraße, ist die Markierung der Radwege inzwischen so verblasst, dass Radler gar nicht mehr erkennen können, wo sie fahren müssen. Darauf weist Rolf Stiel am Lesertelefon hin.

Er bittet darum, dass hier schnellstmöglich nachgebessert wird.Tatsächlich sei der Teil des Weges als gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgewiesen und könne von Radlern und Fußgängern mit Rücksicht aufeinander gleichermaßen genutzt werden, so Kießling. Ansonsten sei die farbliche Markierung hier ausreichend.

Von Christin Schmidt

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