Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Schüler reißen die Mauer noch einmal ein
Lokales Havelland Rathenow Schüler reißen die Mauer noch einmal ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:02 27.11.2019
Mauer aufgebaut und eingerissen – die Schüler beim Ausstellungsrundgang. Quelle: Norbert Stein  
Rathenow

Marina Prüfer lässt im Kulturzentrum Rathenow noch einmal ihre Blicke durch die Ausstellung „30 Jahre Mauerfall in der Kunst“ im Foyer des Hauses schweifen. Am Wochenende endete die von ihr mit weiteren Künstlern und regionalen Akteuren gestaltete Schau.

Das Ende als Anfang

Dennoch möchte Marina Prüfer nicht das Ausstellungsende in den Mittelpunkt ihrer Gedanken rücken. „Es könnte auch der Anfang für eine Fortsetzung sein“, sagt sie. 30 Jahre Deutsche Einheit im Oktober nächsten Jahres würden sich dafür anbieten, wenn nicht sogar positiv aufdrängen, meint die Künstlerin nach einem letzten Ausstellungsrundgang mit zwölf Jugendlichen der zehnten Klasse des Fachbereiches Kunst an der Bruno H. Bürgel Schule unter Leitung von Stephanie Lutz.

Viele Projekte

Marina Prüfer und die Schüler haben sich in den letzten Monaten mit der Ausstellungsthematik Mauerfall in der Kunst beschäftigt und dazu passende Projekte entwickelt. So hatten die Jugendlichen dann zur Ausstellungsbesichtigung auch selbst gestaltete Masken mitgebracht und Kartons, die sie zu einer Mauer falteten um sie anschließend einzureißen.

Die Schüler nach ihrer Überraschungsaktion. Quelle: Norbert Stein  

Masken können wie Mauern Wesentliches verdecken, Sichtweiten einengen und verdunkeln. Nur wer sein Gesicht nicht hinter einer Maske verbirgt kann neue Lebensweisen entdecken. Das ist die Botschaft, die von den Bürgelschülern mit ihren Ausstellungsbeiträgen vermittelt wird.

Die Flügelwesen

Marina Prüfer lenkte beim Ausstellungsrundgang die Aufmerksamkeitauch auf Flügelwesen, die sie gemeinsam mit Rhinower Kindern aus der Kita Knirpsenstadt, dem Hort und der Arbeitsgemeinschaft Wald und Wiesen gestaltet hat.

Hase ohne Angst

Viele dieser Kunstwerke sind auf einem Pferdehof und auf dem Dorfplatz von Kietz entstanden. Mitten zwischen die Beiträge zu 30 Jahre Mauerfall in der Kunst hatten die Ausstellungsmacher das Bild von einem Hasen platziert. „Der Hase ist das Symbol für die Überwindung von Angst in der Natur“, erklärte Marina Prüfer den Schülern.

Das Interesse war groß. Quelle: Norbert Stein  

Auf dem weiteren Rundgang durch die Ausstellung erfuhren die Jugendlichen mehr. „Mauern zementieren Persönlichkeitsentwicklung, Kreativität, Meinungsvielfalt und Bewegungsfreiheit ein“, sagte Marina Prüfer. Die in der DDR aufgewachsene Künstlerin hat Anfang der 1970er Jahre mit einer riskanten Flucht in den Westen die deutsch-deutsche Grenze überwunden.

Vom Leben geprägt

Die damit verbundenen Lebensveränderungen prägen auch noch heute ihre künstlerische Arbeit.

Von Norbert Stein

Am Freitag gehen anlässlich eines weltweiten Tages zur Aktion "Fridays for Future“ in Rathenow Jugendliche auf die Straße. Eine prominente Fürsprecherin hatten die Jugendlichen, die das organisieren, jetzt bei einem Treffen mit Luisa Neubauer.

29.11.2019

Der Bau des Uferwegs am Stadtkanal geht in die letzte Phase. Sitzbänke müssen noch aufgestellt, Laternen installiert und ein Zaun gezogen werden. Im Dezember soll der Abschnitt, der den Uferweg zum echten Rundweg macht, freigegeben werden.

26.11.2019

Britta Mau hat an der Volkshochschule erstmals Kurse in Kalligrafie angeboten. Sie sind auf Anhieb ausgebucht gewesen. Sie lehrt, die eigene Handschrift zu verbessern und schrittweise immer mehr zu verschönern.

26.11.2019