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Rathenow Schüler zeichnen Leuchttürme
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17:46 04.07.2018
Schüler der Kleinen Grundschule Hohennauen mit ihren Zeichnungen. Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow/Hohennauen

An mehreren Tagen im Mai und Juni beschäftigten sich die 24 Schüler der Klasse 3/4 der Kleinen Grundschule Hohennauen im Rahmen ihres Projektes Wasserwerkstatt „Wasser ist Leben“ mit dem Thema Wasser. Zu den verschiedenen Themen gehörten unter anderem der Wasserkreislauf, Wetterphänomene, die Nord- und Ostsee mit ihren Inseln und Leuchttürme. Dabei entstanden auch Zeichnungen von Tieren, die im Wasser leben und von Leuchttürmen an der deutschen Nord- und Ostseeküste.

Ausstellung ergänzt

Durch den Kontakt zum Kulturzentrum ergänzen die rund vier Dutzend Zeichnungen der Schüler jetzt die aktuelle Ausstellung „Deutschlands Leuchttürme“. Am Montag hängten die Schüler gemeinsam ihre Bilder auf.

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Rolf Merkel vom Verein zur Förderung der optischen Tradition führte die Kinder durch die Ausstellung im Foyer. Da erfuhren sie noch einmal viele Einzelheiten über diese typischen Küstenbauwerke. So führen auf die höchsten unter ihnen 325 Stufen hinauf. Und der eher kleine Leuchtturm in Pilsum mit seiner gelb-roten Farbe wurde durch einen Kinofilm mit Otto Waalkes bekannt.

Mia Rausch (10) hängt stolz ihre Zeichnung des Leuchtturm Zist Ost auf. Quelle: Uwe Hoffmann

Natürlich erklärte Rolf Merkel den Schülern auch, dass viele Linsen für die Optik der Leuchttürme im 19. und 20. Jahrhundert in Rathenower Firmen hergestellt wurden. „Die Rathenower Firma Picht & Co. produzierte und exportierte als erste optische Speziallinsen in alle Welt und später auch die Firma Wilhelm Weule“, erzählt Merkel. „So lieferte Picht zum Beispiel 1885 die erste Leuchtfeueroptik für den ab 1883 ersten Leuchtturm im Meer, Roter Sand.“

Der Rathenower Leuchtturm

Die Schüler erfuhren auch, warum Rathenow einen Leuchtturm hat. Der Leuchtturm wies bis 1997 auf der Mittelmole Nord in Warnemünde viele Jahrzehnte den Schiffen den sicheren Weg in den Rostocker Hafen. Im Juli 2008 ging der Leuchtturm, durch Vermittlung der Interessengemeinschaft Seezeichen, wo Rolf Merkel Mitglied ist, auf den Weg in die Heimat seiner Leuchtfeueroptik, nach Rathenow und ist seit seinem Aufbau im Juni 2009 ein Wahrzeichen der Optikstadt und des Optikparks.

Für die Hohennauener Schüler hatte Sylvia Wetzel vom Kulturzentrum ein Quiz rund um das Thema Leuchttürme entwickelt, womit sich die Kinder am letzten Schultag im Deutsch-Unterricht beschäftigten.

Rolf Merkel führte die 24 Hohennauener Schüler durch die „Leuchtturm“-Ausstellung. Quelle: Uwe Hoffmann

Die Ausstellung „Wasser ist Leben – Unsere Wasserwerkstatt“ mit vier Dutzend Kinderzeichnungen ist noch bis zum 29. Juli in der ersten Etage des Kulturzentrums zu sehen. Die Ausstellung „Deutschlands Leuchttürme“ im Foyer ist bis zum 26. August zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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