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Rathenow Brandenburg hat jetzt eigenen Sommerleseclub
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16:52 24.05.2019
Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Helmut Scholz wirbt für den „Brandenburger Lesesommer.“ Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

 Am 11. Juni eröffnet die Stadtbibliothek Rathenow zum zehnten Mal den Sommerleseclub und bietet Schülern ab 9 Jahren exklusiven Lesestoff an. Das Ferienleseprojekt hat sich in der havelländischen Kreisstadt etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit.

Im letzten Jahr konnte mit 152 Teilnehmern wieder ein Rekord aufgestellt werden. Auch Eltern und Lehrer zeigen sich stets begeistert. Dennoch wäre es beinahe der letzte Sommerleseclub gewesen, denn im Herbst kam die überraschende Nachricht, dass das Projekt in dieser Form nicht fortgesetzt wird.

„Das Kultursekretariat Nordrhein-Westfalen teilte uns mit, dass es ein neues Pilotprojekt gibt, das zwar weiterhin Sommerleseclub heißt, aber ein ganz anderes Konzept verfolgt“, erklärt die Leiterin der Stadtbibliothek Ulrike Wünsch.

Die Idee stammt aus Los Angeles

Sie hatte sich wie etwa zehn weitere Bibliotheken aus Brandenburg 2010 dem Modellprojekt angeschlossen, dass das Kultursekretariat Nordrhein-Westfalen inspiriert vom „Summer Reading Club“ in Los Angeles ins Leben rief.

„Wir waren damals auf der Suche nach einem Ferienleseprojekt. Da es in Brandenburg ein solches Angebot nicht gab, schlossen wir uns dem NRW-Modell an“, erinnert sich Gisela Kanitz, Vorstandsmitglied des Fördervereins der Rathenower Stadtbibliothek.

Während Einrichtungen in NRW von ihrer Landesregierung finanziell unterstützt wurden, zahlten die Bibliotheken anderer Länder jedes Jahr 500 Euro. Dafür gab es das komplette Marketingmaterial samt Plakaten, Urkunden und Leselogbüchern.

Der Brandenburger Lesesommer beginnt am 11. Juni

In Rathenow stemmte die Summe stets der Förderverein, der Spenden sammelte, um auch die etwa 300 Neuerscheinungen kaufen zu können, aus denen die Kinder jedes Jahr aufs Neue auswählen.

Weil das Projekt ein so wichtiger Beitrag zur Leseförderung ist, schlossen sich nun neun Bibliotheken zusammen und beschlossen mit Unterstützung der Landesfachstelle für Archive und öffentliche Bibliotheken ein eigenes Ferienleseprojekt für Brandenburg auf die Beine zu stellen.

Innerhalb kürzester Zeit entstand die Marke „Brandenburger Lesesommer“, der am 11. Juni in Rathenow eröffnet wird. Für die mehr als einhundert Mädchen und Jungen, die sicher auch in diesem Jahr mit lesen, wird sich bis auf das neue Design nichts ändern.

Regionale Unternehmen spenden 2300 Euro

„Uns war es wichtig, dass das Buch weiterhin im Mittelpunkt steht und die sehr gute Verbindung zu den Schulen bestehen bleibt. Dazu gehört auch, dass Lehrer die erfolgreiche Teilnahme mit einer guten Zensur belohnen“, so Ulrike Wünsch.

Das neue Pilotprojekt in NRW setzt dagegen auf Lese-Teams, die gemeinsam kreative Aufgaben lösen. „Es geht sehr viel um Kreativität, basteln, Videos drehen – alles ist möglich. Das ist sicher ein tolles und fortschrittliches Projekt, aber es ersetzt nicht den Sommerleseclub, der sich über die Jahre so erfolgreich etabliert hat“, sagt Ulrike Wünsch.

Sie freut sich besonders, dass sich in diesem Jahr so viele regionale Unternehmen mit einer Spende beteiligen. 2300 Euro kamen zusammen, dem Lesespaß steht also nichts mehr im Weg.

Der Brandenburger Lesesommer – den man auch weiterhin Sommerlesclub nennen darf – soll kein einmaliges Angebot sein, sondern sich in den nächsten Jahren etablieren. Übrigens bietet die Rathenower Stadtbibliothek den einzigen Sommerleseclub im Havelland an.

Von Christin Schmidt

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