Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Rathenow Sprechende Uhren am Tag der Sehbehinderten
Lokales Havelland Rathenow Sprechende Uhren am Tag der Sehbehinderten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:26 06.06.2018
Rainer Wolter (links) vom Bezirksverband Rathenow-Westhavelland stellt einem Besucher hier einen Wecker vor, der die Uhrzeit sagen kann.
Rainer Wolter (links) vom Bezirksverband Rathenow-Westhavelland stellt einem Besucher hier einen Wecker vor, der die Uhrzeit sagen kann. Quelle: Bernd Geske
Anzeige
Rathenow

Die Bezirksgruppe Rathenow-Westhavelland hat den 6. Juni als bundesweiten Tag der Sehbehinderten genutzt, um Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen vorzustellen. Weil der Bundesverband den diesjährigen Tag unter das Motto „Museum“ gestellt hat, hatte die hiesige Bezirksgruppe die Verantwortlichen des Kulturzentrums gebeten, ihnen dort Platz zu geben. Im Dachgeschoss des Hauses befindet sich das Optik-Industrie-Museum.

Rainer Wolter, der Vorsitzende des Bezirksgruppe, hatte mehrere Partner gewinnen können, die sich an der Präsentation beteiligten. Er selbst stellte verschiedene Hilfsmittel vor und erklärte eine Reihe von Geräten, die das Rathenower Sanitätshaus Seeger zur Verfügung gestellt hatte. Besonders oft und gern stellte er Uhren vor, die die Zeit auf Tastendruck ansagen können. Das kann ein Wecker sein, aber auch eine Armbanduhr. Sehr eindrucksvoll war der „Einkaufs-Fuchs“, ein Gerät, das die Strichcodes von vielen Millionen Produkten erkennen und sehbehinderten Menschen erklärend vorlesen kann.

Alle Mitwirkenden der Präsentation im Foyer des Kulturzentrums. Quelle: Bernd Geske

Die Firma Optik-Service aus Rathenow hatte ein breit gestreutes Angebot von der einfachen Lupe zum Anklippen bis zum großen Lesegerät mitgebracht. Vorgestellt wurden dort auch kontraststeigernde Brillengläser und mobile elektronische Lesegeräte. „Was wir hier haben“, erklärte der Chef André Schwolow, „können sich interessierte Menschen natürlich auch zu anderer Zeit in Ruhe in unserem Geschäft an der Jahnstraße 27 zeigen lassen.“

Die Firma Kranz Medizintechnik aus Gägelow stellte eine stufenlos regelbare elektronische Lupe vor, ein Vorlesegerät auf Scanner-Basis und ein etwas teureres Bildschirmlesegerät mit Vorlesefunktion.

Informationsaustausch in Blindenschrift mit Braille-Zeile

Das Berliner Unternehmen Pappenmeier präsentierte Lösungen für den Arbeitsplatzbereich. Zum Teil lasen die Geräte die PC-Anzeige vor, zum Teil erfolgte der Informationsaustausch in Blindenschrift über eine Braille-Zeile. Die Berliner Hörbücherei stellte sich vor. Sie hält 18 000 Titel aus der Literatur und hat 1000 Nutzer. Für Sehbehinderte sind die Angebote kostenlos.

Nicht zuletzt war die Rathenower Sehtrainerin und Augenoptikermeisterin Anja Bergmann mit dabei. Ihre Angebote zielten zum Teil darauf, wie man die Sehkraft erhalten kann. Es kann aber gerade für sehbehinderte Menschen angenehm sein, dass sie als mobile Augenoptikerin zu ihnen nach Hause kommt.

Von Bernd Geske