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20:03 06.11.2019
Die Mitglieder der BI fordern einen durchgehenden straßenbegleitenden Radweg von Böhne nach Rathenow. Quelle: Norbert Stein
Böhne/Steckelsdorf

Wie viele Briefe Hans-Jürgen Wodtke mittlerweile für die Bürgerinitiative zum Lückenschluss am Radweg entlang der Landesstraße 96 geschrieben hat, weiß er selber nicht. „Wir mussten ja erst einmal lernen, wer für was zuständig ist bei so einer Straße“, sagte er am Dienstag vor den Mitgliedern des Rathenower Bauausschusses.

Drei Behörden

Inzwischen weiß Wodtke Bescheid. Für die Straße selbst ist der Landesbetrieb Straßenwesen mit dem Land zuständig. Der Kreis kümmere sich um die Beschilderung und der sichere Schulweg wiederum sei Angelegenheit der Stadt Rathenow.

Erste Erfolge

Zwei Themen hatte die Bürgerinitiative. Einerseits sollten befestigte Bushaltestellen an den Böhner Höfen errichtet werden, um die Sicherheit für die Schulkinder zu gewährleisten. Dazu wird ein Laufweg gelegt, der neben der Straße entlang führt. Damit sind die Kinder auch vor schnellen Autos sicher. Zudem gibt es nun zu bestimmten Tagen eine Geschwindigkeitsbegrenzung. „Da haben wir schöne Fortschritte mit Hilfe der Rathenower Stadtverordneten erzielt“, lobt Wodtke.

Hans Jürgen Wodtke, Sprecher der BI Böhne. Quelle: Norbert Stein

Bei Thema Nummer zwei stieg in den vergangenen Wochen das Interesse im Nachbarort Steckelsdorf. „Da haben einige Leute gemerkt, dass sie auch von einem vollständigen Radweg entlang der Landesstraße 96 profitieren“, so Wodtke. Das betreffe insbesondere Anwohner die ab dem Kreisel an der Böhner Chaussee in Steckelsdorf Ausbau wohnen. Aber auch Anwohner zwischen dem Kreisel und Steckelsdorf selbst.

Es geht um knapp 2,8 Kilometer

Darum haben sich Steckelsdorf und Böhne nun zusammengetan, um das Anliegen voranzutreiben. Es geht um ein 2,3 Kilometer langest Stück zwischen Bölkershof und Böhne und einem 454 Meter langen Streifen zwischen dem Kreisel Rathenow-West und der Bundesstraße 188.

Stadt legt jetzt los

Wie bekannt, will die Stadt – um das Verfahren zu beschleunigen – nun bereits mit den Grundstücksbesitzern reden, damit der Radweg, wenn es ansteht, schnell gebaut werden kann. Denn um den Weg zu bauen werden noch Flächen benötigt, die sich im Privatbesitz befinden. „Wir sind dabei“, sagte Jens Hubald für die Stadtverwaltung. In den kommenden Wochen erhalten die Grundstücksbesitzer Post von der Stadtverwaltung.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit Stadtverordneten. Quelle: Norbert Stein

Wie wichtig diese frühen Vorgespräche sind, hat sich gerade erst bei der Errichtung eines Radweges zwischen Premnitz und Milow gezeigt. Hier sind die Verhandlungen gescheitert, der Radweg kann nicht gebaut werden.

Die Besonderheit

Hans-Jürgen Wodtke machte noch auf eine andere Besonderheit aufmerksam, um die man sich kümmern muss. Dort, wo der Radweg vorhanden ist., darf man ihn nur in eine Richtung benutzen. Wer in die andere Richtung will, der muss auf der Straße fahren, da der Radweg nicht beidseitig gebaut ist. „Das muss nochmals erörtert werden“, so Wodtke.

Noch mehr Briefe

Sie werden weiter am Ball bleiben. Hans-Jürgen Wodtke hat sicher nicht die letzten Briefe geschrieben – aber er kann auf die Unterstützung der Stadtverordneten – insbesondere der Mitglieder im Bauausschuss rechnen.

Von Joachim Wilisch

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