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Rathenow Steckelsdorfer Campingplatz ist wieder offen
Lokales Havelland Rathenow Steckelsdorfer Campingplatz ist wieder offen
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13:32 24.05.2019
Der Bauzaun ist weg: Freier Blick von der Badestelle auf den Campingplatz Steckelsdorf. Quelle: Markus Kniebeler
Steckelsdorf

Der Campingplatz Steckelsdorf ist wieder offen. Seit Anfang Mai können die 19 Bungalows wieder gemietet werden. Auch die 90 Stellplätze für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte sind wieder nutzbar. Das hat Günter Schönfeldt, der mit seinem Sohn Marko die Geschäfte auf dem Campingplatz führt, der Presse mitteilen lassen.

Verkauf ist vom Tisch

Anfang des Jahres war die Zukunft des rund 50 000 Quadratmeter großen Geländes ungewisser denn je. Auf einer Ebay-Plattform wurde der Platz zum Verkauf angeboten. 

Der ist nun vom Tisch. Zwar haben Marco und Beatrice Fiedler, die den Platz über zehn Jahre geführt haben, sich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. Doch Günter Schönfeldt, damaliger Mitgesellschafter, hat nun – gemeinsam mit seinem Sohn Marko – die Geschäfte übernommen.

Bauzaun weggeräumt

Und eine erste, für die Öffentlichkeit nicht unwichtige Entscheidung, hat die neue Führung bereits getroffen. Der direkte Zugang zum Strand wurde wieder hergestellt. Der hässliche Bauzaun, der das Camping-Gelände vom Ufer abgrenzte, ist weg. Damit gelangen die Platznutzer ohne Hindernis zum kleinen Sandstrand, der natürlich auch von der Bevölkerung genutzt werden darf.

Corrado Gursch Quelle: Markus Kniebeler

Corrado Gursch, Ortsvorsteher von Steckelsdorf, ist über die jüngste Entwicklung sehr froh. „Es ist schön, dass es mit dem Campingplatz weiter geht“, sagt er. Nicht nur Steckelsdorf, sondern das gesamte Westhavelland profitierten davon. Schließlich sei der Platz ein wichtiger Baustein im touristischen Angebot der Region.

Gursch hat sich mit der neuen Geschäftsführung mehrfach ausgetauscht. Dabei wurde auch ein Problem angesprochen, das in der Vergangenheit immer wieder für Unmut gesorgt hat: Die Verunreinigung der Badestelle durch uneinsichtige Nutzer.

Die neuen Betreiber hätten ihn gebeten, sich bei der Kommune dafür einzusetzen, sie beim Sauberhalten des Strandabschnitts zu unterstützen, sagt Gursch. Denn in der Regel stamme der Müll nicht von Nutzern des Platzes.

Unterstützung beim Reinigen

Alexander Goldmann, Wirtschaftsamtsleiter der Stadt Rathenow, hat die geforderte Unterstützung bereits zugesichert. Mitarbeiter des Betriebshofes seien angehalten, die Badestelle regelmäßig zu kontrollieren und – wenn nötig – den Müll zu beseitigen.

Etwas schwieriger dürfte die Lösung der ungeklärten Toilettenfrage werden. Ein öffentliches WC gibt es an er Badestelle nicht. Und die platzeigenen Sanitäranlagen soll den Nutzern des Platzes, die ja dafür Gebühren bezahlen, vorbehalten bleiben.

„Wir werden uns etwas einfallen lassen müssen“, sagt Goldmann. „Die Aufstellung einer mobilen Toilette macht ja nur Sinn, wenn diese regelmäßig kontrolliert wird“, ergänzt Gursch. Dass dies schwer zu realisieren ist, weiß er allerdings auch.

Die Gaststätte ist noch geschlossen. Quelle: Markus Kniebeler

Die Gaststätte auf dem Campingplatz ist derzeit übrigens noch geschlossen. Ob, und – wenn ja – wann sie wieder geöffnet wird, ist noch nicht entschieden.

Wichtig für die Region

„Wichtig ist erst einmal, dass der Platz pünktlich zum Saisonbeginn wieder genutzt werden kann“, sagt Alexander Goldmann. Die Anlage sei bei den Gästen beliebt gewesen. Eine dauerhafte Schließung hätte das touristische Angebot im Westhavelland ohne Zweifel geschwächt.

Alexander Goldmann. Quelle: Uwe Hoffmann

Das sieht auch Corrado Gursch so. Und er hofft, dass sich in der Zukunft die Zusammenarbeit zwischen dem Platz und dem Ort verbessert. „Es wäre schön, wenn wir bei bestimmten Anlässen – Dorffesten und anderen Veranstaltungen – gemeinsam etwas auf die Beine stellen“, sagt er. „Davon würden beide Seiten profitieren.“

Eine bessere Abstimmung zwischen Dorf und Platzbetreibern könnte dazu beitragen, dass Ärgernisse, wie sie im vergangenen Sommer passierten, verhindert werden. Im Juli etwa mussten zwei Familien, die ihre Autos auf dem Parkplatz der Campinganlage abgestellt hatten, 70 Euro Parkgebühr zahlen. Zwar ist es Sache der Eigentümer, die Gebühren festzulegen. Aber bei vorheriger Abstimmung mit den Ortsvertretern hätte man für den Tag des Dorffestes sicher eine bessere Regelung finden können, ist Corrado Gursch überzeugt.

Von Markus Kniebeler

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